Nahezu jede Frau kennt es. Und auch, wenn es sich um ein rein kosmetisches Problem handelt, ist der Leidensdruck oft groß: Cellulite. Die oft auch als „Orangenhaut“ bezeichnete Veränderung der Haut zeichnet sich durch Dellen und Schwellungen im Bereich der Oberschenkel, des Po und der Oberarme aus.

Unsicherheiten im Strandurlaub oder Fitnessstudio sind häufig vorprogrammiert. Die Bandbreite an Lotionen, Massagerollern und Ernährungstipps kennt fast keine Grenzen – zu einer endlich ebenmäßigeren Haut verhelfen nur die wenigsten. Doch ein neuer Ansatz aus der Wissenschaft lässt Betroffene nun aufhorchen.

Zusammenfassung

  • Weltweit leiden Millionen Menschen unter Hautproblemen. Die Ursachen waren jedoch lange unklar.
  • Inzwischen sind sich Wissenschaftler weltweit einig: Der Darm und die in ihm lebenden Bakterien haben großen Einfluss auf den ganzen Körper.
  • Aus diesem Grund erfreuen sich sogenannte Probiotika wachsender Beliebtheit.
  • Trotz ihrer Unterschiedlichkeit gibt es einige fundamentale Qualitätskriterien, anhand derer wir beliebte Produkte getestet haben.

Unschöne Dellen über große Flächen in der Haut. Gerade an Stellen, an denen sich viele Frauen ohnehin oft schon etwas unsicher fühlen. Dabei dürfte es mit Blick auf die Zahlen eigentlich nur wenig Grund zur Scham geben. Denn Cellulite könnte kaum normaler sein. Je nach Quelle liegt die Zahl der Betroffenen im Alter von 15 bis 45 Jahren zwischen 80 und 98 Prozent. Beinahe jede Frau ist also in unterschiedlichem Ausmaß von Cellulite betroffen.

Zumindest die Kosmetikbranche freut sich: Denn für die ist ein so weit verbreitetes Problem mit derartigem Leidensdruck ein äußerst lukrativer Markt. Entsprechend üppig ist das Angebot an Cremes, Lotionen, Massagegeräten, Wellenbehandlungen und Anti-Cellulite-Sportkursen, die endlich zur straffen Traumhaut verhelfen sollen.

Viele Betroffene probieren über Jahre hinweg verschiedenste Ansätze aus. Größtenteils ohne nachhaltigen Erfolg. Und manche von ihnen können das Erscheinungsbild der Haut sogar verschlimmern. Aber warum? Dazu ist es wichtig, zunächst einmal zu verstehen, was Cellulite überhaupt ist und wie sie entsteht.

Cellulite: Das passiert im Körper, wenn die Haut zunehmend wie eine „Kraterlandschaft“ aussieht

Eines vorweg: Cellulite ist eigentlich gar keine Erkrankung im klassischen Sinne, sondern eine strukturelle Veränderung des Unterhautgewebes, auch Subkutis genannt. Sie entsteht durch ein Zusammenspiel aus Fettzellen, Bindegewebe und Hautstruktur.

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Unter der Haut liegen Fettzellen, die in Fettkammern organisiert sind. Diese werden durch Bindegewebsstränge voneinander getrennt. Bei Frauen verlaufen diese Stränge überwiegend senkrecht zur Hautoberfläche. Bei Männern hingegen eher netzartig.

Warum haben Männer überhaupt so selten Cellulite?

Das liegt daran, dass das Bindegewebe von Männern grundlegend anders aufgebaut ist als das von Frauen. Bei Männern ist dieses Gewebe netzartig aufgebaut. Zwischen diesen engen Maschen können sich Fett und Wasser nur schwer anlagern.

Anders sieht es bei Frauen aus. Bei ihnen ist das Bindegewebe aus parallelen Fasern aufgebaut. Dies sorgt zwar für eine höhere Dehnbarkeit, wie sie etwa während der Schwangerschaft wichtig ist, in den flexiblen Zwischenräumen dieser Fasern ist allerdings reichlich Platz für Fett und Wasser, das für die typischen Dellen und Ausbuchtungen verantwortlich ist.

Vergrößern sich die Fettzellen, etwa durch Gewichtszunahme oder hormonelle Einflüsse, drücken sie gegen die darüberliegende Haut. Gleichzeitig ziehen die Bindegewebsstränge die Haut nach unten.

