In Deutschland leben rund 17 Millionen Menschen mit einer rheumatischen Erkrankung. Die Symptome? Quälende, chronische Schmerzen, geschwollene Gelenke, Bewegungseinschränkungen – begleitet von Müdigkeit, Gewichtsverlust oder ständigem Krankheitsgefühl.

Die Standardtherapie besteht in den meisten Fällen aus Medikamenten, die das Immunsystem dämpfen. Doch diese Eingriffe haben ihren Preis: häufige Nebenwirkungen wie Infektanfälligkeit, Magen-Darm-Beschwerden, Gewichtsschwankungen oder sogar Organprobleme. Für viele Betroffene ist das ein täglicher Drahtseilakt zwischen Wirkung und Nebenwirkung – und ein klarer Hilferuf nach alternativen, verträglicheren Maßnahmen.

Was steckt hinter Rheuma?

Rheuma ist kein einzelnes Leiden, sondern umfasst über 100 verschiedene Erkrankungen, die vor allem den Bewegungsapparat betreffen. Charakteristisch sind schubweise auftretende, oft chronische Schmerzen – insbesondere in Gelenken, Muskeln, Sehnen oder inneren Organen.

Obwohl es viele unterschiedliche Ausprägungen gibt, liegt hier der Fokus auf den entzündlich-rheumatischen Erkrankungen. Teilweise handelt es sich dabei um Autoimmunerkrankungen, bei denen das Immunsystem fälschlicherweise körpereigenes Gewebe angreift.

Female Hands Showing Carpal Tunnel Syndrome

Die häufigste Form davon ist die rheumatoide Arthritis (RA), die sich typischerweise durch Schwellungen, Morgensteifheit, Schmerzen und Bewegungseinschränkungen zeigt, vor allem an Händen, Füßen und Knien.

Warum sich das Immunsystem gegen den eigenen Körper richtet, ist bisher nur teilweise geklärt. Genetische Veranlagung, hormonelle Schwankungen, Infektionen oder Übergewicht gelten als mögliche Risikofaktoren, die die Entstehung rheumatischer Erkrankungen begünstigen können.

Zugleich zeigt die Forschung immer deutlicher, dass der Darm, das Immunsystem und Entzündungen eng miteinander verknüpft sind und gerade das sogenannte Mikrobiom eine zentrale Rolle dabei spielen könnte.

Der Darm und sein Mikrobiom: die Regulatoren unserer Gesundheit

Unser Darmmikrobiom – also die Gesamtheit der Mikroorganismen in unserem Darm, insbesondere Bakterien – gilt als äußerst vielfältig und divers: Nach heutigem Kenntnisstand besteht es aus über 100 verschiedenen Bakteriengattungen.

Diese Mikroorganismen erfüllen zahlreiche Aufgaben: Sie unterstützen nicht nur die Verdauung, sondern beeinflussen auch Haut, Gewicht, Psyche – und vor allem das Immunsystem.

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Häufig gerät das Mikrobiom jedoch aus dem Gleichgewicht – etwa durch unausgewogene Ernährung, Stress, Medikamente oder Infektionen. Die Folge: eine gestörte Bakterienvielfalt, auch Dysbiose genannt.

Genau diese Veränderungen stehen nach aktuellen Erkenntnissen in Verbindung mit unterschiedlichsten Beschwerden, darunter auch chronischen Entzündungen sowie einem beeinträchtigten Immunsystem.

Dass Darmmikrobiom und Immunsystem in einem derart engen Austausch stehen, hat Forscher zu einer entscheidenden Frage geführt:

Könnte eine gestörte Darmflora auch an der Entstehung entzündlich-rheumatischer Erkrankungen beteiligt sein?

Zahlreiche aktuelle Studien sprechen inzwischen genau dafür.

Der Darm als Taktgeber des Immunsystems – und seine Rolle bei Rheuma

Rund 70 bis 80 Prozent der Immunzellen des Körpers befinden sich im Darm. Kein Wunder also, dass die dort lebenden Mikroorganismen entscheidend an der Regulierung des Immunsystems beteiligt sind.

Tagtäglich muss das Immunsystem zwischen harmlosen und potenziell gefährlichen Reizen unterscheiden – entweder werden diese toleriert oder abgewehrt. Wenn jedoch das fein austarierte Gleichgewicht im Darmmikrobiom gestört ist, kann dies zu einer übermäßigen Aktivierung des Immunsystems führen.

