Samstagabend, 17:42 Uhr: Eine Nachricht, die alles verändert.

Das Kleid liegt seit Tagen bereit. Die Verabredung mit der besten Freundin ist seit fast sechs Wochen geplant. Italiener in der Innenstadt, danach vielleicht noch ein Glas Wein. Vorfreude, die selten geworden ist.

Doch um 17:42 Uhr beginnt das vertraute Ziehen. Erst ein leichter Druck, dann das Krampfen, das jeder Crohn-Patient kennt. Eine halbe Stunde später schreibt sie die Nachricht, die sie sie so nie wieder schreiben wollte: „Es tut mir so leid. Ich schaffe es heute doch nicht.“

Beim Arzt zuletzt: Werte gut. Entzündungsmarker unauffällig. Die Kontrollkoloskopie hatte keinen aktiven Schub gezeigt. Morbus Crohn in Remission, schwarz auf weiß. Und trotzdem dieses Gefühl, dem eigenen Darm ausgeliefert zu sein. Wieder einmal.

Wenn die Entzündung ruht – aber der Bauch nicht

Wer mit Morbus Crohn lebt, kennt das Versprechen der Remission: weniger Schübe, weniger Schmerzen, weniger Angst vor dem nächsten Tag. Doch für viele Betroffene löst sich dieses Versprechen nur halb ein. Die Bauchschmerzen kommen wieder. Die Blähungen. Das plötzliche, dringende Gefühl, eine Toilette finden zu müssen. Und niemand kann es so richtig erklären.

Lange galten diese Restbeschwerden in der Medizin als Rätsel – oder schlimmer: als Einbildung. „Ihre Werte sind gut, das muss psychisch sein“, hören Betroffene immer wieder. Doch in den vergangenen Jahren haben Forscher eine andere Spur verfolgt. Eine Spur, die nicht in den Kopf führt, sondern tief hinein in die Barriere des Darms.

Was Studien an Crohn-Patienten in Remission zeigen:

  • Rund 32,5 % aller Betroffenen mit chronisch-entzündlicher Darmerkrankung in Remission haben weiter wiederkehrende Darmbeschwerden
  • Bei Morbus Crohn in Langzeitremission steigt der Anteil auf bis zu 35 %
  • Das ist etwa dreimal so häufig wie in der Allgemeinbevölkerung

Morbus Crohn: Symptome, Ursachen und das, was bleibt

Morbus Crohn ist eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung, die sich in Schüben zeigt: Bauchkrämpfe, Durchfälle, Müdigkeit und Gewichtsverlust. Als Ursachen gelten ein Zusammenspiel aus genetischer Veranlagung, einem fehlgeleiteten Immunsystem und Umweltfaktoren – ein Puzzle, das die Medizin bis heute nicht restlos gelöst hat.

Gut Barrier Comparison Healthy Damaged

Die gute Nachricht: Moderne Therapien können die Entzündung erstaunlich gut kontrollieren. Die unangenehme: Sie heilen den Darm nicht in jedem Detail. Selbst wenn Blutwerte, Stuhlproben und Endoskopie unauffällig sind, kann auf zellulärer Ebene noch immer etwas aus dem Lot sein. Genau hier beginnt das Rätsel der hartnäckigen Beschwerden.

Die Spur führt zur Darmbarriere

Die Innenseite des Darms ist mit einer hauchdünnen Zellschicht ausgekleidet, die wie eine Mauer wirkt: Sie lässt Nährstoffe passieren, hält aber Bakterien, Toxine und unverdaute Eiweiße zuverlässig zurück. Bei Morbus Crohn wird diese Barriere von Entzündungen schwer beansprucht. Beanspruchungen, die sie porös machen können – und sie bleibt es oft, auch wenn die akute Entzündung längst abgeklungen ist.

Forscher sprechen vom sogenannten „Leaky Gut“, einer erhöhten Durchlässigkeit der Darmbarriere.

Bei Crohn-Patienten wurde dieser Defekt selbst in beschwerdefreien Phasen wiederholt nachgewiesen. Was wie ein Detail klingt, hat handfeste Folgen: Durch die undichten Stellen gelangen Reizstoffe an die Nervenenden der Darmwand.

Das aktiviert das hochsensible enterische Nervensystem – und genau das erzeugt die typischen Reizdarm-Beschwerden: Krämpfe, Blähungen, Durchfall, Druckgefühl.

Anders gesagt:

Die Entzündung ist weg, die Verletzung ist es nicht.

Warum Ernährung allein das Problem oft nicht löst

Viele Betroffene haben über Jahre an ihrer Ernährung gefeilt. Sie haben Weizen weggelassen, Laktose gemieden, FODMAPs reduziert, mit Heilfasten und Aufbaukost experimentiert. Manches hilft. Vieles verbessert die Lebensqualität spürbar. Aber: Eine geschädigte Darmbarriere lässt sich nicht ausschließlich vom Teller aus reparieren.