Das Ergebnis: Die typische, unregelmäßige Oberfläche entsteht – Dellen und Wölbungen werden sichtbar. Dabei wird zwischen unterschiedlichen Schweregraden unterschieden:

Grad 1:

Nur sichtbar, wenn die Haut zusammengedrückt wird oder durch Muskelkontraktion.

Grad 2:

Auch ohne Zusammendrücken der Haut sichtbar und verschlimmert sich bei Druck oder Bewegung.

Grad 3:

Erhebungen und Dellen sind auch im Ruhezustand sehr deutlich zu sehen. Knoten sind tastbar und können Schmerzen verursachen.

Grad 4:

Ausgeprägte Schlaffheit der Haut und kaum noch erkennbarer Muskeltonus. „Gepolstertes“ Erscheinungsbild mit tastbaren und schmerzhaften Knoten.

Aber nicht nur Fett, sondern auch Wasser kann in der Subkutis eingelagert werden und das Erscheinungsbild der Cellulite verschlimmern. Dieser Prozess wird auch Flüssigkeitsretention genannt.

Ein komplexes Zusammenspiel verschiedenster Faktoren: Was sind die Ursachen für Cellulite?

Die Entstehung von Cellulite ist selten auf eine einzige Ursache zurückzuführen und noch nicht vollständig geklärt. Aber es gibt bereits einige gute wissenschaftliche Belege dafür, worauf die unliebsame Hautveränderung unter anderem zurückgehen kann.

Zum einen spielen genetische Faktoren eine bedeutende Rolle. Die Veranlagung zu schwächerem Bindegewebe kann, genau wie jede andere Körpereigenschaft, vererbt werden.

Aber auch der Hormonhaushalt gilt als äußerst einflussreich. Insbesondere Östrogen beeinflusst die Fettverteilung und die Struktur des Bindegewebes. Zusammen mit dem Hormon Relaxin erhöht es die Dehnbarkeit der Haut, was vor allem in der Schwangerschaft eine Rolle spielt. Aber auch anders ausgelöste Schwankungen des Hormonhaushalts, wie etwa durch die Pille oder die Menopause, können sich auf das Bindegewebe auswirken und dadurch Fett- und Wassereinlagerungen begünstigen.

Ebenfalls als gesichert gilt, dass unser Lebensstil ordentlich mitmischt, wenn es um die Entstehung von Cellulite geht. Bewegungsmangel, eine salz-, fett- und zuckerreiche Ernährung und Rauchen können die Hautstruktur zusätzlich negativ beeinflussen.

Und schließlich ist auch die Durchblutung von Bedeutung: Eine verminderte Mikrozirkulation kann die Versorgung des Gewebes verschlechtern. Insbesondere Nikotin verengt die Blutgefäße der Haut, wodurch der Stoffwechsel unseres größten Organs beeinträchtigt wird.

Cellulite und Cellulitis sind nicht dasselbe!

Oft als Synonym verwendet, handelt es sich bei Cellulite und Cellulitis um unterschiedliche Dinge. Cellulite, so ärgerlich sie auch ist, wird aus medizinischer Sicht nicht als Erkrankung betrachtet. Anders sieht es bei Cellulitis aus. Dabei handelt es sich um eine entzündliche Erkrankung verschiedener Hautschichten, die mit Rötungen und Schwellungen einhergeht.

Ein weiterer Faktor rückt jedoch zunehmend in den Fokus der Forschung. Lange unterschätzt wurde in diesem Zusammenhang die Beschaffenheit des Darmmikrobioms, also der Bakterien, die in unserem Verdauungstrakt leben. Hierzu später jedoch mehr.

Kampf gegen die Unebenheiten: Wie erfolgversprechend sind die gängigsten Methoden, um der Orangenhaut zu Leibe zu rücken?

Eines vorweg: Eine wenig erbauliche Nachricht ist, dass es bis heute kein Patentrezept gegen Cellulite gibt. Auch wenn viele Anbieter der Kosmetikbranche marktschreierisch mit ausgefeilten Wirkstoffkomplexen werben oder Sportstudios spezielle Programme gegen Cellulite anbieten, sind die Aussichten auf Erfolg in aller Regel überschaubar.

