Rund 4 Millionen Menschen werden allein in Deutschland gemäß des Arzneimittelverordnungsreports 2023 mit Schilddrüsenhormonen behandelt. Das Hormon L-Thyroxin zählt damit zu den am häufigsten verordneten Medikamenten in Deutschland. 2024 wurde sogar ein neuer Höchststand verzeichnet! Zahlen, die zu denken geben und den Forschungsdruck auf Alternativen zur Behandlung einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) erhöhen.

Schilddrüsenunterfunktion: Wenn der Körper plötzlich auf Sparflamme läuft

Die Schilddrüse ist ein kleines, schmetterlingsförmiges Organ am Hals. Auch wenn diese Dimensionen zart anmuten, ist ihre Wirkung auf den Körper enorm. Denn die Schilddrüse produziert die Hormone T3 (Trijodthyronin) und T4 (Thyroxin), die maßgeblich darüber entscheiden, wie aktiv unser Stoffwechsel, also der Energiekreislauf unseres Körpers, arbeitet.

Das bedeutet unter anderem: Sie stellt die Weichen für unseren Energieverbrauch, die Körpertemperatur, die Herzfrequenz, Verdauung, Konzentration, Stimmung, Haut, Haare, Nägel und bei Frauen sogar für den Zyklus und die Fruchtbarkeit.

Die Frage sollte daher beinahe lauten:

Was ist von einer Schilddrüsenunterfunktion nicht betroffen?

Produziert die Schilddrüse zu wenig Hormone, verlangsamen sich viele dieser Prozesse. Der Körper fährt gewissermaßen in einen Energiesparmodus.

Thyroid Constipation Illustration

Kleines Organ, große Auswirkungen also. Stellt sich nur die Frage, wie kommt es überhaupt dazu, dass die Schilddrüse zu wenig Hormone produziert?

Genau das ist auch der Grund, weshalb sich eine Unterfunktion oft nicht mit einem einzigen Symptom zeigt, sondern mit vielen diffusen Beschwerden gleichzeitig. Manche Betroffene fühlen sich wie „ausgebremst“, andere berichten von Brain Fog, depressiver Verstimmung oder einem Gefühl permanenter Erschöpfung.

Wieder andere nehmen unverhältnismäßig stark zu, reagieren empfindlicher auf Kälte, bekommen trockene Haut oder leiden unter Verstopfung.

Hashimoto: Die häufigste Ursache der Schilddrüsenunterfunktion

Wer der Hauptverdächtige hinter dieser Frage ist, hängt etwas von der regionalen Betrachtungsweise ab. In westlichen Ländern ist die häufigste Ursache einer Schilddrüsenunterfunktion die Hashimoto-Thyreoiditis. Dabei handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung.

Das bedeutet: Ein fehlgeleitetes Immunsystem erkennt körpereigenes Schilddrüsengewebe fälschlicherweise als Bedrohung und greift es an.

Über Jahre hinweg kommt es dadurch zu chronischen Entzündungen und schrittweiser Zerstörung des Gewebes. Die Schilddrüse verliert zunehmend ihre Fähigkeit, ausreichend Hormone zu produzieren.

Besonders tückisch dabei: Dieser Prozess entwickelt sich oft langsam. Viele Betroffene leiden lange unter den unspezifischen Beschwerden, bevor überhaupt an die Schilddrüse gedacht wird. Hashimoto betrifft Frauen deutlich häufiger als Männer und tritt familiär gehäuft auf. Eine genetische Komponente ist bei der Entstehung der Erkrankung also naheliegend.

Neben Hashimoto kommen auch Jodmangel, Schilddrüsenoperationen, bestimmte Medikamente oder seltene angeborene Störungen infrage.

Warum führt Jodmangel zu einer Schilddrüsenunterfunktion?

Heute kommt eine Unterversorgung mit Jod durch unsere Ernährung nur noch selten vor. Gerade in Speisesalz ist es oft zugesetzt. Noch vor einigen Jahrzehnten sah das allerdings selbst in westlichen Ländern anders aus. Das Spurenelement ist essenziell für die Produktion der Schilddrüsenhormone Thyroxin (T4) und Trijodthyronin (T3).