Dies wiederum kann Entzündungen auslösen und Autoimmunprozesse begünstigen – wie es bei rheumatischen Erkrankungsformen der Fall ist, bei denen das Immunsystem irrtümlich körpereigenes Gewebe angreift. Dieser Zusammenhang wird auch als „Darm-Gelenk-Achse“ bezeichnet.

Darm-Gelenk-Achse

Tatsächlich belegen zahlreiche internationale Studien, dass sich das Darmmikrobiom von Menschen mit rheumatischen Beschwerden, insbesondere mit rheumatoider Arthritis, deutlich von dem gesunder Menschen unterscheidet.

So analysierte eine chinesische Forschergruppe der Shanxi Medical University insgesamt 18 Studien zu dem Thema. Ihr Fazit:

Betroffene mit rheumatoider Arthritis verfügen über insgesamt weniger vielfältige sowie weniger nützliche Darmbakterien im Vergleich zu Menschen ohne rheumatische Erkrankung.

Die entscheidende Frage, die sich in diesem Zusammenhang stellt, ist: Wie lässt sich nun ein Ungleichgewicht des Darmmikrobioms wiederherstellen, um Rheuma-Betroffenen die nötige Entlastung zu bieten?

Hier rücken zunehmend sogenannte Probiotika – also gezielt zugeführte, lebende Mikroorganismen, wie sie auch in der natürlichen Darmflora des Menschen vorkommen – in den Fokus.

Probiotika bei Rheuma – Hoffnung aus dem Darm?

Mehrere Studien auf unterschiedlichen Kontinenten zeigen den möglichen Einfluss probiotischer Präparate in Hinblick auf Entzündungsmarker, Krankheitsaktivität und das subjektive Befinden der Patienten.

Zu einem beeindruckenden Ergebnis kam unter anderem eine iranische Forschergruppe rund um den Ernährungswissenschaftler Beitullah Alipour. Die Wissenschaftler haben untersucht, wie sich die tägliche Einnahme von Probiotika bei Patienten mit rheumatoider Arthritis auswirkt.

Dafür wurden sie in zwei Gruppen unterteilt: Die eine Gruppe erhielt über acht Wochen hinweg zusätzlich zu ihrer normalen Medikation ein probiotisches Präparat mit Lactobacillus casei und die andere Gruppe ein Placebo.

Das Ergebnis: Die Einnahme mit den Laktobazillen führte zu einer signifikanten Senkung der Entzündungswerte, was sich unter anderem in der Anzahl schmerzhafter und geschwollener Gelenke zeigte!

Doctor Examining Human Knee Joint With Futuristic Holographic Technology Display In Hospital Setting For Medical Research And Analysis

Eine Forschergruppe um die renommierte Wissenschaftlerin Batol Zamani untersuchte auf ähnliche Weise den Einfluss von probiotisch zugeführten Bakterien auf Patienten mit rheumatoider Arthritis. Auch hier erhielt die erste Gruppe täglich über einen Zeitraum von acht Wochen ein Probiotikum mit Bakterien der Gattungen Lactobacillus acidophilus, Lactobacillus casei und Bifidobacterium bifidum, und die zweite Gruppe ein Placebo.

Am Ende zeigten sich in der Probiotika-Gruppe deutliche Verbesserungen:

Mehrere Entzündungsmarker im Körper (darunter IL-12, TNF-α und CRP) sanken signifikant. Unter anderem fiel der CRP-Wert (C-reaktives Protein) im Schnitt um mehr als 6 mg pro Liter Blut (der Normalwert liegt bei < 5 mg/L), während er in der Placebo-Gruppe sogar leicht anstieg.

Grundsätzlich gilt: Entzündungsmarker wie CRP oder TNF-α sind klare Indikatoren für Krankheitsaktivität bei rheumatoider Arthritis. Je höher ihre Konzentration, desto aktiver und schmerzhafter ist in der Regel die Entzündung in den Gelenken. Eine messbare Abnahme – wie sie hier der Fall ist – lässt also auf eine tatsächliche Verbesserung des Gesundheitszustands schließen.

