Millionen von Frauen haben immer wieder mit Vaginose und ähnlichen bakteriellen Erkrankungen im Intimbereich zu kämpfen – ein Thema, das gleich im doppelten Sinne unangenehm ist: Zum einen machen die mitunter sehr starken Symptome (Brennen, Jucken, unangenehmer Geruch, Schmerzen beim Wasserlassen und beim Geschlechtsverkehr) Betroffenen das Leben schwer, gleichzeitig handelt es sich dabei um ein Thema, das man auch unter guten Freundinnen nur ungern anspricht.

Meistens bleibt nur der Arztbesuch und anschließend der Griff zum Antibiotikum. Zwar befreit dieses im Allgemeinen relativ schnell von den akuten Beschwerden, doch schützt es nicht vor Neuinfektionen, die bei vielen Frauen nicht allzu lange auf sich warten lassen – eine rundum unbefriedigende Situation.

Neueste Forschungsergebnisse weisen nun auf einen bisher wenig beachteten „Schuldigen“ hin – und liefern damit die Grundlage für neuartige Behandlungskonzepte: Die Rede ist vom sogenannten Vaginalmikrobiom, oft auch als „Intimflora“ bezeichnet.

Warum Wissenschaftler diese Bakterienlandschaft als ausschlaggebend für die vaginale Gesundheit sehen, welche Implikationen und Behandlungsmöglichkeiten sich daraus ergeben und vor allem, welche auf dem Markt erhältlichen Präparate wirklich Potenzial für die Behandlung und Vorbeugung wiederkehrender Intiminfektionen haben, untersuchen wir in diesem Artikel.

Zusammenfassung

  • Wissenschaftler weltweit sind sich einig: Eine ausgeglichene Vaginalflora fungiert als wichtiger Schutzschild gegen Infektionen.
  • Aus diesem Grund erfreuen sich probiotische Präparate speziell für Frauen wachsender Beliebtheit.

Vaginose – was, wie, wodurch?

Eine Vaginose ist eine bakterielle Infektion mit dem Bakterienstamm Gardnerella vaginalis. Auch wenn diese im Vergleich zu Scheidenpilz oder Blasenentzündung zu den weniger bekannten vaginalen Infektionskrankheiten zählt, so trifft sie doch etwa jede fünfte Frau mindestens einmal in ihrem Leben – und wenn, dann in bis zu 80 % der Fälle gleich mehrfach.

Zwar verläuft etwa die Hälfte aller Infektionen symptomfrei, doch beklagen viele betroffene Frauen einen gräulich-weißen Ausfluss mit äußerst unangenehmem – oft als „fischig“ beschriebenen – Geruch. Auch von anderen Symptomen wie etwa Schmerzen beim Wasserlassen oder beim Geschlechtsverkehr wird gelegentlich berichtet.

Ein weiteres Problem: Frauen mit einer – auch symptomfreien – bakteriellen Vaginose haben ein erhöhtes Risiko, sich mit sexuell übertragbaren Krankheiten anzustecken. Eine Behandlung erfolgt normalerweise durch Antibiotika.

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Betrachtet man das Krankheitsbild genauer, erstaunt nicht nur die weite Verbreitung, sondern auch die starken Einschränkungen, die sie mit sich bringen können: Immer wieder auftretende Schmerzen und die Belastung des Körpers, einerseits durch die Infektion selbst, andererseits durch häufige Antibiotikaeinnahme, erschweren den Alltag betroffener Frauen enorm – ganz zu schweigen von den potenziellen negativen Auswirkungen auf die Reproduktionsfähigkeit.

Viele Frauen schämen sich außerdem für die Symptome, insbesondere unangenehme Gerüche, was mit den ebenfalls teilweise auftretenden Schmerzen beim Geschlechtsverkehr auch das Intim- bzw. Beziehungsleben stark belasten kann. So geben in einer Umfrage fast drei Viertel der Frauen, die mit einer wiederkehrenden bakteriellen Vaginose zu kämpfen haben, an, dass diese ihre mentale Gesundheit negativ beeinflusse.

Doch wo sollen Mediziner bei der Suche nach einer Lösung ansetzen, wenn selbst Antibiotika an ihre Grenzen zu stoßen scheinen? Wissenschaftler forschen aktuell vor allem an zwei Punkten, denen ein großer Einfluss auf einen gesunden Intimbereich zugesprochen wird: Der pH-Wert der Scheide sowie das sogenannte vaginale Mikrobiom.