Fehlt Jod, schwillt das Organ an, um das wenige vorhandene Jod effizienter zu nutzen. Eine eingeschränkte Schilddrüsenfunktion ist die Folge.

Doch gerade bei Hashimoto und funktionellen Beschwerden zeigt sich immer deutlicher: Es scheint nicht nur um die Schilddrüse selbst zu gehen. Vielmehr ist sie Teil eines größeren Netzwerks aus Immunsystem, Hormonhaushalt, Nährstoffversorgung und Stoffwechsel.

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Neben Jod sind auch Selen, Eisen und Zink Stoffe, die für die Hormonproduktion notwendig sind. Werden sie schlecht aufgenommen, kann das die Schilddrüsenfunktion beeinträchtigen.

Und genau hier beginnt ein Bereich, der lange unterschätzt wurde: der Darm. Denn dort werden Nährstoffe aufgenommen, dort sitzt ein Großteil unseres Immunsystems – und dort lebt ein komplexes mikrobielles Ökosystem, das weit mehr beeinflusst als nur die Verdauung. Aber hierzu später mehr.

Die Standardtherapien – und warum sie nicht immer alles lösen

Die medizinische Standardbehandlung einer Schilddrüsenunterfunktion besteht meist in der Gabe von Levothyroxin (T4), also eines synthetischen Schilddrüsenhormons. Ziel ist es, den Hormonmangel auszugleichen und die Blutwerte zu normalisieren. Für viele Patienten funktioniert das gut und die Beschwerden bessern sich oft deutlich. Energie und Stoffwechsel stabilisieren sich wieder.

Doch längst nicht alle erleben diese Verbesserung. Viele Untersuchungen, darunter eine vielbeachtete Studie von Sarah Peterson, zeigen, dass ein signifikanter Teil der Patienten trotz normalisierter Laborwerte weiterhin Symptome angibt – darunter Müdigkeit, Konzentrationsprobleme, depressive Verstimmung, Gewichtszunahme oder Verdauungsbeschwerden.

Warum das so ist, wird kontrovers diskutiert. Als mögliche Ursachen gelten individuelle Unterschiede bei der Umwandlung von T4 in das aktive T3, Begleiterkrankungen, Autoimmunprozesse, die weiter bestehen, Entzündungen, Probleme bei der Aufnahme des Medikaments und andere, bislang unterschätzte Einflussfaktoren.

Genau deshalb suchen Forscher seit Jahren nach ergänzenden Ansätzen, die über die reine Hormonersatztherapie hinausgehen.

Schilddrüsenunterfunktion: Warum immer mehr Forscher verstärkt auf den Darm schauen

Der Darm – oder genauer gesagt das Darmmikrobiom – gehört seit Jahren zu den spannendsten Forschungsfeldern der Medizin. In den vergangenen Jahrzehnten haben Wissenschaftler weltweit geradezu erstaunliche Zusammenhänge zwischen dieser Gesamtheit aller Mikroorganismen im Verdauungstrakt – vorrangig Bakterien – und allerlei Gesundheitsbereichen herstellen können.

So beeinflussen unsere Darmbakterien nicht nur die Verdauung, sondern stehen in engem Austausch mit nahezu allen wichtigen Körpersystemen. Hierzu gehören unter anderem das Immunsystem, der Stoffwechsel, unsere Gewichtsentwicklung, Hauterkrankungen, Entzündungsprozesse, der Hormonhaushalt und sogar unsere Psyche.

Kein Wunder also, dass sich Wissenschaftler irgendwann die Frage stellten: Wenn das Mikrobiom so viele Prozesse beeinflusst, könnte es dann auch Einfluss auf die Schilddrüse haben?

So entstand ein neues Forschungsfeld: die sogenannte Darm-Schilddrüsen-Achse.

Die Darm-Schilddrüsen-Achse: Können die Bakterien im Darm wirklich Einfluss darauf haben, ob sich eine Schilddrüsenunterfunktion entwickelt?

Vor dem Hintergrund der hohen Fallzahlen und der großen Auswirkungen auf das körperliche Wohlbefinden dauerte es also nicht lange, bis sich immer mehr renommierte Wissenschaftler mit dieser Verbindung auseinandersetzten.