Wenn Probiotika tatsächlich so viel Potenzial haben, drängt sich die Frage auf: Welches Produkt ist wirklich dafür geeignet? Ist Probiotikum gleich Probiotikum oder gibt es Qualitätsunterschiede?

Unsere Redaktion hat zu diesem Zweck einen umfangreichen Test durchgeführt. Eins bereits vorweg: Es lohnt sich, genau hinzusehen.

Was macht ein Mikrokulturenpräparat aus?

Hinweis: Der Begriff „Probiotikum“ ist zwar weit verbreitet, darf zur Bewerbung eines entsprechenden Produktes jedoch nicht mehr verwendet werden.

Die Redaktion hat sich stattdessen für den passenderen Begriff „Mikrokulturenpräparat“ entschieden.

Nach eingehender Recherche haben unsere Experten die 5 wichtigsten Qualitätsmerkmale identifiziert und im Anschluss daran 5 aktuell sehr bekannte Produkte auf diese Merkmale hin geprüft.

Qualitätsmerkmal 1: Die Anzahl der enthaltenen Bakterienstämme

Ein gutes Mikrokulturenpräparat versucht, in seiner Zusammensetzung der eines ausgeglichenen menschlichen Darmmikrobioms möglichst nahezukommen. Im Prinzip soll es quasi eine Stuhltransplantation imitieren – jedoch ohne den Ekelfaktor. Nun beherbergt ein menschlicher Darm aber nicht nur 3 bis 10 verschiedene Bakterienstämme, sondern weitaus mehr. Entsprechend sollten mindestens 50 verschiedene Stämme enthalten sein.

Qualitätsmerkmal 2: Die Dosierung der koloniebildenden Einheiten

Zwar klingen Zahlen wie 2, 4 oder 10 Mrd. KBE zuerst einmal sehr beeindruckend, jedoch enthält ein gesunder Darm nach aktueller Forschungslage 10 bis 100 Billionen Bakterien. Präparate mit einer zu geringen Dosierung fallen dadurch nicht genügend ins Gewicht, um tatsächlich eine Veränderung bewirken zu können. Experten empfehlen aktuell Produkte mit mindestens 20 Mrd. KBE.

Qualitätsmerkmal 3: Die Unterstützung der Darmschleimhaut

Damit sich die Mikrokulturen überhaupt im Darm ansiedeln und dort ihre Arbeit verrichten können, brauchen sie einen entsprechenden Nährboden: eine intakte Darmschleimhaut. Das Problem: Diese ist gerade bei Darmproblemen oft bereits in Mitleidenschaft gezogen, was die Ansiedelung der guten Bakterien erschwert. Mikrokulturenpräparate sollten daher neben Bakterien auch Stoffe enthalten, welche die Darmschleimhaut unterstützen, wie zum Beispiel die B-Vitamine Niacin und Biotin.

Qualitätsmerkmal 4: Die Stabilität der Verpackung

Die Bakterien in einem Mikrokulturenpräparat werden bei der Herstellung durch Gefriertrocknung in eine Art Winterschlaf versetzt. Kommen sie in Kontakt mit Feuchtigkeit, „erwachen“ sie. Liegen dann geeignete Nahrungsquellen vor – was im Darm der Fall ist –, gedeihen die Bakterien. Das Problem: Viele Verpackungsformen schützen die Präparate nicht ausreichend vor Feuchtigkeit.

Sind Kapseln zum Beispiel nicht einzeln, sondern zusammen in einer Plastikdose oder einem Glas verpackt, kommen die Produkte bei jedem Öffnen in Kontakt mit Luft beziehungsweise Feuchtigkeit. Die Folge: Die Bakterien können zu früh erwachen, finden dann jedoch in der Kapsel keine Nahrung – und verhungern.

Bei Plastikverpackungen kommt erschwerend hinzu, dass das Material Feuchtigkeit nicht vollständig abhält: Winzige Mengen an Feuchtigkeit können die Verpackung passieren. In diesen Fällen sind bei Einnahme daher nicht selten schon alle enthaltenen Bakterien abgestorben.

Als Verpackungsgoldstandard gelten sogenannte Alu-Alu-Blister, bei denen jede Kapsel einzeln in eine Aluminiumkammer gebettet ist und somit optimal geschützt ist.