Sportprogramme bekämpfen die Einlagerungen normalerweise nicht direkt. Allerdings können sie die Blutzirkulation anregen, das Erscheinungsbild des Pos und der Beine also indirekt verbessern.

Die topische Behandlung, also das Auftragen von Cremes, Ölen und ähnlichem ist ebenso wenig erfolgversprechend, da die enthaltenen Wirkstoffe in der Regel nicht in die tieferen Hautschichten vordringen können, in denen das Problem entsteht. Oft fehlen zudem Langzeitstudien zur Wirksamkeit gegen Cellulite.

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Als wahres Wundermittel werden Retinoide beziehungsweise Retinol angepriesen. Diese Vitamin-A-Derivate haben sich seit Jahren im Anti-Aging-Bereich bewährt, da sie die Kollagenproduktion sowie die Zellerneuerung anregen.

Eine Studie von Professor Claudine Piéard-Franchimont aus dem Jahr 2000 sorgt jedoch für Ernüchterung: Über einen Zeitraum von sechs Monaten hinweg beobachtete sie die Veränderung der Oberschenkelhaut unter Anwendung von Retinol. Zwar verbesserte sich die Hautelastizität der Probandinnen um beinahe elf Prozent, wenig bis gar keine Verbesserung zeigte sich jedoch im Hinblick auf das zerbeulte Erscheinungsbild. Ein herber Rückschlag.

Durch die häufig ausbleibenden Erfolge gängiger Methoden rücken zunehmend alternative Ansätze bei Cellulite in den Fokus. Und sie setzen zum Teil an einer Stelle an, die man zunächst kaum mit der Haut in Verbindung bringen würde: dem Darm. Doch was steckt hinter dieser Theorie?

Schönheit, die von innen kommt? Welchen Einfluss hat der Darm auf unsere Haut? Und was verändert sich in der Betrachtung von Cellulite?

Der Darm oder vielmehr das in ihm lebende Mikrobiom sind seit der Jahrtausendwende eines der „heißesten“ Forschungsgebiete in der Gesundheit. Dabei beschreibt das Darmmikrobiom die Gesamtheit aller lebenden Organismen, überwiegend Bakterien, die sich in unserem Verdauungstrakt tummeln. Dieses Ökosystem wurde in den vergangenen Jahren mit zahlreichen Bereichen unseres Körpers in Verbindung gebracht: Unserem Energiehaushalt, unserem Immunsystem, sogar unserer Psyche. Und ja, auch zur Haut!

Wie eine Meta-Analyse von Camelia Munteanu eindrucksvoll zeigt, mischt das Darmmikrobiom ordentlich mit, wenn es um verschiedenste Hauterkrankungen geht. Psoriasis, Rosacea, Neurodermitis und sogar Akne können entstehen oder zumindest gefördert werden, wenn etwas im Darm nicht stimmt.

Ein gesundes Darmmikrobiom ist dabei unvorstellbar divers, nach aktuellem Kenntnisstand besteht es aus bis zu 100 verschiedenen Bakteriengattungen! Damit der Darm seine vielfältigen Aufgaben richtig erfüllen kann, ist jedoch nicht nur die Diversität entscheidend: Auch die Anzahl der Bakterien insgesamt sowie deren Komposition spielen eine entscheidende Rolle.

Ist zum Beispiel ein Stamm überrepräsentiert oder die Zahl eines anderen reduziert, gerät das empfindliche Gleichgewicht des Mikrobioms aus der Balance. Wissenschaftlich spricht man in diesem Fall von einer Dysbiose. Aber was hat das nun mit Cellulite und Flüssigkeitsretention zu tun? Wie sich zeigt, eine ganze Menge!

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Auf gleich mehreren Ebenen kann eine Veränderung des Darmmikrobioms Cellulite verschlimmern. Zum einen hormonell: Denn das sogenannte Östrobolom, eine Gruppe von Bakterien, die Östrogene im Darm verstoffwechseln und reaktivieren, kann durch eine Dysbiose gestört sein. In der Folge kann es entweder zu einem Östrogenüberschuss oder einem -mangel kommen.

Und wie erwähnt beeinflusst das weibliche Sexualhormon einerseits die Fetteinlagerung, zum anderen aber auch die Festigkeit des Bindegewebes. Störungen können also ganz entscheidend an der Entstehung von Cellulite beteiligt sein.