Warum ein saures Milieu so wichtig ist

Das Wort „sauer“ klingt in Bezug auf den Menschen erst einmal schlecht: Schlechte Laune, Sodbrennen und falsche Ernährung dürften für die meisten die ersten Assoziationen sein. Was viele jedoch nicht wissen: An bestimmten Stellen in unserem Körper ist ein saures Milieu, das sich durch einen pH-Wert zwischen 3,8 und 4,5 auszeichnet, entscheidend für die Gesundheit. Dazu gehört auch der Intimbereich.

Denn: Dieses Milieu schützt den Intimbereich gegen eine Vielzahl von Infektionen. Viele potenziell schädliche Bakterien sind säureempfindlich und können sich somit in einer sauren Umgebung nicht festsetzen und vermehren. Das zeigen auch Studien, wie etwa eine Untersuchung vom Team um Marnie L. Peterson von der Universität Minnesota (USA).

Sie setzten Gardnerella vaginalis, dem Erreger einer bakteriellen Vaginose, zwei unterschiedlichen Milieus aus: einem sauren und einem mit einem neutralen pH-Wert von 5,5.

Das Ergebnis ihrer Experimente: In einem sauren Milieu konnte der Erreger nicht wachsen, in einem Milieu mit neutralem pH-Wert hingegen schon. Damit konnten sie bestätigen, dass ein saures Milieu eine wirksame Verteidigung gegen bakterielle Vaginose darstellt.

Woher aber kommt diese Säure – und warum versagt dieser Schutzschild bei so vielen Frauen immer wieder?

Hier kommt jetzt der zweite Forschungsgegenstand ins Spiel: das vaginale Mikrobiom. Als Mikrobiom bezeichnet man die Gemeinschaft aller Mikroben (überwiegend Bakterien), die eine bestimmte Gegend, in diesem Fall den Vaginalbereich, bevölkern. Studien zeigen, dass bei gesunden Frauen dieses Vaginalmikrobiom zu bis zu über 80 % aus Laktobazillen besteht.

Warum das so wichtig ist: Laktobazillen produzieren Milchsäure – und genau diese Milchsäure sorgt für das saure Milieu der Scheide. Wird das Mikrobiom jedoch durch verschiedene Einflüsse (wie etwa Stress, Erkrankungen, hormonelle Veränderungen oder die Einnahme von Antibiotika) gestört, können andere Bakterienarten überhandnehmen und so die so hilfreichen Laktobazillen zurückdrängen.

Dieser Zustand wird auch Dysbiose genannt. In der Folge wird weniger Milchsäure produziert, der pH-Wert steigt und der Erreger Gardnerella vaginalis hat leichtes Spiel. Doch das vaginale Mikrobiom hat nicht nur die Aufgabe, Milchsäure zu produzieren, die enthaltenen Bakterien können den Intimbereich auch auf anderen Wegen unterstützen.

Vaginales Mikrobiom – sind Bakterien der Schlüssel zu einem gesunden Intimbereich?

Wer sich mit Bakterien auskennt, weiß: Nicht jedes Lactobacillum ist gleich, stattdessen existiert eine unglaublich große Anzahl an unterschiedlichen Arten und Stämmen. Zwar produzieren sie alle Milchsäure, doch in ihren weiteren Aufgaben und Fähigkeiten unterscheiden sie sich zum Teil stark.

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Daher ist es nicht nur wichtig, dass das Mikrobiom eine möglichst hohe Diversität aufweist, sondern vor allem auch, dass ganz bestimmte Bakterienstämme in großer Anzahl vorhanden sind. Insgesamt ist es hilfreich, wenn das Mikrobiom eine möglichst große Menge an „guten“ Bakterien enthält – auch deshalb, weil dadurch für „schlechte“ Bakterien schlicht der Platz fehlt, um sich ansiedeln und vermehren zu können.

Zu den besonders wichtigen, den sogenannten Leitstämmen, gehören die folgenden:

1

Lactobacillus gasseri

Bakterien der gasseri-Familie sind besonders effektiv bei der Produktion von Milchsäure.

2

Lactobacillus crispatus

Bakterien der crispatus-Familie produzieren neben Milchsäure auch besonders viel Wasserstoffperoxid (H2O2), welches ebenfalls antimikrobiell wirkt und so das Wachstum schädlicher Keime verhindert.

3

Lactobacillus delbrueckii

Bakterien dieser Familie zeigten in Studien ein großes Potenzial zur Bekämpfung einer Dysbiose sowie zum Schutz vor Pilzinfektionen.

4

Lactobacillus plantarum

Auch hier zeigen Studien, dass Bakterien der plantarum-Familie eine Wirkung bei Pilzinfektionen haben.

Es zeigt sich also: Um eine bakterielle Vaginose wirksam zu behandeln, bzw. einer Infektion vorzubeugen, muss der pH-Wert des Vaginalbereichs in einen sauren Zustand zurückversetzt werden. Außerdem sollte das Mikrobiom unterstützt werden, sodass es seinen Aufgaben wieder vollumfänglich nachkommen kann.