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Alu-Alu-Blister schützen Bakterien in ihren Kapseln optimal vor Feuchtigkeit.

Qualitätsmerkmal 5: Qualitätsstandards und Zertifizierung

Leider gibt es von gesetzlicher Seite kaum Vorgaben zur Herstellung von Mikrokulturenpräparaten. Aus diesem Grund werben viele Hersteller mit Zertifizierungen – die oft aber nur einen Mindeststandard abdecken. Deshalb ist es besonders wichtig, die ausgelobten Zertifizierungen genauer zu betrachten.

Den höchsten Standard sichert die Produktion nach GMP (Good Manufacturing Practice), dem Arzneimittelproduktions-Standard. Nur bei GMP-zertifizierten Herstellern können Verbraucher sicher sein, dass die Mikrokulturenpräparate nach diesem besonders hohen Standard gefertigt wurden.

Entsprechend diesen Kriterien haben wir fünf aktuell weit verbreitete Produkte untersucht und sind zu folgendem Ergebnis gekommen:

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Unser Testsieger

Kijimea K53 Advance

95/100
Kijimea K53 Advance online kaufen
Platz1

K53 Advance

Kijimea K53 Advance
Gesamtwertung
95
Anzahl an Stämmen
100
Dosierung
75
Darmschleimhaut
100
Verpackung
100
GMP-zertifiziert
100

Vorteile

Der Hersteller ist in medizinischen Kreisen für seine Forschung und Innovationen bekannt.

Mit bereits einer leicht zu schluckenden Kapsel ist die Tagesdosis abgedeckt.

Das Produkt ist gluten-, fruktose- und laktosefrei sowie frei von Zusatz-, Konservierungs- und Aromastoffen und Süßungsmitteln.

Nachteile

Cross Black

Zwar sind die Kapseln sowohl über den eigenen Shop als auch über Amazon und diverse Online-Apotheken bestellbar, doch hatte der Hersteller zuletzt aufgrund der großen Nachfrage offenbar Schwierigkeiten mit der Verfügbarkeit.

K53 Advance stammt von dem in der Bakterienforschung etablierten deutschen Unternehmen SYNformulas. Diese Firma erfreut sich dank eigener wissenschaftlicher Forschung, die sogar schon im weltweit renommierten Fachjournal „The Lancet“ publiziert wurde, eines großen Ansehens in medizinischen Fachkreisen.

Das zeigt sich auch bei der genaueren Betrachtung des Produkts: K53 Advance bietet mit 53 enthaltenen Bakterienstämmen die größte Vielfalt. Außerdem weist das Mikrokulturenpräparat die höchste Dosierung auf und enthält zusätzlich sowohl Biotin als auch Niacin für die Unterstützung der Darmschleimhaut.

Die Verpackung im Alu-Alu-Blister entspricht dem Goldstandard, denn sie schützt jede Kapsel von der Herstellung bis zum Verzehr optimal vor Luft und Feuchtigkeit. Außerdem sind sowohl der Herstellungsprozess als auch die Anlagen, auf denen das Präparat hergestellt wird, nach dem strengen Arzneimittel-Standard GMP-zertifiziert.

Damit erreicht K53 Advance einen Durchschnitt von 95 von 100 Punkten und ist unser Testsieger.

Was uns speziell bei unseren Recherchen zu diesem Produkt in besonderem Maße ins Auge gestochen ist, sind die zahlreichen überaus positiven Kundenbewertungen, die unseren eigenen Eindruck von dem Präparat unterstreichen. Hier einige Beispiele:

Paul B.

„Ich bin begeistert über die positive Veränderung. Jedem nur zu empfehlen. Angefangen von schnellem Versand bis zur schnellen Wirkung TOP!“

Mathilda M.

„Ich habe lange nach einem Probiotika gesucht das nach den höchsten wissenschaftlichen Standards produziert und verpackt wird. Wenn man sich mit dem Thema ein wenig beschäftigt, wird schnell klar, dass Kijimea hier einfach einen anderen Qualitätsanspruch hat als andere – ich bin super zufrieden!!!“

Anita Z.

„Nehme das Produkt jetzt seit einigen Wochen und fühle mich bereits deutlich besser. Habe es auch bereits an eine Freundin weitergegeben.“

Kijimea K53 Advance

Kijimea K53 Advance konnte auf ganzer Linie überzeugen und landet daher mit 95 Punkten verdient auf dem 1. Platz.