Gut Thyroid Axis Illustration

Besonders Aufsehen erregte eine Studie aus dem Jahr 2020 von Xinhuan Su zur primären Hypothyreose. Dazu verglichen sie das Darmmikrobiom von 52 Patienten mit Schilddrüsenunterfunktion mit dem gesunder Kontrollpersonen.

Das Ergebnis ließ aufhorchen: Die Zusammensetzung des Mikrobioms unterschied sich deutlich. Bestimmte, wünschenswerte Bakteriengruppen waren reduziert, andere, weniger wünschenswerte, überrepräsentiert.

Doch die Wissenschaftler gingen noch einen Schritt weiter. Sie transplantierten das Mikrobiom der betroffenen Patienten in keimfreie Mäuse, also solche, die über kein eigenes Mikrobiom verfügen. Was dann passierte, erstaunte selbst Sus Team: Nach dieser Mikrobiom-Transplantation entwickelten die Tiere Veränderungen der Schilddrüsenwerte und des Stoffwechsels!

Für Forscher war das ein besonders spannender Hinweis, weil hier nicht nur ein statistischer Zusammenhang beobachtet wurde, sondern ein möglicher funktioneller Einfluss des Mikrobioms auf die Schilddrüse.

Auch andere Studien kamen zu ähnlichen Ergebnissen. Bei Patienten mit Hashimoto-Thyreoiditis zeigte sich wiederholt eine verringerte bakterielle Vielfalt sowie auffällige Verschiebungen bestimmter Bakterienstämme im Darm. Und das war nur der Anfang immer umfassenderer Entdeckungen rund um die Verbindung zwischen Darm und Schilddrüse.

Weitere Arbeiten fanden Zusammenhänge zwischen bestimmten Darmbakterien und einem erhöhten Thyroidea-stimulierenden Hormon (TSH), niedrigeren freien Schilddrüsenhormonen, Schilddrüsenantikörpern und allgemeinen Entzündungsmarkern.

Das ist deshalb so relevant, weil das Mikrobiom gleich auf mehreren Ebenen Einfluss auf dieses kleine, aber doch so wichtige Organ nehmen könnte:

1

Über das Immunsystem

Da Hashimoto eine Autoimmunerkrankung ist, spielt die Regulation des Immunsystems eine zentrale Rolle. Da sich ein großer Teil des Immunsystems im Darm befindet, ist das Mikrobiom hier maßgeblich beteiligt.

2

Über die Nährstoffaufnahme

Jod, Selen, Eisen und Zink werden über den Darm aufgenommen. Eine gestörte Darmfunktion kann diese Aufnahme, die Bioverfügbarkeit, verringern und dazu beitragen, dass nicht genügend Schilddrüsen-Hormone produziert werden können.

3

Über Entzündungen

Ein unausgeglichenes Mikrobiom kann unterschwellige Entzündungsprozesse fördern, die wiederum hormonelle Systeme beeinflussen.

4

Über den Stoffwechsel

Kurzkettige Fettsäuren und andere bakterielle Stoffwechselprodukte wirken auf zahlreiche hormonelle Regelkreise, darunter auch die der Schilddrüse.

Noch sind nicht alle Mechanismen endgültig geklärt. Doch für viele Wissenschaftler ist klar: Die Schilddrüse arbeitet nicht isoliert – sie steht in enger Verbindung mit dem Darm.

Warum sowohl Forschung als auch Betroffene nun auf sogenannte Probiotika blicken

Wenn das Mikrobiom tatsächlich eine so große Rolle spielen kann, liegt eine Frage nahe: Ließe sich nicht genau an einer, wie in den Studien nachgewiesenermaßen problematischen Verschiebung der Bakterienvielfalt und Vielzahl im Darm ansetzen? Hier geraten sogenannte Probiotika zunehmend in den Fokus. Dabei handelt es sich um Präparate mit lebenden Mikroorganismen.