Viele Frauen greifen dafür zu Probiotika, also Präparaten mit lebenden Bakterienkulturen, die dem Körper gezielt zugeführt werden. Das Problem: Zum einen erfordert die wirksame Behandlung einer Vaginose eine möglichst schnelle Stabilisierung des pH-Werts, was über Probiotika alleine meist nicht möglich ist. Zum anderen bietet der Markt eine solche Menge an unterschiedlichen Produkten, dass deren Unterschiede und Besonderheiten für Laien kaum zu erkennen sind.

Besser als reine Bakterienprodukte sind deshalb Kombi-Produkte, welche zum einen ein Vaginalgel, -kapseln, -zäpfchen oder -tabletten mit Milchsäure enthalten, die den pH-Wert sofort unterstützt, zum anderen sogenannte Probiotika, um dem Körper langfristig nützliche Bakterien zuzuführen.

Doch welche der zahlreichen Produkte am Markt eignen sich dafür besonders?

Bevor wir näher auf diese Fragen eingehen, möchten wir einige weit verbreitete Mythen, die sich um die Themen Intimgesundheit, Mikrobiom und Probiotika ranken, genauer unter die Lupe nehmen.

Mythen und Fakten

Mythos 1: Eine vaginale Infektion ist ein Zeichen für mangelhafte Hygiene.

Fakt: Auch wenn eine mangelnde Intimhygiene in seltenen Fällen tatsächlich der Auslöser für eine Infektion sein kann, so liegt die Ursache doch weitaus öfter in einer übertriebenen oder falschen Hygiene.

Wie bereits dargelegt, sorgen Milchsäurebakterien, welche in einem gesunden Mikrobiom meist besonders stark vertreten sind, für ein saures Scheidenmilieu, das potenziell pathogene Keime abtöten soll. Wird der Intimbereich zu häufig und eventuell auch noch mit den falschen Mitteln (z. B. Seife, welche basisch wirkt) gewaschen, wird der mühsam aufgebaute Säureschutzmantel zerstört.

Präparate gegen Vaginalinfektionen sollen also im besten Fall sowohl sofort als auch langfristig ein saures Vaginalmikrobiom unterstützen.

Mythos 2: Probiotika, die geschluckt werden müssen, landen im Darm und können so höchstens das Darmmikrobiom unterstützen.

Fakt: Auch wenn dieser Gedankengang zunächst logisch erscheint, so besagt die Wissenschaft etwas anderes.

Gleich mehrere Studien zeigen, dass sich bei der oralen Einnahme bestimmter Laktobazillen über einen gewissen Zeitraum genau diese Laktobazillen in größerer Menge im vaginalen Mikrobiom wiederfinden lassen – und sogar eine Verbesserung der Symptome erwirken können.

Mythos 3: Probiotikum ist gleich Probiotikum.

Fakt: Die aktuell auf dem Markt erhältlichen Probiotika unterscheiden sich teils ganz erheblich, insbesondere in Bezug auf ihre Dosierung, die Anzahl und Art der enthaltenen Bakterienstämme, die Gesamtformulierung und auf ihre Verpackung.

Warum all diese Punkte ausschlaggebend für die Qualität eines Produktes sind, erklären wir im Anschluss. Fest steht in jedem Fall: Probiotika gehören eindeutig zu der Art von Produkten, die man nicht im „Vorbeigehen“, sondern erst nach eingehender Recherche kaufen sollte, möchte man vom Resultat nicht enttäuscht werden.

Was macht ein gutes Präparat aus – unsere Testkriterien

Nach eingehender Recherche haben wir zusammen mit Experten die fünf wichtigsten Qualitätsmerkmale identifiziert und im Anschluss daran aktuell sehr bekannte Produkte auf diese Merkmale hin geprüft.

Hinweis: Der Begriff „Probiotikum“ ist zwar weit verbreitet, darf zur Bewerbung eines entsprechenden Produktes jedoch nicht mehr verwendet werden.

Die Redaktion hat sich stattdessen für den passenderen Begriff „Mikrokulturenpräparat“ entschieden.

Qualitätsmerkmal 1: Tatsächliche, auch akute Hilfe bei Vaginose

Der vermutlich wichtigste Punkt: Kann das Produkt wirklich gegen eine akute Infektion helfen? Diese Frage hängt eng mit dem Produkttyp des jeweiligen Präparats zusammen, denn, was viele nicht wissen: Je nach Produktart verfolgen Präparate unterschiedliche Ziele; entsprechend werden bei der Zulassung unterschiedliche wissenschaftliche Standards verlangt.