Besonders beeindruckend: Das Produkt enthält ganze 53 verschiedene Bakterienstämme, weitaus mehr als das zweitplatzierte Präparat.

Kijimea K53 Advance online kaufen

Flora Intenso

Floraintense Tp
Gesamtwertung
65
Anzahl an Stämmen
50
Dosierung
50
Darmschleimhaut
100
Verpackung
25
GMP-zertifiziert
100

Vorteile

Modernes, farbenfrohes Verpackungsdesign.

Akazienfaser als Präbiotikum auch bei Fruktoseintoleranz geeignet.

Riboflavin (Vitamin B2) unterstützt die Darmschleimhaut.

Nachteile

Cross Black

23 Bakterienstämme reichen nicht ganz aus.

Cross Black

Die Dosierung fällt zu gering aus.

Mit großem Abstand auf dem zweiten Platz landet Flora Intenso von Scheunengut. Die Anzahl der Bakterienstämme liegt mit 23 im Durchschnitt; dagegen kann die Dosierung mit gerade einmal 10,5 Milliarden KBE je Tagesdosis nicht überzeugen.

Erfreulich ist hingegen die Zugabe von Akazienfaser, das den Bakterien als Nahrung im Darm zur Verfügung steht und auch bei Fruktoseintoleranz geeignet ist. Zur Unterstützung der Darmschleimhaut greift der Hersteller auf das B-Vitamin Riboflavin zurück. Das hübsch gestaltete Fläschchen täuscht allerdings nicht darüber hinweg, dass die Bakterien kaum vor dem Eindringen von Luftfeuchtigkeit geschützt sind. Erfreulich ist dagegen die Qualitätssicherung: Scheunengut produziert auf GMP-zertifizierten Anlagen.

Floraintense Tp

Mit 65 Punkten sichert sich Flora Intenso den 2. Platz, allerdings mit großem Abstand.

Zwar kann das Produkt mit der Zugabe von Riboflavin zur Unterstützung der Darmschleimhaut sowie einer GMP-Zertifizierung aufwarten, doch lassen sowohl Dosierung als auch Diversität zu wünschen übrig.

Supermikroben

Fairment Supermikroben
Gesamtwertung
55
Anzahl an Stämmen
0
Dosierung
25
Darmschleimhaut
100
Verpackung
50
GMP-zertifiziert
100

Vorteile

Das moderne, farbenfrohe Verpackungsdesign sorgt für gute Laune.

Akazienfasern liefern als hochwertiges Präbiotikum Nahrung für die Bakterien.

Zink soll das Immunsystem noch weiter unterstützen.

Nachteile

Cross Black

3 Bakterienstämme sind für ein solches Präparat leider nicht ausreichend.

Cross Black

Die Dosierung fällt zu gering aus.

Die viel beworbenen Supermikroben landen mit gerade einmal 3 Bakterienstämmen in unserem Test auf dem dritten Platz. Die Dosierung ist mit lediglich 6 Mrd. KBE eher am unteren Ende des Spektrums zu verorten.

Zur Unterstützung der Schleimhäute sind sowohl Niacin als auch Riboflavin enthalten. Mit Akazienfasern wurde ein hochwertiges Präbiotikum zugesetzt. Die Kapseln werden allerdings in einem Beutel geliefert und können anschließend in ein Glas umgefüllt werden. Idealer wäre die Verpackung in einem Alu-Alu-Blister aufgrund des besseren Schutzes.

Die Herstellung erfolgt nach GMP-Standards, was Vertrauen schafft.

Fairment Supermikroben

Die „Supermikroben“ landen mit 55 Punkten im Mittelfeld. Einige sehr positive Aspekte können jedoch nicht das zentrale Manko dieses Produktes aushebeln: die geringe Diversität an Bakterienstämmen sowie die eher enttäuschende Dosierung.

Probaflor
Probaflor Tp
Gesamtwertung
35
Anzahl an Stämmen
25
Dosierung
75
Darmschleimhaut
0
Verpackung
50
GMP-zertifiziert
25

Vorteile

Inulin dient den enthaltenen Bakterien als Präbiotikum.
Die Kapseln sind über den eigenen Onlineshop, Amazon sowie Online-Apotheken bestellbar und damit gut verfügbar.