Eine angepasste Morbus-Crohn-Ernährung bleibt wichtig – sie entlastet den Darm und reduziert Trigger. Sie repariert jedoch nicht die Schutzmauer, die jeden Tag aufs Neue beansprucht wird.

Ein Name für das Rätsel – und was die Forschung herausfand

Heute hat dieses Beschwerdebild einen Namen: Reizdarmsyndrom – ausgelöst nicht durch eine neue Erkrankung, sondern durch die porös gewordene Darmbarriere, die Morbus Crohn hinterlassen hat. Und genau hier hat die Forschung in den vergangenen Jahren einen wichtigen Schritt gemacht, als eine italienische Forschergruppe um den Mailänder Professor Guglielmetti einen ungewöhnlichen Bakterienstamm identifizierte.

Sein etwas sperriger Name:

B. bifidum MIMBb75

In Laborversuchen zeigte er eine bemerkenswerte Eigenschaft – er lagerte sich besonders stark an Epithelzellen der Darmbarriere an.

Diese Beobachtung brachte die Forscher auf eine Idee: Könnte dieser Stamm Menschen mit Reizdarm vielleicht tatsächlich helfen? Um die Frage zu beantworten, gab es nur einen Weg – den höchsten Standard der medizinischen Forschung: eine multizentrische, randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie. Den sogenannten Goldstandard.

Scientists Observing Bacteria

Diese Studie wurde unter Leitung von führenden deutschen Wissenschaftlern, Viola Andresen und Peter Layer vom Israelitischen Krankenhaus Hamburg, umgesetzt – mit 443 Reizdarm-Patientinnen und -Patienten an 20 Studienzentren. Es war die bislang größte OTC-Reizdarm-Studie, die je in Deutschland durchgeführt wurde. 2020 erschien sie in der weltweit renommierten Fachzeitschrift The Lancet Gastroenterology & Hepatology.

Und die Ergebnisse waren beeindruckend: HI-MIMBb75, der von Guglielmetti entdeckte Stamm in nochmals weiterentwickelter Form, zeigte eine signifikante Linderung aller Reizdarmbeschwerden, also von Durchfall, Bauchschmerzen, Blähungen und Verstopfung.

Die frühere Studie der Mailänder Gruppe um Prof. Guglielmetti hatte bereits in dieselbe Richtung gewiesen: Auch dort verbesserten sich Beschwerden und Lebensqualität messbar. Zwei unabhängige Studien, dasselbe Bild. Für eine Erkrankung, die so vielen Menschen jahrelang das Leben schwer macht, ist das eine Sensation.

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Kijimea Reizdarm PRO: der Stamm aus der Studie – jetzt für den Alltag

Auf dieser Grundlage entstand das Medizinprodukt Kijimea Reizdarm PRO, das den patentierten Bakterienstamm in hitzeinaktivierter Form (HI-MIMBb75) enthält. Wichtig zur Einordnung: Kijimea Reizdarm PRO ist ein Medizinprodukt und damit, anders als ein einfaches Nahrungsergänzungsmittel, an strengere regulatorische Anforderungen und einen nachzuweisenden medizinischen Zweck gebunden.

Sein Anwendungsgebiet ist die Linderung von Reizdarmbeschwerden: Durchfall, Bauchschmerzen, Blähungen und Verstopfung. Der enthaltene Bakterienstamm wird zudem in der ärztlichen S3-Leitlinie zur Behandlung des Reizdarmsyndroms aufgeführt.

Und auch die Stimmen tausender Patienten zur Wirksamkeit von Kijimea Reizdarm PRO sprechen eine deutliche Sprache:

Evelin G.

„Seit der Einnahme von dem Produkt habe ich mehr an Lebensqualität gewonnen.“

Johannes H.

„Kijimea Pro ist sehr gut verträglich. Meine Reizdarm Beschwerden haben sich deutlich verbessert. Bauchkrämpfe, Übelkeit, mal Durchfall, mal Verstopfung. All diese Beschwerden sind durch Kijimea Pro auf einem erträglichen Niveau. Ich nehme es jetzt 3 Monate und werde noch etwas verlängern. Ich kann jedem mit Reizdarm Problemen raten Kijimea auszuprobieren.“

Petra P.

„Bereits nach 3 Tagen konsequenter Einnahme von Kijimea habe ich eine merkliche Besserung meiner Darmprobleme beobachtet. Die Beschwerden haben sich in den Folgetagen weiterhin verbessert und ich bin mittlerweile (nach 10 Tagen) fast frei von den sehr lästigen Darmproblemen. Bin begeistert von der positiven Wirkung!“

Der außerordentliche Erfolg des Produktes führte dazu, dass der Hersteller immer wieder mit Lieferschwierigkeiten zu kämpfen hatte und Kijimea Reizdarm PRO zeitweise sogar ausverkauft war.