Nahrungsergänzungsmittel, oft als NEM abgekürzt, sollen, wie der Name vermuten lässt, die Nahrung ergänzen. Sie unterliegen weniger strengen regulatorischen Anforderungen und erfordern in der Regel keine umfangreichen klinischen Studien zu Sicherheit und Wirkung, insbesondere Hilfe zu bestimmten Krankheitsbildern.

Ganz anders sieht es bei Medizinprodukten aus. Sie sind dazu bestimmt, gezielt medizinische Zwecke zu erfüllen und unterliegen strengen regulatorischen Vorschriften durch Gesundheitsbehörden. Diese Produkte müssen nachweislich anhand wissenschaftlicher Evidenz einen vorgesehenen medizinischen Zweck erfüllen.

Qualitätsmerkmal 2: Die Zusammenstellung der Bakterien

Ein gutes Mikrokulturenpräparat versucht, in seiner Zusammensetzung der eines gesunden menschlichen Mikrobioms möglichst nahezukommen. Nun sind gesunde Mikrobiota aber im Allgemeinen sehr divers – ein Präparat mit nur wenigen Bakterienstämmen hat entsprechend einen geringeren Einfluss.

Neben einer hohen Vielfalt ist jedoch auch die genaue Kombination der Stämme wichtig. Wie bereits erwähnt spielen vor allem Laktobazillen der Familien gasseri, crispatus, plantarum und delbrueckii wichtige Rollen im Vaginalmikrobiom.

Auch wenn wir dies in der Punktevergabe nicht berücksichtigen, schafft eine möglichst genaue Auskunft der Hersteller zur Zusammensetzung ihres Produktes Vertrauen. Im Falle von Mikrokulturenpräparaten bedeutet dies die Nennung der konkreten Bakterienstämme, nicht nur deren Familie bzw. Gattung. Dies ist insofern wichtig, als sich konkrete Stämme innerhalb einer Familie in ihrer Wirkung ganz enorm unterscheiden können.

Qualitätsmerkmal 3: Die Dosierung der koloniebildenden Einheiten

Die Anzahl von Bakterien wird in KBE (koloniebildenden Einheiten) gemessen. Zwar klingen Zahlen wie 2 oder 4 Mrd. KBE zuerst einmal sehr beeindruckend, jedoch enthält ein gesundes Vaginalmikrobiom etwa 50 Mrd. KBE. Präparate mit einer zu geringen Dosierung fallen dadurch nicht genügend ins Gewicht, um tatsächlich eine Veränderung bewirken zu können.

Qualitätsmerkmal 4: Qualitätsstandards und Zertifizierung

Leider gibt es von gesetzlicher Seite kaum Vorgaben zur Herstellung von Mikrokulturenpräparaten. Aus diesem Grund werben viele Hersteller mit Zertifizierungen – die oft aber nur einen Mindeststandard abdecken. Deshalb ist es besonders wichtig, die ausgelobten Zertifizierungen genauer zu betrachten.

Den höchsten Standard sichert die Produktion nach GMP (Good Manufacturing Practice), dem Arzneimittelproduktions-Standard. Nur bei GMP-zertifizierten Herstellern können Verbraucher sicher sein, dass die Mikrokulturenpräparate nach diesem besonders hohen Standard gefertigt wurden.

Qualitätsmerkmal 5: Die Stabilität der Verpackung

Die Bakterien in einem Mikrokulturenpräparat werden bei der Herstellung durch Gefriertrocknung in eine Art Winterschlaf versetzt. Kommen sie in Kontakt mit Feuchtigkeit, „erwachen“ sie. Liegen dann geeignete Nahrungsquellen vor – was bei der Passage durch den Darm der Fall ist –, gedeihen die Bakterien.

Das Problem: Viele Verpackungsformen schützen die Präparate nicht ausreichend vor Feuchtigkeit. Sind Kapseln zum Beispiel nicht einzeln, sondern alle zusammen verpackt, kommen die Produkte bei jedem Öffnen in Kontakt mit Luft beziehungsweise Feuchtigkeit.

Die Folge: Die Bakterien können zu früh erwachen, finden dann jedoch in der Kapsel keine Nahrung – und verhungern.

Bei Plastikverpackungen kommt erschwerend hinzu, dass das Material Feuchtigkeit nicht vollständig abhält: Winzige Mengen an Feuchtigkeit können die Verpackung passieren. In diesen Fällen sind bei Einnahme daher nicht selten schon alle enthaltenen Bakterien abgestorben.

Als Verpackungsgoldstandard gelten sogenannte Alu-Alu-Blister, bei denen jede Kapsel einzeln in eine Aluminiumkammer gebettet ist und somit optimal geschützt ist.