Nachteile

Cross Black
Die Anzahl der Bakterienstämme ist eher gering.
Cross Black
Das Produkt enthält keine zusätzlichen Inhaltsstoffe, um eine geschädigte Darmschleimhaut zu unterstützen.
Cross Black
Insbesondere in Bezug auf die 3-Monats-Dose ist aufgrund der Verpackung die Stabilität der Kapseln fraglich.

Probaflor liefert leider nur 11 Bakterienstämme und liegt damit im hinteren Feld. Erfreulich sind dagegen die hohe Dosierung von 20 Mrd. KBE sowie die Zugabe von Inulin.

Bei der Verpackung macht der Hersteller wiederum Abstriche: Zwar ist die Plastikdose mit einer speziellen Schicht ausgestattet, welche eingedrungene Feuchtigkeit binden soll, jedoch liegen der Redaktion keine überprüfbaren Daten vor, inwieweit dies über die gesamte Dauer des Gebrauchs gewährleistet ist. Der Hersteller gibt an, nach ISO- und FDA-Standards zertifiziert zu sein, macht aber keine Angaben zu einer GMP-Zertifizierung.

Probaflor Tp

Mit 35 Punkten landet Probaflor von Nupure auf dem 4. Platz.

Positiv hervorzuheben ist dabei die Dosierung, leider enttäuscht das Produkt dafür in Bezug auf Vielfalt der Bakterienstämme sowie bei der Verpackung.

Mighty Biotics

Mightyelements Mightybiotics Pulver
Gesamtwertung
30
Anzahl an Stämmen
50
Dosierung
75
Darmschleimhaut
0
Verpackung
25
GMP-zertifiziert
0

Vorteile

Vegan und in Bio-Qualität.

Akazienfasern liefern als hochwertiges Präbiotikum Nahrung für die Bakterien.

Hohe Dosierung.

Nachteile

Cross Black

23 Bakterienstämme sind für ein solches Präparat leider nicht ausreichend.

Cross Black

Überlebensfähigkeit der Bakterien über Anwendungszeitraum fraglich.

Leider sind die Mighty Biotics von Mighty Elements nicht ganz so kraftvoll, wie der Name vermuten lässt. Mit 23 Stämmen ist die Diversität respektabel, aber dennoch nicht hoch genug. Dafür hat der Hersteller mit Bio-Akazienfaser an ein Präbiotikum gedacht. Inhaltsstoffe zur Unterstützung der Darmschleimhaut fehlen hingegen vollends – ebenso wie eine Vertrauen-schaffende GMP-Zertifizierung.

Weniger überzeugen konnte uns die Verpackung: Nicht nur kommt der wertvolle Inhalt bei jedem Öffnen des Glasfläschchens mit Luftfeuchtigkeit in Kontakt. Die im losen Pulver enthaltenen Bakterien sind dieser ohne schützende Kapsel ausgesetzt.

Mit der Dosierung von 20 Mrd. KBE reichen die Mighty Biotics immerhin an den Testsieger heran. Dennoch reicht es in der Gesamtwertung lediglich für Platz 5.

Mightyelements Mightybiotics Pulver

Bei Mighty Biotics reicht es nur für 30 Punkte und damit den 5. Platz. Die Darmschleimhaut unterstützende Stoffe fehlen ebenso wie eine GMP-Zertifizierung. Und auch die Verpackung überzeugt kaum. Das kann leider nicht einmal die hohe Dosierung auffangen.

Fazit

Der Darm steht aktuell im Fokus medizinischer Forschung – wir meinen zu Recht! Bereits jetzt lässt sich der große Einfluss dieses Organs und seiner bakteriellen Bewohner auf viele Gesundheitsbereiche erahnen. Gleichzeitig zeigt sich aber, dass der heutzutage verbreitete stressige Lebensstil unser Darmmikrobiom negativ beeinflussen kann.

Mikrokulturenpräparate können dann in vielen Fällen eine sinnvolle Ergänzung sein. Jedoch zeigt sich bei genauerer Betrachtung, dass sich zwischen den auf dem Markt befindlichen Produkten doch enorme Qualitätsunterschiede ausmachen lassen.