Woman Taking Probiotic Capsule With Water

Die Idee dahinter: Wenn ein gestörtes Mikrobiom mit Entzündungen, Nährstoffproblemen oder Immunfehlsteuerungen zusammenhängt, könnte eine gezielte Unterstützung des Darms auch Einfluss auf das allgemeine Wohlbefinden und möglicherweise auf schilddrüsenbezogene Beschwerden haben? Kein Wunder also, dass viele Betroffene ihren Blick zunehmend hoffnungsvoll in Richtung dieser Präparate wenden.

Wenn Probiotika tatsächlich so viel Potenzial haben, drängt sich die Frage auf: Welches Produkt ist wirklich dafür geeignet? Ist Probiotikum gleich Probiotikum oder gibt es Qualitätsunterschiede?

Unsere Redaktion hat zu diesem Zweck einen umfangreichen Test durchgeführt. Eines bereits vorweg: Es lohnt sich, genau hinzusehen.

Was macht ein Mikrokulturenpräparat aus?

Hinweis: Der Begriff „Probiotikum“ ist zwar weit verbreitet, darf zur Bewerbung eines entsprechenden Produktes jedoch nicht mehr verwendet werden.

Die Redaktion hat sich stattdessen für den passenderen Begriff „Mikrokulturenpräparat“ entschieden.

Nach eingehender Recherche haben unsere Experten die 5 wichtigsten Qualitätsmerkmale identifiziert und im Anschluss daran 5 aktuell sehr bekannte Produkte auf diese Merkmale hin geprüft.

Qualitätsmerkmal 1: Die Anzahl der enthaltenen Bakterienstämme

Ein gutes Mikrokulturenpräparat versucht, in seiner Zusammensetzung der eines ausgeglichenen menschlichen Darmmikrobioms möglichst nahezukommen. Im Prinzip soll es quasi eine Stuhltransplantation imitieren – jedoch ohne den Ekelfaktor. Nun beherbergt ein menschlicher Darm aber nicht nur 3 bis 10 verschiedene Bakterienstämme, sondern weitaus mehr. Entsprechend sollten mindestens 50 verschiedene Stämme enthalten sein.

Qualitätsmerkmal 2: Die Dosierung der koloniebildenden Einheiten

Zwar klingen Zahlen wie 2, 4 oder 10 Mrd. KBE zuerst einmal sehr beeindruckend, jedoch enthält ein gesunder Darm nach aktueller Forschungslage 10 bis 100 Billionen Bakterien. Präparate mit einer zu geringen Dosierung fallen dadurch nicht genügend ins Gewicht, um tatsächlich eine Veränderung bewirken zu können. Experten empfehlen aktuell Produkte mit mindestens 20 Mrd. KBE.

Qualitätsmerkmal 3: Die Unterstützung der Darmschleimhaut

Damit sich die Mikrokulturen überhaupt im Darm ansiedeln und dort ihre Arbeit verrichten können, brauchen sie einen entsprechenden Nährboden: eine intakte Darmschleimhaut. Das Problem: Diese ist gerade bei Darmproblemen oft bereits in Mitleidenschaft gezogen, was die Ansiedelung der guten Bakterien erschwert. Mikrokulturenpräparate sollten daher neben Bakterien auch Stoffe enthalten, welche die Darmschleimhaut unterstützen, wie zum Beispiel die B-Vitamine Niacin und Biotin.

Qualitätsmerkmal 4: Die Stabilität der Verpackung

Die Bakterien in einem Mikrokulturenpräparat werden bei der Herstellung durch Gefriertrocknung in eine Art Winterschlaf versetzt. Kommen sie in Kontakt mit Feuchtigkeit, „erwachen“ sie. Liegen dann geeignete Nahrungsquellen vor – was im Darm der Fall ist –, gedeihen die Bakterien. Das Problem: Viele Verpackungsformen schützen die Präparate nicht ausreichend vor Feuchtigkeit.

Sind Kapseln zum Beispiel nicht einzeln, sondern zusammen in einer Plastikdose oder einem Glas verpackt, kommen die Produkte bei jedem Öffnen in Kontakt mit Luft beziehungsweise Feuchtigkeit. Die Folge: Die Bakterien können zu früh erwachen, finden dann jedoch in der Kapsel keine Nahrung – und verhungern.