Und mehr noch! Professor Lúcia Dos Santos Pereira aus Brasilien stellte weitere Verbindungen her: Da ein unausgeglichenes Mikrobiom mit systemischen Entzündungsprozessen in Verbindung stehen kann. Diese wiederum beeinflussen unter anderem den Fettstoffwechsel, die Durchblutung und die Struktur des Bindegewebes.

Darüber hinaus kann eine derartige mikrobielle Veränderung einerseits zu erhöhter Flüssigkeitsretention und andererseits zu Übergewicht (also mehr Fettgewebe) führen und so Cellulite verschlimmern.

Eine Frage, die sich den Wissenschaftlern also unweigerlich aufdrängte, war: Ließe sich das Potenzial für die Entstehung von Cellulite nicht über den Darm verringern? Könnte man nicht „Ideal“-Darmmikrobiom von einem Menschen ohne Cellulite auf eine Betroffene übertragen und so zu einem strafferen Hautbild führen?

Was steckt hinter den sogenannten Probiotika?

Das ist tatsächlich ein Ansatz, den heutzutage sogenannte Probiotika verfolgen. Dabei handelt es sich um Präparate, welche lebende Bakterien enthalten. Die Idee: Die Bakterien sollen sich im Darm ansiedeln, dort das Mikrobiom bereichern und eine eventuell vorliegende Dysbiose ausgleichen.

Anders als bei der berühmt-berüchtigten Stuhltransplantation werden die Bakterien für diese Präparate jedoch in pharmazeutischen Anlagen kultiviert – eine weitaus günstigere, sicherere und nicht zuletzt appetitlichere Vorstellung. Also – Problem gelöst?

Dafür ist ein ausgeglichenes Mikrobiom wichtig:

Unterstützung des Immunsystems

Vermeidung von Allergien

Metabolism Circle

Regulierung des Stoffwechsels

Erhalt der mentalen Gesundheit

Skin Problems

Förderung der Hautgesundheit

Vitamine

Aufnahme von Vitaminen

Vitalität im Alter

und viele weitere

Nicht unbedingt, denn um tatsächlich eine Stuhltransplantation imitieren zu können, muss ein Präparat eine Reihe spezifischer Kriterien erfüllen, welche nur wenige Hersteller beherrschen und welche zudem die Produktion stark verteuern. Der Markt ist jedoch sehr intransparent und wird von billigen Produkten geradezu überschwemmt.

Um Kunden in ihrer Kaufentscheidung zu unterstützen, haben wir zusammen mit einem Expertenteam fünf besonders verbreitete Produkte genauer unter die Lupe genommen.

Was macht ein Mikrokulturenpräparat aus?

Hinweis: Der Begriff „Probiotikum“ ist zwar weit verbreitet, darf zur Bewerbung eines entsprechenden Produktes jedoch nicht mehr verwendet werden.

Die Redaktion hat sich stattdessen für den passenderen Begriff „Mikrokulturenpräparat“ entschieden.

Nach eingehender Recherche haben unsere Experten die 5 wichtigsten Qualitätsmerkmale identifiziert und im Anschluss daran 5 aktuell sehr bekannte Produkte auf diese Merkmale hin geprüft.

Qualitätsmerkmal 1: Die Anzahl der enthaltenen Bakterienstämme

Ein gutes Mikrokulturenpräparat versucht, in seiner Zusammensetzung der eines ausgeglichenen menschlichen Darmmikrobioms möglichst nahezukommen. Im Prinzip soll es quasi eine Stuhltransplantation imitieren – jedoch ohne den Ekelfaktor. Nun beherbergt ein menschlicher Darm aber nicht nur 3 bis 10 verschiedene Bakterienstämme, sondern weitaus mehr. Entsprechend sollten mindestens 50 verschiedene Stämme enthalten sein.

Qualitätsmerkmal 2: Die Dosierung der koloniebildenden Einheiten

Zwar klingen Zahlen wie 2, 4 oder 10 Mrd. KBE zuerst einmal sehr beeindruckend, jedoch enthält ein gesunder Darm nach aktueller Forschungslage 10 bis 100 Billionen Bakterien. Präparate mit einer zu geringen Dosierung fallen dadurch nicht genügend ins Gewicht, um tatsächlich eine Veränderung bewirken zu können. Experten empfehlen aktuell Produkte mit mindestens 20 Mrd. KBE.