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Alu-Alu-Blister schützen Bakterien in ihren Kapseln optimal vor Feuchtigkeit.

Entsprechend diesen Kriterien haben wir fünf aktuell weit verbreitete Produkte untersucht und sind zu folgendem Ergebnis gekommen:

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Unser Testsieger

Kijimea FloraCare DUO

95/100
Kijimea FloraCare DUO online kaufen
Platz1

Kijimea FloraCare DUO

Kijimea Floracare DUO Vaginalkur
Gesamtwertung
95
Wirksamkeit
100
Anzahl an Stämmen
100
Dosierung
75
GMP-zertifiziert
100
Verpackung
100

Vorteile

Dank Milchsäure können selbst eine akute Vaginose-Infektion sowie Beschwerden wie unangenehmer Geruch und Ausfluss, Juckreiz oder Brennen wirksam gelindert werden.

Die sorgsam ausgewählten Bakterienstämme unterstützen in ihrer Kombination optimal den natürlichen pH-Wert des Scheidenmilieus.

Nachteile

Cross Black

Aktuell nur über den Onlineshop des Herstellers bestellbar.

Unser Siegerprodukt FloraCare DUO stammt aus dem Hause Kijimea. Diese Firma erfreut sich dank eigener wissenschaftlicher Forschung, die sogar schon im weltweit renommierten Fachjournal „The Lancet“ publiziert wurde, eines großen Ansehens in medizinischen Fachkreisen.

Diesem Anspruch wird auch das durchdachte Kombi-Produkt Kijimea FloraCare DUO gerecht. Es besteht aus einer Wochenkur Vaginalgel sowie einer Packung Mikrokulturenpräparaten und adressiert die Intimgesundheit damit gleich auf zwei Ebenen.

Sowohl Formulierung als auch Darreichungsform wurden beim Vaginalgel gut durchdacht: Es enthält einen großen Anteil an Milchsäure und verspricht dadurch schnelle Abhilfe bei einer akuten Infektion. Anders als bei den meisten anderen Präparaten im Test handelt es sich hierbei um ein Medizinprodukt. Dank der Verpackung in einzelne Tuben ist der Gebrauch angenehm unkompliziert.

Aber nicht nur das: Es trägt daneben auch noch zur schnellen Linderung unangenehmer Begleiterscheinungen wie schlechte Gerüche, abnormalen Ausfluss, Juckreiz, Brennen und Irritationen bei.

Das enthaltene Mikrokulturenpräparat enthält mit 33 Bakterienarten die mit Abstand höchste Vielfalt im Test, inklusive der so wichtigen Laktobazillengattungen gasseri, crispatus, plantarum und delbrueckii. Ein weiterer Vorteil: Der Hersteller ist hier äußerst transparent und nennt für alle 33 Bakterienstämme die Stammspezifität.

Die Dosierung ist mit 10 Mrd. KBE erfreulich hoch. Gleich drei verschiedene Vitamine, B3 (Niacin), B7 (Biotin) und B2 (Riboflavin) sollen die Vaginalschleimhaut unterstützen, um so die Ansiedelung der guten Bakterien zu fördern. Die Verpackung im Alu-Alu-Blister entspricht dem Goldstandard: Sie schützt jede einzelne Kapsel optimal vor Feuchtigkeit.

Damit ist Kijimea ein rundum durchdachtes Set gelungen, welches einerseits lokal mit „fertiger“ Milchsäure die bestehende Infektion direkt bekämpft, andererseits Milchsäure-produzierende Bakterien oral zuführt – für ein rundum besseres Gefühl im Intimbereich.

Weiteres Vertrauen schafft die Zertifizierung nach dem besonders strengen GMP-Standard.

Martina M.

„Ein sehr gutes Produkt. Mir geht es schon nach der ersten Packung sehr viel besser. Bin sehr zufrieden.“

Hannah L.

„Ich bin mehr als zufrieden mit dem Produkt und habe bereits nach einer kurzen Einnahmezeit von 14 Tagen das Gefühl, dass die Tabletten wirken und sich meine Beschwerden verbessert haben. Ich habe zuvor ähnliche Produkte eingenommen und eigentlich keine Wirkung feststellen können so dass ich für das Produkt von Kijimea eine absolute Kaufempfehlung aussprechen kann.“

Andrea W.

„Sehr gutes Produkt! Leichte Einnahme, da kleine Kapselgröße. Viele unterschiedliche Bakterienstämme in großer Menge enthalten. Wesentlich mehr, als in anderen probiotischen Produkten für die Vaginal Flora. Die zum Teil auch teurer waren. Ich hoffe ich erziele den gewünschten Erfolg, meine aus dem Gleichgewicht geratene Flora wieder in die Balance zu bringen.“

Kijimea Floracare DUO Vaginalkur

Das Bundle aus Mikrokulturenpräparat und Vaginalgel von Kijimea erreicht in unserem Test 95 Punkte und damit verdient den ersten Platz.