Bei Plastikverpackungen kommt erschwerend hinzu, dass das Material Feuchtigkeit nicht vollständig abhält: Winzige Mengen an Feuchtigkeit können die Verpackung passieren. In diesen Fällen sind bei der Einnahme daher nicht selten schon alle enthaltenen Bakterien abgestorben.

Als Verpackungsgoldstandard gelten sogenannte Alu-Alu-Blister, bei denen jede Kapsel einzeln in eine Aluminiumkammer gebettet ist und somit optimal geschützt ist.

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Alu-Alu-Blister schützen Bakterien in ihren Kapseln optimal vor Feuchtigkeit.

Qualitätsmerkmal 5: Qualitätsstandards und Zertifizierung

Leider gibt es von gesetzlicher Seite kaum Vorgaben zur Herstellung von Mikrokulturenpräparaten. Aus diesem Grund werben viele Hersteller mit Zertifizierungen – die oft aber nur einen Mindeststandard abdecken. Deshalb ist es besonders wichtig, die ausgelobten Zertifizierungen genauer zu betrachten.

Den höchsten Standard sichert die Produktion nach GMP (Good Manufacturing Practice), dem Arzneimittelproduktions-Standard. Nur bei GMP-zertifizierten Herstellern können Verbraucher sicher sein, dass die Mikrokulturenpräparate nach diesem besonders hohen Standard gefertigt wurden.

Entsprechend diesen Kriterien haben wir fünf aktuell weit verbreitete Produkte untersucht und sind zu folgendem Ergebnis gekommen:

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Unser Testsieger

Kijimea K53 Advance

95/100
Kijimea K53 Advance online kaufen
Platz1

K53 Advance

Kijimea K53 Advance
Gesamtwertung
95
Anzahl an Stämmen
100
Dosierung
75
Darmschleimhaut
100
Verpackung
100
GMP-zertifiziert
100

Vorteile

Der Hersteller ist in medizinischen Kreisen für seine Forschung und Innovationen bekannt.

Mit bereits einer leicht zu schluckenden Kapsel ist die Tagesdosis abgedeckt.

Das Produkt ist gluten-, fruktose- und laktosefrei sowie frei von Zusatz-, Konservierungs- und Aromastoffen und Süßungsmitteln.

Nachteile

Cross Black

Zwar sind die Kapseln sowohl über den eigenen Shop als auch über Amazon und diverse Online-Apotheken bestellbar, doch hatte der Hersteller zuletzt aufgrund der großen Nachfrage offenbar Schwierigkeiten mit der Verfügbarkeit.

K53 Advance stammt von dem in der Bakterienforschung etablierten deutschen Unternehmen SYNformulas. Diese Firma erfreut sich dank eigener wissenschaftlicher Forschung, die sogar schon im weltweit renommierten Fachjournal „The Lancet“ publiziert wurde, eines großen Ansehens in medizinischen Fachkreisen.

Das zeigt sich auch bei der genaueren Betrachtung des Produkts: K53 Advance bietet mit 53 enthaltenen Bakterienstämmen die größte Vielfalt. Außerdem weist das Mikrokulturenpräparat die höchste Dosierung auf und enthält zusätzlich sowohl Biotin als auch Niacin für die Unterstützung der Darmschleimhaut.

Die Verpackung im Alu-Alu-Blister entspricht dem Goldstandard, denn sie schützt jede Kapsel von der Herstellung bis zum Verzehr optimal vor Luft und Feuchtigkeit. Außerdem sind sowohl der Herstellungsprozess als auch die Anlagen, auf denen das Präparat hergestellt wird, nach dem strengen Arzneimittel-Standard GMP-zertifiziert.

Damit erreicht K53 Advance einen Durchschnitt von 95 von 100 Punkten und ist unser Testsieger.

Was uns speziell bei unseren Recherchen zu diesem Produkt in besonderem Maße ins Auge gestochen ist, sind die zahlreichen überaus positiven Kundenbewertungen, die unseren eigenen Eindruck von dem Präparat unterstreichen. Hier einige Beispiele:

Paul B.

„Ich bin begeistert über die positive Veränderung. Jedem nur zu empfehlen. Angefangen von schnellem Versand bis zur schnellen Wirkung TOP!“

Mathilda M.