Daher ist es besonders wichtig, sich vor dem Kauf umfassend zu informieren.

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Kijimea K53 Advance

Bewertung im Vergleich: 95/100
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Platz1Kijimea K53 Advance

Wissenschaftliche Quellen

Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie und Klinische Immunologie e.V. 2023. Rheuma in Zahlen. https://dgrh.de/Start/DGRh/Presse/Daten-und-Fakten/Rheuma-in-Zahlen.html

Deutsche Rheuma-Liga. Landesverband Hamburg e.V. Zehn Fakten zu Rheuma. https://www.rheuma-liga.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/Mediencenter/Presseinformationen/Pressemitteilungen/Zahlen_und_Fakten.pdf

Deutsche Rheuma-Liga. Landesverband Hamburg e.V. Der rheumatische Formenkreis. https://www.rheuma-liga-hamburg.de/der-rheumatische-formenkreis

AOK – Gesundheitswelt der AOK Sachsen-Anhalt. Rheuma – Wenn die Gelenke schmerzen. https://www.deine-gesundheitswelt.de/krankheit-behandlung-und-pflege/rheuma

Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh). 2021. Pressemappe zur Online-Pressekonferenz anlässlich des 49. Kongresses der DGRh, der 35. Jahrestagung der DGORh und der Wissenschaftlichen Herbsttagung der GKJR. https://dgrh.de/dam/jcr%3A8b4741e8-6e0d-4976-a9a1-401f01fefa60/2021 Pressemappe Kongress PK.pdf

Su QY, Zhang Y, Qiao D, Song X, Shi Y, Li RQ, et al. Gut microbiota dysbiosis in rheumatoid arthritis: a systematic review and meta-analysis. Explor Med. 2024;5:709–19. https://doi.org/10.37349/emed.2024.00251

Alipour B, Homayouni-Rad A, Vaghef-Mehrabany E, Sharif SK, Vaghef-Mehrabany L, Asghari-Jafarabadi M, Nakhjavani MR, Mohtadi-Nia J. Effects of Lactobacillus casei supplementation on disease activity and inflammatory cytokines in rheumatoid arthritis patients: a randomized double-blind clinical trial. Int J Rheum Dis. 2014 Jun;17(5):519-27. doi: 10.1111/1756-185X.12333. Epub 2014 Mar 27. PMID: 24673738.

Zamani B, Golkar HR, Farshbaf S, Emadi-Baygi M, Tajabadi-Ebrahimi M, Jafari P, Akhavan R, Taghizadeh M, Memarzadeh MR, Asemi Z. Clinical and metabolic response to probiotic supplementation in patients with rheumatoid arthritis: a randomized, double-blind, placebo-controlled trial. Int J Rheum Dis. 2016 Sep;19(9):869-79. doi: 10.1111/1756-185X.12888. Epub 2016 May 2. PMID: 27135916.

Über den Verfasser

Frank Mehrbach

Frank Mehrbach wurde 1965 in Hamburg geboren und lebte seine Leidenschaft für das Schreiben schon früh durch sein Mitwirken in diversen Studentenzeitungen aus. Nach seiner akademischen Laufbahn besuchte er zahlreiche Seminare und Vorträge rund ums Thema Gesundheit, durch die er sein journalistisches Handwerk mit seiner Leidenschaft für Medizin kombinieren konnte. Mehrbach schrieb für verschiedene medizinische Fachzeitschriften und Gesundheitsmagazine.

2005 trat Frank Mehrbach schließlich dem Redaktionsteam von Spiegel der Gesundheit bei. Dank seiner fundierten Kenntnisse aus dem Gesundheitssektor und seinem Talent für präzise und verständliche Wissenschaftskommunikation stieg er schnell die Karriereleiter hoch. Im Jahr 2015 übernahm er die Position des Chefredakteurs.

Unter Mehrbachs Leitung veröffentlicht Spiegel der Gesundheit eine Vielzahl von Artikeln und Reportagen, die sich sowohl an medizinisches Fachpublikum als auch interessierte Laien richtet. Sein Ziel ist es, komplexe medizinische Themen verständlich darzustellen und gleichzeitig den neuesten Stand der Forschung zu präsentieren. Frank Mehrbach ist bekannt für seine sorgfältige Recherche und sein Engagement für qualitativ hochwertigen Journalismus.

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