Das liegt vor allem an der außerordentlich hohen Vielfalt des Mikrokulturenpräparats sowie der bestätigten Wirksamkeit des Vaginalgels selbst bei einer akute Infektion.

Kijimea FloraCare DUO online kaufen

Aavalabs Women’s Probiolac

Aavalabs Womens Probiolac
Gesamtwertung
50
Wirksamkeit
0
Anzahl an Stämmen
25
Dosierung
100
GMP-zertifiziert
100
Verpackung
25

Vorteile

Frei von Gluten, Laktose, Konservierungsmitteln und künstlichen Geschmacksstoffen.

Erfreulich hohe Dosierung.

Nachteile

Cross Black

Die Verpackung ist für den Inhalt ungeeignet.

Cross Black

Die Stammspezifität wird nicht genannt.

Cross Black

Es werden keine Aussagen zur Wirksamkeit bei einer Infektion getätigt.

Women’s Probiolac der finnischen Marke AAVALABS überzeugt mit einer hohen Dosierung von 15 Mrd. KBE pro Kapsel. Weniger gut sieht es jedoch bezüglich der Vielfalt aus: Es sind gerade einmal 4 verschiedene Bakterienstämme enthalten. Auch wenn mit den Laktobazillen crispatus und plantarum immerhin zwei der genannten Leitstämme darunter sind, ist diese Anzahl einfach zu gering. Zudem erfahren Verbraucherinnen auch nicht die genaue Stammspezifität – eine selbstständige weiterführende Recherche ist dadurch kaum zielführend.

Zwar enthält das Produkt L-Glutamine, bei dem von einem positiven Einfluss auf Schleimhäute ausgegangen wird, doch ist die Studienlage – insbesondere bezüglich der Vaginalschleimhaut – noch nicht ausreichend. In diesem Bereich bewährte Vitamine sucht man dagegen vergeblich. Auch die Verpackung enttäuscht, da die – zusätzlich auch noch durchsichtige – Plastikdose den Inhalt nicht ausreichend schützt. Es kann daher daran gezweifelt werden, wie viele der enthaltenen Bakterien auch wirklich noch lebend im Vaginalbereich ankommen. Erfreulich ist jedoch die GMP-Zertifizierung, da sie einen hohen Produktionsstandard verspricht und somit bei Verbraucherinnen Vertrauen schafft.

Bezüglich der Wirkung auf eine Vaginose bzw. konkrete Beschwerden im Intimbereich gibt es jedoch leider keine Aussagen. Dies ist konsistent mit der Produktkategorie: Als NEM ist das Produkt nicht auf die Linderung einer bestehenden Erkrankung ausgelegt.

Aavalabs Womens Probiolac

Mit 50 Punkten belegt Women’s Probiolac den zweiten Platz. Überzeugen konnte das Produkt vor allem mit der hohen Dosierung und einer GMP-Zertifizierung. Abzüge gab es dagegen in den Bereichen Vielfalt und Verpackung, außerdem gibt es keine Hinweise auf Hilfe bei akuten Infektionen.

Gynofit Probiotic Neo + Milchsäure Vaginal-Gel

Gynofit Probioic Neo Milchsäure Vaginal Gel
Gesamtwertung
45
Wirksamkeit
100
Anzahl an Stämmen
25
Dosierung
25
GMP-zertifiziert
0
Verpackung
75

Vorteile

Kann sich als Medizinprodukt auf eine bessere Evidenz stützen als Nahrungsergänzungsmittel.

Ist geeignet zur Behandlung einer bestehenden Infektion.

Nachteile

Cross Black

Dosierung sowie Vielfalt fallen sehr gering aus.

Cross Black

GMP-Zertifizierung unklar.

Der Schweizer Hersteller Gynofit bietet zwar kein direktes Set an, empfiehlt aber, sein Mikrokulturenpräparat Probiotic Neo mit seinem Milchsäure Vaginal-Gel zu kombinieren. Damit verfolgt Gynofit einen ähnlichen Ansatz wie der Testsieger. Die Frage, die sich nun stellt: Was erklärt den großen Punktunterschied?

Bezüglich der Wirksamkeit gibt der Hersteller selbst an, das Medizinprodukt sei geeignet zur Behandlung und Vorbeugung vaginaler Infektionen sowie zur Verhinderung von Juckreiz, Brennen und Geruch. Punkte kostet die Kombination vor allem das Mikrokulturenpräparat: Anders als der Testsieger kann es nur mit 4 verschiedene Bakterienstämme sowie 6 Mrd. KBE pro Kapsel aufwarten – sowohl Vielfalt als auch Dosierung sind damit sehr gering.

