Nahezu jeder kennt es. Für viele verschwindet es mit dem Ende der Pubertät – doch längst nicht für alle: Akne. Pickel, Mitesser und entzündliche Hautveränderungen begleiten Millionen Menschen oft weit über die Jugend hinaus. Besonders für Erwachsene kann das belastend sein, schließlich wird unreine Haut häufig noch immer als „Pubertätsproblem“ abgestempelt. Ein neuer wissenschaftlicher Ansatz rückt deshalb zunehmend in den Fokus: der Darm.

Zusammenfassung

  • Weltweit leiden Millionen Menschen unter Hautproblemen. Die Ursachen waren jedoch lange unklar.
  • Inzwischen sind sich Wissenschaftler weltweit einig: Der Darm und die in ihm lebenden Bakterien haben großen Einfluss auf den ganzen Körper.
  • Aus diesem Grund erfreuen sich sogenannte Probiotika wachsender Beliebtheit.
  • Trotz ihrer Unterschiedlichkeit gibt es einige fundamentale Qualitätskriterien, anhand derer wir beliebte Produkte getestet haben.

Was Eltern an der Pubertät ihrer Kinder am meisten fürchten, sind rebellische Phasen. Für Teenager hingegen ist sie gefürchtet: die Akne (Acne vulgaris). Sie betrifft zwischen 70 und 95 Prozent der Heranwachsenden, beginnt oft im Alter von 15 Jahren und schleicht sich bis spätestens Mitte 20 allmählich aus. Dabei sind Jungen deutlich häufiger betroffen – meist auch von schwereren Ausprägungen.

Allerdings kommt es auch vor, dass Erwachsene die unschöne Hauterkrankung aus Jugendzeiten nicht loswerden. Und während sie für Jugendliche beinahe schon zum Erscheinungsbild dazugehört, leiden auch Erwachsene oft enorm unter den roten Flecken und Beulen. Denn häufig wird sie (oft zu Unrecht) mit mangelnder Gesichtspflege oder ungesunder Ernährung in Verbindung gebracht.

Ansätze, um dem Problem Herr zu werden, gibt es in der Kosmetikbranche zuhauf. Aber während nicht alle von ihnen erfolgversprechend sind, können andere sogar zum Teil schwere Folgen nach sich tragen.

Die häufigsten Ursachen für Pickel und Mitesser vom Teenager- bis zum Erwachsenenalter

Was wir im Spiegel sehen, ist oft nur die Spitze des Eisbergs. Denn während sich Pickel, Mitesser und Rötungen an der Hautoberfläche zeigen, laufen die entscheidenden Prozesse tief darunter ab: In den Talgdrüsen und Haarfollikeln.

Akne ist eine entzündliche Hauterkrankung, die genau dort entsteht. Diese Drüsen produzieren, wie der Name schon sagt, normalerweise Talg, der die Haut geschmeidig hält und vor äußeren Einflüssen schützt. Problematisch wird es, wenn dieses fein abgestimmte System aus dem Gleichgewicht gerät. Dann beginnt es sprichwörtlich „unter der Haut zu brodeln“.

Die Talgproduktion steigt an. Häufig geschieht das unter dem Einfluss von Hormonen – insbesondere Androgenen, die sowohl bei Männern als auch bei Frauen vorkommen. Gleichzeitig kommt es zu einer verstärkten Verhornung der Haut. Abgestorbene Hautzellen werden nicht mehr richtig abgestoßen, sondern bleiben in den Poren hängen.

Skin Cross Section Hair Follicle Inflammation

Die Folge: Die Poren verstopfen und es entstehen sogenannte Komedonen, besser bekannt als Mitesser.

Doch damit nicht genug. In diesem nun abgeschlossenen Milieu finden bestimmte Hautbakterien, allen voran Cutibacterium acnes, ideale Bedingungen vor. Sie vermehren sich und setzen Stoffwechselprodukte frei, die das Immunsystem auf den Plan rufen. Die Reaktion: Entzündungen.