„Ich habe lange nach einem Probiotika gesucht das nach den höchsten wissenschaftlichen Standards produziert und verpackt wird. Wenn man sich mit dem Thema ein wenig beschäftigt, wird schnell klar, dass Kijimea hier einfach einen anderen Qualitätsanspruch hat als andere – ich bin super zufrieden!!!“

Anita Z.

„Nehme das Produkt jetzt seit einigen Wochen und fühle mich bereits deutlich besser. Habe es auch bereits an eine Freundin weitergegeben.“

Kijimea K53 Advance

Kijimea K53 Advance konnte auf ganzer Linie überzeugen und landet daher mit 95 Punkten verdient auf dem 1. Platz.

Besonders beeindruckend: Das Produkt enthält ganze 53 verschiedene Bakterienstämme, weitaus mehr als das zweitplatzierte Präparat.

Kijimea K53 Advance online kaufen

Flora Intenso

Floraintense Tp
Gesamtwertung
65
Anzahl an Stämmen
50
Dosierung
50
Darmschleimhaut
100
Verpackung
25
GMP-zertifiziert
100

Vorteile

Modernes, farbenfrohes Verpackungsdesign.

Akazienfaser als Präbiotikum auch bei Fruktoseintoleranz geeignet.

Riboflavin (Vitamin B2) unterstützt die Darmschleimhaut.

Nachteile

Cross Black

23 Bakterienstämme reichen nicht ganz aus.

Cross Black

Die Dosierung fällt zu gering aus.

Mit großem Abstand auf dem zweiten Platz landet Flora Intenso von Scheunengut. Die Anzahl der Bakterienstämme liegt mit 23 im Durchschnitt; dagegen kann die Dosierung mit gerade einmal 10,5 Milliarden KBE je Tagesdosis nicht überzeugen.

Erfreulich ist hingegen die Zugabe von Akazienfaser, das den Bakterien als Nahrung im Darm zur Verfügung steht und auch bei Fruktoseintoleranz geeignet ist. Zur Unterstützung der Darmschleimhaut greift der Hersteller auf das B-Vitamin Riboflavin zurück. Das hübsch gestaltete Fläschchen täuscht allerdings nicht darüber hinweg, dass die Bakterien kaum vor dem Eindringen von Luftfeuchtigkeit geschützt sind. Erfreulich ist dagegen die Qualitätssicherung: Scheunengut produziert auf GMP-zertifizierten Anlagen.

Floraintense Tp

Mit 65 Punkten sichert sich Flora Intenso den 2. Platz, allerdings mit großem Abstand.

Zwar kann das Produkt mit der Zugabe von Riboflavin zur Unterstützung der Darmschleimhaut sowie einer GMP-Zertifizierung aufwarten, doch lassen sowohl Dosierung als auch Diversität zu wünschen übrig.

Supermikroben

Fairment Supermikroben
Gesamtwertung
55
Anzahl an Stämmen
0
Dosierung
25
Darmschleimhaut
100
Verpackung
50
GMP-zertifiziert
100

Vorteile

Das moderne, farbenfrohe Verpackungsdesign sorgt für gute Laune.

Akazienfasern liefern als hochwertiges Präbiotikum Nahrung für die Bakterien.

Zink soll das Immunsystem noch weiter unterstützen.

Nachteile

Cross Black

3 Bakterienstämme sind für ein solches Präparat leider nicht ausreichend.

Cross Black

Die Dosierung fällt zu gering aus.

Die viel beworbenen Supermikroben landen mit gerade einmal 3 Bakterienstämmen in unserem Test auf dem dritten Platz. Die Dosierung ist mit lediglich 6 Mrd. KBE eher am unteren Ende des Spektrums zu verorten.

Zur Unterstützung der Schleimhäute sind sowohl Niacin als auch Riboflavin enthalten. Mit Akazienfasern wurde ein hochwertiges Präbiotikum zugesetzt. Die Kapseln werden allerdings in einem Beutel geliefert und können anschließend in ein Glas umgefüllt werden. Idealer wäre die Verpackung in einem Alu-Alu-Blister aufgrund des besseren Schutzes.

Die Herstellung erfolgt nach GMP-Standards, was Vertrauen schafft.