Verpackt sind die Kapseln in einem Alu-Plastik-Blister. Das ist einer einfachen Dose weitaus vorzuziehen, doch bietet es noch nicht ganz den Schutz eines Alu-Alu-Blisters. Hinweise auf eine Herstellung nach GMP-Standards sind auf der firmeneigenen Homepage nicht zu finden.

Gynofit Probioic Neo Milchsäure Vaginal Gel

Insgesamt macht das (selbst zusammenzustellende) Bundle von Gynofit einen soliden Eindruck und erreicht damit 45 Punkte und Platz 3. Erfreulich ist vor allem die Wirksamkeit des Vaginalgels bei akuten Infektionen. Leider lässt die Vielfalt des Mikrokulturenpräparats jedoch zu wünschen übrig.

Carnium Botanicals HerBiotic

Carnium Botanicals Herbiotics
Gesamtwertung
35
Wirksamkeit
0
Anzahl an Stämmen
25
Dosierung
25
GMP-zertifiziert
100
Verpackung
25

Vorteile

Vegan.

Enthält FOS als hochwertiges Präbiotikum.

Glutenfrei.

Nachteile

Cross Black

Sehr niedrige Dosierung.

Cross Black

Die Stammspezifität wird nicht genannt.

Cross Black

Keine Aussagen bezüglich einer Wirkung auf Infektionen.

Für HerBiotic von Carnium Botanicals reicht es nur für den vorletzten Platz. Zwar enthalten die Kapseln der slowenischen Firma zumindest 6 verschiedene Bakterienstämme, inklusive Lactobacillus plantarum. Damit liegt das Produkt bei diesem Test zwar noch im Mittelfeld, jedoch mit großer Entfernung zum Testsieger. Zudem gibt der Hersteller keine Stammspezifitäten an, was Verbraucherinnen die Möglichkeit zur weiterführenden Recherche verweigert. Jede Kapsel enthält 5 Mrd. KBE, was für ein solches Produkt schlicht nicht ausreicht.

Auch wenn das Produkt Preiselbeer-Extrakt und D-Mannose enthält, welchen allerhand positive Wirkungen nachgesagt werden, werden diese bisher jedoch von der Wissenschaft nicht unterstützt. Vitamine oder Zusatzstoffe, welche sich erwiesenermaßen positiv auf die Vaginalschleimhaut auswirken, sucht man dagegen vergeblich. Ebenso enttäuscht die Verpackung: Eine einfache Plastikdose ist nicht geeignet, den Inhalt angemessen vor eindringender Feuchtigkeit zu schützen.

Auch bezüglich der Wirksamkeit auf eine bestehende Infektion oder zu einer möglichen präventiven Wirkung macht der Hersteller keine Angaben. Leider kann bei einer solchen Mängelliste auch die durchaus positiv zu bewertende GMP-Zertifizierung nichts mehr am letzten Platz ändern.

Carnium Botanicals Herbiotics

Mit einer geringen Diversität, einer niedrigen Dosierung und keinerlei Auskunft über eine positive Wirkung auf Infektionen erreicht HerBiotic nur 35 Punkte und damit den vorletzten Platz unseres Tests.

MOVit Probiotika Femina Extra Strong

Movit Probiotika Femina Extra Strong
Gesamtwertung
35
Wirksamkeit
0
Anzahl an Stämmen
25
Dosierung
100
GMP-zertifiziert
0
Verpackung
25

Vorteile

Vergleichsweise hohe Dosierung.

Enthält Inulin und Moosberenpulver.

Nachteile

Cross Black

Geringe Diversität.

Cross Black

Kein Wirkversprechen bezüglich Infektionen.

Auf dem letzten Platz in unserem Test landet Probiotika Femina Extra Strong des tschechischen Herstellers MOVit. Leider konnte uns dieses Produkt – trotz der optimistischen Benennung „Extra Strong“ – nicht überzeugen. Positiv sind alleine die Dosierung von 20 Mrd. KBE pro Tagesdosis (zwei Kapseln) sowie die Zugabe von Inulin als Präbiotikum (das jedoch bei einigen Menschen zu verstärkten Blähungen führen kann) sowie Moosbeerenpulver.