Qualitätsmerkmal 3: Die Unterstützung der Darmschleimhaut

Damit sich die Mikrokulturen überhaupt im Darm ansiedeln und dort ihre Arbeit verrichten können, brauchen sie einen entsprechenden Nährboden: eine intakte Darmschleimhaut. Das Problem: Diese ist gerade bei Darmproblemen oft bereits in Mitleidenschaft gezogen, was die Ansiedelung der guten Bakterien erschwert. Mikrokulturenpräparate sollten daher neben Bakterien auch Stoffe enthalten, welche die Darmschleimhaut unterstützen, wie zum Beispiel die B-Vitamine Niacin und Biotin.

Qualitätsmerkmal 4: Die Stabilität der Verpackung

Die Bakterien in einem Mikrokulturenpräparat werden bei der Herstellung durch Gefriertrocknung in eine Art Winterschlaf versetzt. Kommen sie in Kontakt mit Feuchtigkeit, „erwachen“ sie. Liegen dann geeignete Nahrungsquellen vor – was im Darm der Fall ist –, gedeihen die Bakterien. Das Problem: Viele Verpackungsformen schützen die Präparate nicht ausreichend vor Feuchtigkeit.

Sind Kapseln zum Beispiel nicht einzeln, sondern zusammen in einer Plastikdose oder einem Glas verpackt, kommen die Produkte bei jedem Öffnen in Kontakt mit Luft beziehungsweise Feuchtigkeit. Die Folge: Die Bakterien können zu früh erwachen, finden dann jedoch in der Kapsel keine Nahrung – und verhungern.

Bei Plastikverpackungen kommt erschwerend hinzu, dass das Material Feuchtigkeit nicht vollständig abhält: Winzige Mengen an Feuchtigkeit können die Verpackung passieren. In diesen Fällen sind bei Einnahme daher nicht selten schon alle enthaltenen Bakterien abgestorben.

Als Verpackungsgoldstandard gelten sogenannte Alu-Alu-Blister, bei denen jede Kapsel einzeln in eine Aluminiumkammer gebettet ist und somit optimal geschützt ist.

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Alu-Alu-Blister schützen Bakterien in ihren Kapseln optimal vor Feuchtigkeit.

Qualitätsmerkmal 5: Qualitätsstandards und Zertifizierung

Leider gibt es von gesetzlicher Seite kaum Vorgaben zur Herstellung von Mikrokulturenpräparaten. Aus diesem Grund werben viele Hersteller mit Zertifizierungen – die oft aber nur einen Mindeststandard abdecken. Deshalb ist es besonders wichtig, die ausgelobten Zertifizierungen genauer zu betrachten.

Den höchsten Standard sichert die Produktion nach GMP (Good Manufacturing Practice), dem Arzneimittelproduktions-Standard. Nur bei GMP-zertifizierten Herstellern können Verbraucher sicher sein, dass die Mikrokulturenpräparate nach diesem besonders hohen Standard gefertigt wurden.

Entsprechend diesen Kriterien haben wir fünf aktuell weit verbreitete Produkte untersucht und sind zu folgendem Ergebnis gekommen:

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Unser Testsieger

Kijimea K53 Advance

95/100
Kijimea K53 Advance online kaufen
Platz1

K53 Advance

Kijimea K53 Advance
Gesamtwertung
95
Anzahl an Stämmen
100
Dosierung
75
Darmschleimhaut
100
Verpackung
100
GMP-zertifiziert
100

Vorteile

Der Hersteller ist in medizinischen Kreisen für seine Forschung und Innovationen bekannt.

Mit bereits einer leicht zu schluckenden Kapsel ist die Tagesdosis abgedeckt.

Das Produkt ist gluten-, fruktose- und laktosefrei sowie frei von Zusatz-, Konservierungs- und Aromastoffen und Süßungsmitteln.

Nachteile

Cross Black

Zwar sind die Kapseln sowohl über den eigenen Shop als auch über Amazon und diverse Online-Apotheken bestellbar, doch hatte der Hersteller zuletzt aufgrund der großen Nachfrage offenbar Schwierigkeiten mit der Verfügbarkeit.