Fairment Supermikroben

Die „Supermikroben“ landen mit 55 Punkten im Mittelfeld. Einige sehr positive Aspekte können jedoch nicht das zentrale Manko dieses Produktes aushebeln: die geringe Diversität an Bakterienstämmen sowie die eher enttäuschende Dosierung.

Probaflor
Probaflor Tp
Gesamtwertung
35
Anzahl an Stämmen
25
Dosierung
75
Darmschleimhaut
0
Verpackung
50
GMP-zertifiziert
25

Vorteile

Inulin dient den enthaltenen Bakterien als Präbiotikum.
Die Kapseln sind über den eigenen Onlineshop, Amazon sowie Online-Apotheken bestellbar und damit gut verfügbar.

Nachteile

Cross Black
Die Anzahl der Bakterienstämme ist eher gering.
Cross Black
Das Produkt enthält keine zusätzlichen Inhaltsstoffe, um eine geschädigte Darmschleimhaut zu unterstützen.
Cross Black
Insbesondere in Bezug auf die 3-Monats-Dose ist aufgrund der Verpackung die Stabilität der Kapseln fraglich.

Probaflor liefert leider nur 11 Bakterienstämme und liegt damit im hinteren Feld. Erfreulich sind dagegen die hohe Dosierung von 20 Mrd. KBE sowie die Zugabe von Inulin.

Bei der Verpackung macht der Hersteller wiederum Abstriche: Zwar ist die Plastikdose mit einer speziellen Schicht ausgestattet, welche eingedrungene Feuchtigkeit binden soll, jedoch liegen der Redaktion keine überprüfbaren Daten vor, inwieweit dies über die gesamte Dauer des Gebrauchs gewährleistet ist. Der Hersteller gibt an, nach ISO- und FDA-Standards zertifiziert zu sein, macht aber keine Angaben zu einer GMP-Zertifizierung.

Probaflor Tp

Mit 35 Punkten landet Probaflor von Nupure auf dem 4. Platz.

Positiv hervorzuheben ist dabei die Dosierung, leider enttäuscht das Produkt dafür in Bezug auf Vielfalt der Bakterienstämme sowie bei der Verpackung.

Mighty Biotics

Mightyelements Mightybiotics Pulver
Gesamtwertung
30
Anzahl an Stämmen
50
Dosierung
75
Darmschleimhaut
0
Verpackung
25
GMP-zertifiziert
0

Vorteile

Vegan und in Bio-Qualität.

Akazienfasern liefern als hochwertiges Präbiotikum Nahrung für die Bakterien.

Hohe Dosierung.

Nachteile

Cross Black

23 Bakterienstämme sind für ein solches Präparat leider nicht ausreichend.

Cross Black

Überlebensfähigkeit der Bakterien über Anwendungszeitraum fraglich.

Leider sind die Mighty Biotics von Mighty Elements nicht ganz so kraftvoll, wie der Name vermuten lässt. Mit 23 Stämmen ist die Diversität respektabel, aber dennoch nicht hoch genug. Dafür hat der Hersteller mit Bio-Akazienfaser an ein Präbiotikum gedacht. Inhaltsstoffe zur Unterstützung der Darmschleimhaut fehlen hingegen vollends – ebenso wie eine vertrauenschaffende GMP-Zertifizierung.

Weniger überzeugen konnte uns die Verpackung: Nicht nur kommt der wertvolle Inhalt bei jedem Öffnen des Glasfläschchens mit Luftfeuchtigkeit in Kontakt. Die im losen Pulver enthaltenen Bakterien sind dieser ohne schützende Kapsel ausgesetzt.

Mit der Dosierung von 20 Mrd. KBE reichen die Mighty Biotics immerhin an den Testsieger heran. Dennoch reicht es in der Gesamtwertung lediglich für Platz 5.

Mightyelements Mightybiotics Pulver

Bei Mighty Biotics reicht es nur für 30 Punkte und damit den 5. Platz. Die Darmschleimhaut unterstützende Stoffe fehlen ebenso wie eine GMP-Zertifizierung. Und auch die Verpackung überzeugt kaum. Das kann leider nicht einmal die hohe Dosierung auffangen.