Jetzt entstehen die klassischen roten Pickel, Pusteln oder, in schwereren Fällen, tieferliegende, schmerzhafte Knoten. Wie stark diese Prozesse ausgeprägt sind, unterscheidet sich von Mensch zu Mensch erheblich. Deshalb wird Akne in verschiedene Schweregrade eingeteilt:

Grad 1: Vorwiegend Mitesser, kaum entzündliche Veränderungen

Grad 2: Zusätzlich entzündliche Pickel und Pusteln

Grad 3: Deutlich entzündliche Haut mit zahlreichen Pusteln und ersten Knoten

Grad 4: Schwere, tiefgehende Entzündungen (Akne conglobata) mit hohem Narbenrisiko

Klar ist jedoch: Akne ist kein oberflächliches Problem, das sich allein mit Reinigung oder Pflege lösen lässt. Die eigentlichen Ursachen liegen deutlich tiefer – und genau dort setzt auch die moderne Forschung zunehmend an. Aber dafür müssen wir zunächst die Ursachen genauer unter die Lupe nehmen.

Ein komplexes Zusammenspiel: Was sind die Ursachen für Akne und welche Irrtümer sind leider immer noch geläufig?

Die Frage nach den Ursachen von Akne wirkt auf den ersten Blick einfach, ist in der Praxis aber oft erstaunlich schwer eindeutig zu beantworten. Denn anders als oft angenommen, entsteht Akne selten durch einen einzelnen Auslöser. Vielmehr handelt es sich um ein Zusammenspiel verschiedener innerer und äußerer Faktoren, die sich gegenseitig verstärken können.

Ein weit verbreiteter Irrtum ist jedoch, dass Akne vor allem durch schlechte Hautpflege oder mangelnde Hygiene entsteht. Tatsächlich zeigt die Forschung jedoch klar: Akne ist keine Frage von „sauber“ oder „unsauber“.

Im Gegenteil: Übermäßiges Waschen oder aggressive Gesichtslotionen können die Hautbarriere sogar zusätzlich belasten und das Problem im Zweifel verschlimmern, weil die Haut Alarm schlägt und mit einer erhöhten Talgproduktion reagieren kann.

Wie bereits erwähnt, sind Hormone einer der ganz großen Faktoren, insbesondere Androgene. Sie beeinflussen die Aktivität der Talgdrüsen und können dazu führen, dass mehr Hautfett produziert wird. Deshalb tritt Akne besonders häufig in der Pubertät auf, also einer Lebensphase, in der der Hormonhaushalt stark schwankt.

Doch auch im Erwachsenenalter spielen hormonelle Veränderungen eine Rolle, etwa im Zusammenhang mit der Periode, dem Absetzen hormoneller Verhütungsmittel oder in der Schwangerschaft. Und wie so oft mischen auch die Gene gehörig mit. Manche Menschen reagieren von Natur aus empfindlicher auf hormonelle Signale oder neigen zu einer stärkeren Talgproduktion.

Chocolate Spread Bread Acne Sugar Skin Connection

Immer wieder außerdem im Verdacht: die Ernährung. Insbesondere Zucker, Milchprodukte oder fettige Speisen sollen Pickeln und Pusteln den Weg ebnen. Die Wissenschaft ist sich hier nicht so einig. Es gibt Hinweise darauf, dass stark hochglykämische Ernährung (also Lebensmittel, die den Blutzucker schnell ansteigen lassen) sowie bestimmte Milchprodukte Akne bei manchen Menschen verstärken können.

Ein allgemeingültiger „Akne-Auslöser“ im Essen ist aus wissenschaftlicher Sicht jedoch nicht bekannt. Trotzdem hält sich dieser Mythos hartnäckig, was dazu führt, dass Betroffene sich häufig unnötig stark einschränken.

Aber: Akne ist kein einfaches Ernährungs- oder Bakterienproblem und auch keine reine Folge äußerer Einflüsse. Vielmehr treffen Hormone, genetische Faktoren, Immunreaktionen und mikrobiologische Prozesse aufeinander und beeinflussen sich gegenseitig.

Und obwohl viele Betroffene nach klaren „Schuldigen“ suchen – sei es Schokolade, falsche Pflege oder mangelnde Hygiene – greift diese Sichtweise meist zu kurz. Akne entsteht nicht durch einen einzelnen Fehler, sondern durch ein sensibles System, das aus dem Gleichgewicht geraten ist.