K53 Advance stammt von dem in der Bakterienforschung etablierten deutschen Unternehmen SYNformulas. Diese Firma erfreut sich dank eigener wissenschaftlicher Forschung, die sogar schon im weltweit renommierten Fachjournal „The Lancet“ publiziert wurde, eines großen Ansehens in medizinischen Fachkreisen.

Das zeigt sich auch bei der genaueren Betrachtung des Produkts: K53 Advance bietet mit 53 enthaltenen Bakterienstämmen die größte Vielfalt. Außerdem weist das Mikrokulturenpräparat die höchste Dosierung auf und enthält zusätzlich sowohl Biotin als auch Niacin für die Unterstützung der Darmschleimhaut.

Die Verpackung im Alu-Alu-Blister entspricht dem Goldstandard, denn sie schützt jede Kapsel von der Herstellung bis zum Verzehr optimal vor Luft und Feuchtigkeit. Außerdem sind sowohl der Herstellungsprozess als auch die Anlagen, auf denen das Präparat hergestellt wird, nach dem strengen Arzneimittel-Standard GMP-zertifiziert.

Damit erreicht K53 Advance einen Durchschnitt von 95 von 100 Punkten und ist unser Testsieger.

Was uns speziell bei unseren Recherchen zu diesem Produkt in besonderem Maße ins Auge gestochen ist, sind die zahlreichen überaus positiven Kundenbewertungen, die unseren eigenen Eindruck von dem Präparat unterstreichen. Hier einige Beispiele:

Paul B.

„Ich bin begeistert über die positive Veränderung. Jedem nur zu empfehlen. Angefangen von schnellem Versand bis zur schnellen Wirkung TOP!“

Mathilda M.

„Ich habe lange nach einem Probiotika gesucht das nach den höchsten wissenschaftlichen Standards produziert und verpackt wird. Wenn man sich mit dem Thema ein wenig beschäftigt, wird schnell klar, dass Kijimea hier einfach einen anderen Qualitätsanspruch hat als andere – ich bin super zufrieden!!!“

Anita Z.

„Nehme das Produkt jetzt seit einigen Wochen und fühle mich bereits deutlich besser. Habe es auch bereits an eine Freundin weitergegeben.“

Kijimea K53 Advance

Kijimea K53 Advance konnte auf ganzer Linie überzeugen und landet daher mit 95 Punkten verdient auf dem 1. Platz.

Besonders beeindruckend: Das Produkt enthält ganze 53 verschiedene Bakterienstämme, weitaus mehr als das zweitplatzierte Präparat.

Kijimea K53 Advance online kaufen

Flora Intenso

Floraintense Tp
Gesamtwertung
65
Anzahl an Stämmen
50
Dosierung
50
Darmschleimhaut
100
Verpackung
25
GMP-zertifiziert
100

Vorteile

Modernes, farbenfrohes Verpackungsdesign.

Akazienfaser als Präbiotikum auch bei Fruktoseintoleranz geeignet.

Riboflavin (Vitamin B2) unterstützt die Darmschleimhaut.

Nachteile

Cross Black

23 Bakterienstämme reichen nicht ganz aus.

Cross Black

Die Dosierung fällt zu gering aus.

Mit großem Abstand auf dem zweiten Platz landet Flora Intenso von Scheunengut. Die Anzahl der Bakterienstämme liegt mit 23 im Durchschnitt; dagegen kann die Dosierung mit gerade einmal 10,5 Milliarden KBE je Tagesdosis nicht überzeugen.

Erfreulich ist hingegen die Zugabe von Akazienfaser, das den Bakterien als Nahrung im Darm zur Verfügung steht und auch bei Fruktoseintoleranz geeignet ist. Zur Unterstützung der Darmschleimhaut greift der Hersteller auf das B-Vitamin Riboflavin zurück. Das hübsch gestaltete Fläschchen täuscht allerdings nicht darüber hinweg, dass die Bakterien kaum vor dem Eindringen von Luftfeuchtigkeit geschützt sind. Erfreulich ist dagegen die Qualitätssicherung: Scheunengut produziert auf GMP-zertifizierten Anlagen.

Floraintense Tp

Mit 65 Punkten sichert sich Flora Intenso den 2. Platz, allerdings mit großem Abstand.

Zwar kann das Produkt mit der Zugabe von Riboflavin zur Unterstützung der Darmschleimhaut sowie einer GMP-Zertifizierung aufwarten, doch lassen sowohl Dosierung als auch Diversität zu wünschen übrig.