Fazit

Der Darm steht aktuell im Fokus medizinischer Forschung – wir meinen zu Recht! Bereits jetzt lässt sich der große Einfluss dieses Organs und seiner bakteriellen Bewohner auf viele Gesundheitsbereiche erahnen. Gleichzeitig zeigt sich aber, dass der heutzutage verbreitete stressige Lebensstil unser Darmmikrobiom negativ beeinflussen kann.

Mikrokulturenpräparate können dann in vielen Fällen eine sinnvolle Ergänzung sein. Jedoch zeigt sich bei genauerer Betrachtung, dass sich zwischen den auf dem Markt befindlichen Produkten doch enorme Qualitätsunterschiede ausmachen lassen.

Daher ist es besonders wichtig, sich vor dem Kauf umfassend zu informieren.

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Kijimea K53 Advance

Bewertung im Vergleich: 95/100
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Platz1Kijimea K53 Advance

Wissenschaftliche Quellen

Ruddat M. (2025): Warum viele Menschen L-Thyroxin nehmen, obwohl sie es nicht bräuchten, Spiegel Health, Ausgabe Nr. 32, https://www.stiftung-arzneimittelsicherheit.de/wp-content/uploads/2025/10/Spiegel-Warum-viele-Menschen-L-Thyroxin-nehmen.pdf

Peterson S.J., Cappola A.R., et al. (2018): An Online Survey of Hypothyroid Patients Demonstrates Prominent Dissatisfaction. Thyroid. 2018 Jun;28(6):707-721. doi: 10.1089/thy.2017.0681.

Saravanan P., Chau W.F. et al. (2002): Psychological well-being in patients on 'adequate' doses of l-thyroxine: results of a large, controlled community-based questionnaire study. Clin Endocrinol (Oxf). 2002 Nov;57(5):577-85. doi: 10.1046/j.1365-2265.2002.01654.x.

Su X., Zhao Y., et al. (2020): Gut dysbiosis is associated with primary hypothyroidism with interaction on gut-thyroid axis. Clin Sci (Lond). 2020 Jun 26;134(12):1521-1535. doi: 10.1042/CS20200475.

Liu S., An Y., et al. (2020): The Composition of Gut Microbiota in Patients Bearing Hashimoto's Thyroiditis with Euthyroidism and Hypothyroidism. Int J Endocrinol. 2020 Nov 10;2020:5036959. doi: 10.1155/2020/5036959.

Shi C., Chen J., et al. (2024): Cross-talk between the gut microbiota and hypothyroidism: a bidirectional two-sample Mendelian randomization study. Front Nutr. 2024 Mar 18;11:1286593. doi: 10.3389/fnut.2024.1286593.

Über den Verfasser

Frank Mehrbach

Frank Mehrbach wurde 1965 in Hamburg geboren und lebte seine Leidenschaft für das Schreiben schon früh durch sein Mitwirken in diversen Studentenzeitungen aus. Nach seiner akademischen Laufbahn besuchte er zahlreiche Seminare und Vorträge rund ums Thema Gesundheit, durch die er sein journalistisches Handwerk mit seiner Leidenschaft für Medizin kombinieren konnte. Mehrbach schrieb für verschiedene medizinische Fachzeitschriften und Gesundheitsmagazine.

2005 trat Frank Mehrbach schließlich dem Redaktionsteam von Spiegel der Gesundheit bei. Dank seiner fundierten Kenntnisse aus dem Gesundheitssektor und seinem Talent für präzise und verständliche Wissenschaftskommunikation stieg er schnell die Karriereleiter hoch. Im Jahr 2015 übernahm er die Position des Chefredakteurs.

Unter Mehrbachs Leitung veröffentlicht Spiegel der Gesundheit eine Vielzahl von Artikeln und Reportagen, die sich sowohl an medizinisches Fachpublikum als auch interessierte Laien richtet. Sein Ziel ist es, komplexe medizinische Themen verständlich darzustellen und gleichzeitig den neuesten Stand der Forschung zu präsentieren. Frank Mehrbach ist bekannt für seine sorgfältige Recherche und sein Engagement für qualitativ hochwertigen Journalismus.

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