Dagegen fällt die enthaltene Vielfalt eher enttäuschend aus, denn diese ordentliche Dosierung verteilt sich auf gerade einmal 5 verschiedene Bakterienstämme. Zwar wird zumindest deren Stammspezifität genannt, doch befindet sich darunter leider keiner der oben aufgeführten, besonders wichtigen Stämme. Entsprechend lässt sich auch kein Hinweis finden, der eine Wirkung auf eine Vaginalinfektion verspricht. Die Plastikdose schützt den Inhalt darüber hinaus nicht ausreichend und auch die fehlende GMP-Zertifizierung sorgt nicht gerade für Vertrauen bei Verbraucherinnen.

Movit Probiotika Femina Extra Strong

Mit einem enttäuschenden Ergebnis von 35 Punkten landet Probiotika Femina Extra Strong auf dem letzten Platz. Das liegt vor allem daran, dass sich weder Hinweise auf eine Wirkung bei Infektionen noch auf eine GMP-Zertifizierung im Fertigungsprozess finden lassen.

Fazit

Auch wenn im Alltag kaum darüber gesprochen wird, so zeigt sich doch, dass eine überraschend hohe Anzahl von Frauen regelmäßig unter bakterieller Vaginose leidet. Neben den physischen Folgen berichten viele Frauen auch von nicht unerheblichen seelischen Belastungen, die mit dieser – oft wiederkehrenden – Erkrankung zusammenhängen.

Da die bisherigen Behandlungen oft nur akut helfen können, aber langfristig Voraussetzungen für Reinfektionen schaffen, sind neue Behandlungswege dringend nötig.

Besonders erfolgversprechend ist dabei der Ansatz, das Problem gleich auf zwei Ebenen anzugehen: Zum einen durch eine aktive Bekämpfung einer bestehenden Infektion mit einem Mittel, welches nicht gleichzeitig das Mikrobiom schwächt, zum anderen durch eine positive Beeinflussung des Mikrobioms mit geeigneten Mikrokulturenpräparaten.

Wie unser Test jedoch zeigt, sind die Qualitätsunterschiede zwischen den aktuell erhältlichen Produkten teilweise enorm. Eine eingehende Recherche vor der Kaufentscheidung ist damit unbedingt angeraten. Eine erfreuliche Ausnahme bildet dabei unser Testsieger: Er konnte unser Expertengremium dank seiner durchdachten Zusammensetzung vollumfänglich überzeugen.

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Kijimea FloraCare DUO

Bewertung im Vergleich: 95/100
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Wissenschaftliche Quellen

Bi Z et al. “Effect of Lactobacillus delbrueckii subsp. lactis on vaginal radiotherapy for gynecological cancer.” Scientific reports vol. 13,1 10105. 21 Jun. 2023, doi:10.1038/s41598-023-37241-7

Chow K et al. “Impact of (recurrent) bacterial vaginosis on quality of life and the need for accessible alternative treatments.” BMC women's health vol. 23,1 112. 18 Mar. 2023, doi:10.1186/s12905-023-02236-z

Khedkar R, Pajai, S. “Bacterial Vaginosis: A Comprehensive Narrative on the Etiology, Clinical Features, and Management Approach.” Cureus vol. 14,11 e31314. 10 Nov. 2022, doi:10.7759/cureus.31314

Montella R, Malfa P et al. Vaginal adhesion of Lactobacillus plantarum P17630 after probiotic food supplement oral administration: a preliminary in vivo study. Nutrafoods 12, 35–42 (2013). https://doi.org/10.1007/s13749-013-0030-x

Über den Verfasser

Frank Mehrbach

Frank Mehrbach wurde 1965 in Hamburg geboren und lebte seine Leidenschaft für das Schreiben schon früh durch sein Mitwirken in diversen Studentenzeitungen aus. Nach seiner akademischen Laufbahn besuchte er zahlreiche Seminare und Vorträge rund ums Thema Gesundheit, durch die er sein journalistisches Handwerk mit seiner Leidenschaft für Medizin kombinieren konnte. Mehrbach schrieb für verschiedene medizinische Fachzeitschriften und Gesundheitsmagazine.

2005 trat Frank Mehrbach schließlich dem Redaktionsteam von Spiegel der Gesundheit bei. Dank seiner fundierten Kenntnisse aus dem Gesundheitssektor und seinem Talent für präzise und verständliche Wissenschaftskommunikation stieg er schnell die Karriereleiter hoch. Im Jahr 2015 übernahm er die Position des Chefredakteurs.

Unter Mehrbachs Leitung veröffentlicht Spiegel der Gesundheit eine Vielzahl von Artikeln und Reportagen, die sich sowohl an medizinisches Fachpublikum als auch interessierte Laien richtet. Sein Ziel ist es, komplexe medizinische Themen verständlich darzustellen und gleichzeitig den neuesten Stand der Forschung zu präsentieren. Frank Mehrbach ist bekannt für seine sorgfältige Recherche und sein Engagement für qualitativ hochwertigen Journalismus.

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