Supermikroben

Fairment Supermikroben
Gesamtwertung
55
Anzahl an Stämmen
0
Dosierung
25
Darmschleimhaut
100
Verpackung
50
GMP-zertifiziert
100

Vorteile

Das moderne, farbenfrohe Verpackungsdesign sorgt für gute Laune.

Akazienfasern liefern als hochwertiges Präbiotikum Nahrung für die Bakterien.

Zink soll das Immunsystem noch weiter unterstützen.

Nachteile

Cross Black

3 Bakterienstämme sind für ein solches Präparat leider nicht ausreichend.

Cross Black

Die Dosierung fällt zu gering aus.

Die viel beworbenen Supermikroben landen mit gerade einmal 3 Bakterienstämmen in unserem Test auf dem dritten Platz. Die Dosierung ist mit lediglich 6 Mrd. KBE eher am unteren Ende des Spektrums zu verorten.

Zur Unterstützung der Schleimhäute sind sowohl Niacin als auch Riboflavin enthalten. Mit Akazienfasern wurde ein hochwertiges Präbiotikum zugesetzt. Die Kapseln werden allerdings in einem Beutel geliefert und können anschließend in ein Glas umgefüllt werden. Idealer wäre die Verpackung in einem Alu-Alu-Blister aufgrund des besseren Schutzes.

Die Herstellung erfolgt nach GMP-Standards, was Vertrauen schafft.

Fairment Supermikroben

Die „Supermikroben“ landen mit 55 Punkten im Mittelfeld. Einige sehr positive Aspekte können jedoch nicht das zentrale Manko dieses Produktes aushebeln: die geringe Diversität an Bakterienstämmen sowie die eher enttäuschende Dosierung.

Probaflor
Probaflor Tp
Gesamtwertung
35
Anzahl an Stämmen
25
Dosierung
75
Darmschleimhaut
0
Verpackung
50
GMP-zertifiziert
25

Vorteile

Inulin dient den enthaltenen Bakterien als Präbiotikum.
Die Kapseln sind über den eigenen Onlineshop, Amazon sowie Online-Apotheken bestellbar und damit gut verfügbar.

Nachteile

Cross Black
Die Anzahl der Bakterienstämme ist eher gering.
Cross Black
Das Produkt enthält keine zusätzlichen Inhaltsstoffe, um eine geschädigte Darmschleimhaut zu unterstützen.
Cross Black
Insbesondere in Bezug auf die 3-Monats-Dose ist aufgrund der Verpackung die Stabilität der Kapseln fraglich.

Probaflor liefert leider nur 11 Bakterienstämme und liegt damit im hinteren Feld. Erfreulich sind dagegen die hohe Dosierung von 20 Mrd. KBE sowie die Zugabe von Inulin.

Bei der Verpackung macht der Hersteller wiederum Abstriche: Zwar ist die Plastikdose mit einer speziellen Schicht ausgestattet, welche eingedrungene Feuchtigkeit binden soll, jedoch liegen der Redaktion keine überprüfbaren Daten vor, inwieweit dies über die gesamte Dauer des Gebrauchs gewährleistet ist. Der Hersteller gibt an, nach ISO- und FDA-Standards zertifiziert zu sein, macht aber keine Angaben zu einer GMP-Zertifizierung.

Probaflor Tp

Mit 35 Punkten landet Probaflor von Nupure auf dem 4. Platz.

Positiv hervorzuheben ist dabei die Dosierung, leider enttäuscht das Produkt dafür in Bezug auf Vielfalt der Bakterienstämme sowie bei der Verpackung.

Mighty Biotics

Mightyelements Mightybiotics Pulver
Gesamtwertung
30
Anzahl an Stämmen
50
Dosierung
75
Darmschleimhaut
0
Verpackung
25
GMP-zertifiziert
0

Vorteile

Vegan und in Bio-Qualität.

Akazienfasern liefern als hochwertiges Präbiotikum Nahrung für die Bakterien.

Hohe Dosierung.

Nachteile

Cross Black

23 Bakterienstämme sind für ein solches Präparat leider nicht ausreichend.

Cross Black

Überlebensfähigkeit der Bakterien über Anwendungszeitraum fraglich.