Da dieser die Einnahme über mindestens 12 Wochen empfiehlt, greifen viele Kunden gleich zu mehreren großen Packungen, um die Einnahme auch während etwaiger Engpässe lückenlos fortführen zu können. Zeitweise musste der Hersteller deswegen die Abgabe sogar auf 3 Packungen begrenzen.

Die beste Verfügbarkeit gab es zuletzt direkt beim Hersteller unter Kijimea.de. Im Kijimea-Onlineshop profitieren Kunden zudem von einer Geld-zurück-Garantie: Der Hersteller ist von der Qualität seiner Produkte so überzeugt, dass er Kunden, welche wider Erwarten nicht zufrieden sind, innerhalb der ersten 30 Tage den Kaufpreis erstattet.

Darüber hinaus ist auf Kijimea.de der Versand ab einem Einkaufswert von 25 € gratis und erfolgt klimafreundlich mit DHL Go Green.

Ein weiterer Pluspunkt: Der Hersteller bietet interessierten Kunden kostenfrei medizinisch-wissenschaftliche Informationen rund um das Thema Darmgesundheit per Mail - inklusive nützlichen Tipps, die sich im täglichen Leben ganz einfach umsetzen lassen.

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Gut zu wissen: Alle Kijimea-Produkte werden ohne den Einsatz von Gentechnik in Deutschland hergestellt und sind tierversuchsfrei. Sowohl der Herstellungsprozess als auch die verwendeten Anlagen sind nach dem strengen Arzneimittel-Standard GMP-zertifiziert. Zusätzlich wird jede Charge in einem unabhängigen Labor geprüft, bevor sie in den Verkauf geht. 

Wissenschaftliche Quellen

Fairbrass KM, Costantino SJ, Gracie DJ, Ford AC. Prevalence of irritable bowel syndrome-type symptoms in patients with inflammatory bowel disease in remission: a systematic review and meta-analysis. The Lancet Gastroenterology & Hepatology. 2020. https://doi.org/10.1016/S2468-1253(20)30300-9

Crohn’s disease, irritable bowel syndrome, and chronic fatigue: a case report. PMC, 2024. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC11721286/

Michielan A, D’Incà R. Intestinal Permeability in Inflammatory Bowel Disease: Pathogenesis, Clinical Evaluation, and Therapy of Leaky Gut. Mediators of Inflammation. 2015. https://doi.org/10.1155/2015/628157

Söderholm JD et al. Intestinal epithelial barrier dysfunction in Crohn’s disease. PSEBM. 1997. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/9111522/

Suenaert P et al. Increased gut permeability in Crohn’s disease: is TNF the link? Gut. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC1774337/

Andresen V, Gschossmann J, Layer P. Heat-inactivated Bifidobacterium bifidum MIMBb75 (SYN-HI-001) in the treatment of irritable bowel syndrome: a multicentre, randomised, double-blind, placebo-controlled clinical trial. The Lancet Gastroenterology & Hepatology. 2020; 5(7): 658–666.

Über den Verfasser

Frank Mehrbach

Frank Mehrbach wurde 1965 in Hamburg geboren und lebte seine Leidenschaft für das Schreiben schon früh durch sein Mitwirken in diversen Studentenzeitungen aus. Nach seiner akademischen Laufbahn besuchte er zahlreiche Seminare und Vorträge rund ums Thema Gesundheit, durch die er sein journalistisches Handwerk mit seiner Leidenschaft für Medizin kombinieren konnte. Mehrbach schrieb für verschiedene medizinische Fachzeitschriften und Gesundheitsmagazine.

2005 trat Frank Mehrbach schließlich dem Redaktionsteam von Spiegel der Gesundheit bei. Dank seiner fundierten Kenntnisse aus dem Gesundheitssektor und seinem Talent für präzise und verständliche Wissenschaftskommunikation stieg er schnell die Karriereleiter hoch. Im Jahr 2015 übernahm er die Position des Chefredakteurs.

Unter Mehrbachs Leitung veröffentlicht Spiegel der Gesundheit eine Vielzahl von Artikeln und Reportagen, die sich sowohl an medizinisches Fachpublikum als auch interessierte Laien richtet. Sein Ziel ist es, komplexe medizinische Themen verständlich darzustellen und gleichzeitig den neuesten Stand der Forschung zu präsentieren. Frank Mehrbach ist bekannt für seine sorgfältige Recherche und sein Engagement für qualitativ hochwertigen Journalismus.

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