Leider sind die Mighty Biotics von Mighty Elements nicht ganz so kraftvoll, wie der Name vermuten lässt. Mit 23 Stämmen ist die Diversität respektabel, aber dennoch nicht hoch genug. Dafür hat der Hersteller mit Bio-Akazienfaser an ein Präbiotikum gedacht. Inhaltsstoffe zur Unterstützung der Darmschleimhaut fehlen hingegen vollends – ebenso wie eine Vertrauen-schaffende GMP-Zertifizierung.

Weniger überzeugen konnte uns die Verpackung: Nicht nur kommt der wertvolle Inhalt bei jedem Öffnen des Glasfläschchens mit Luftfeuchtigkeit in Kontakt. Die im losen Pulver enthaltenen Bakterien sind dieser ohne schützende Kapsel ausgesetzt.

Mit der Dosierung von 20 Mrd. KBE reichen die Mighty Biotics immerhin an den Testsieger heran. Dennoch reicht es in der Gesamtwertung lediglich für Platz 5.

Mightyelements Mightybiotics Pulver

Bei Mighty Biotics reicht es nur für 30 Punkte und damit den 5. Platz. Die Darmschleimhaut unterstützende Stoffe fehlen ebenso wie eine GMP-Zertifizierung. Und auch die Verpackung überzeugt kaum. Das kann leider nicht einmal die hohe Dosierung auffangen.

Fazit

Der Darm steht in der Haut-Forschung aktuell im Fokus – wir meinen: zu Recht! Bereits jetzt lassen neuere Forschungsergebnisse darauf schließen, dass Schuppenflechte in vielen Fällen in Zusammenhang mit einem gestörten bzw. geschwächten Darmmikrobiom steht.

Für Betroffene, welche mit Mikrokulturenpräparaten im Darm ansetzen wollen, bietet sich die Qual der Wahl. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich, dass sich zwischen den auf dem Markt befindlichen Produkten doch enorme Qualitätsunterschiede ausmachen lassen.

Daher ist es besonders wichtig, sich vor dem Kauf umfassend zu informieren.

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Kijimea K53 Advance

Bewertung im Vergleich: 95/100
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Platz1Kijimea K53 Advance

Wissenschaftliche Quellen

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Santos, B. P. S., & Aguiar, L. L. (2024). Disbiose e metabolismo. Revista Contemporânea, 4(10).

Pereira, L. S. A., Moraes, G. S. P., Barros, F. E. B. C., Alves, L. J., Bezerra, M. A., Souza, R., & Costa, K. (2024). O impacto da disbiose intestinal na saúde metabólica e imunológica. Revista Eletrônica da Estácio Recife, 11(2).

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Zalaquett, L. L., Nascimento, V. N., Picoli, M. L. F., & Oliveira, M. L. (2025). Disbiose intestinal e inflamação: implicação para a obesidade e metabolismo energético intestinal. Revista Eletrônica Acervo Saúde, 25(5).

Über den Verfasser

Frank Mehrbach

Frank Mehrbach wurde 1965 in Hamburg geboren und lebte seine Leidenschaft für das Schreiben schon früh durch sein Mitwirken in diversen Studentenzeitungen aus. Nach seiner akademischen Laufbahn besuchte er zahlreiche Seminare und Vorträge rund ums Thema Gesundheit, durch die er sein journalistisches Handwerk mit seiner Leidenschaft für Medizin kombinieren konnte. Mehrbach schrieb für verschiedene medizinische Fachzeitschriften und Gesundheitsmagazine.

2005 trat Frank Mehrbach schließlich dem Redaktionsteam von Spiegel der Gesundheit bei. Dank seiner fundierten Kenntnisse aus dem Gesundheitssektor und seinem Talent für präzise und verständliche Wissenschaftskommunikation stieg er schnell die Karriereleiter hoch. Im Jahr 2015 übernahm er die Position des Chefredakteurs.

Unter Mehrbachs Leitung veröffentlicht Spiegel der Gesundheit eine Vielzahl von Artikeln und Reportagen, die sich sowohl an medizinisches Fachpublikum als auch interessierte Laien richtet. Sein Ziel ist es, komplexe medizinische Themen verständlich darzustellen und gleichzeitig den neuesten Stand der Forschung zu präsentieren. Frank Mehrbach ist bekannt für seine sorgfältige Recherche und sein Engagement für qualitativ hochwertigen Journalismus.

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