Kampf gegen Pickel: Wie wirksam sind die gängigen Methoden wirklich? Und welche Risiken bergen Peelings und Lotionen?

Wer unter Akne leidet, hat meist schon eine ganze Reihe an Produkten und Methoden ausprobiert. Das Angebot ist riesig, die Versprechen klingen verlockend. Doch wie wirksam sind die gängigsten Ansätze tatsächlich?

Viele greifen zunächst zum naheliegendsten Mittel: dem Ausdrücken von Pickeln. Auch, wenn die Versuchung groß ist, davon ist dringend abzuraten! Durch den Druck können Bakterien tiefer in die Haut gelangen, insbesondere dann, wenn die Finger nicht sauber sind. Entzündungen verstärken sich und im schlimmsten Fall entstehen Narben.

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Auch chemische Peelings und Wirkstoffe wie Salicylsäure oder Fruchtsäuren gehören zu den Klassikern in der Aknebehandlung. Sie können helfen, abgestorbene Hautzellen zu lösen und verstopfte Poren zu befreien. Kurzfristig verbessert sich das Hautbild bei vielen Anwendern tatsächlich.

Gleichzeitig sind diese Wirkstoffe jedoch nicht frei von Nebenwirkungen: Gerade bei empfindlicher Haut kann es zu Reizungen, Rötungen oder einem Spannungsgefühl kommen. Zudem setzen sie primär an der Hautoberfläche an – die tieferliegenden Prozesse bleiben oft unbeeinflusst.

Ein ähnliches Bild zeigt sich bei Dampfbädern oder speziellen Anwendungen zur „Porenöffnung“. Zwar kann Wärme die Haut kurzfristig durchlässiger machen und die Reinigung erleichtern, ein nachhaltiger Effekt auf die Entstehung von Akne ist jedoch nicht belegt.

Reinigungsprodukte wie Waschgels, Tonics oder spezielle Anti-Akne-Linien gehören für viele zur täglichen Routine. Problematisch wird es allerdings, wenn diese Produkte zu aggressiv sind. In diesem Fall kann die Hautbarriere geschwächt werden, was paradoxerweise dazu führen kann, dass die Haut noch mehr Talg produziert, um den vermeintlichen „Mangel“ auszugleichen.

Als besonders wirksam gelten Retinoide, also Vitamin-A-Derivate wie Retinol. Sie greifen tiefer in die Hautprozesse ein, regulieren die Verhornung und fördern die Zellerneuerung. In vielen Fällen zeigen sie tatsächlich gute Ergebnisse. Allerdings gehen sie nicht selten mit Nebenwirkungen einher: trockene, schuppige Haut, Rötungen und eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Sonnenlicht sind häufig. Gerade zu Beginn der Anwendung berichten viele Betroffene sogar von einer vorübergehenden Verschlechterung des Hautbildes.

Bei schwereren Formen der Akne kommen zudem systemische Therapien zum Einsatz, etwa mit dem Wirkstoff Isotretinoin. Diese können sehr effektiv sein, greifen jedoch massiv in den Stoffwechsel ein und erfordern eine engmaschige ärztliche Betreuung, da sie mit teils erheblichen Nebenwirkungen verbunden sein können.

Was sich bei all diesen Ansätzen zeigt: Viele Behandlungen können Symptome lindern und das Hautbild vorübergehend verbessern. Doch sie setzen häufig an der Oberfläche an, während die eigentlichen Ursachen, die tiefer im Körper liegen, unberührt bleiben.

Genau deshalb wenden sich immer mehr Betroffene und auch Forscher neuen Perspektiven zu. Eine davon führt zu einem Organ, das man zunächst kaum mit Hautproblemen in Verbindung bringen würde: dem Darm.

Die Darm-Haut-Achse: Welche Rolle spielt unser Mikrobiom? Und wie kann unser Verdauungsorgan überhaupt etwas mit dem Hautbild zu tun haben?

Der Gedanke, dass der Darm etwas mit unserer Haut zu tun haben könnte, klingt für viele zunächst überraschend. Tatsächlich beschäftigen sich Wissenschaftler aber schon seit Jahrzehnten mit genau dieser Verbindung. Bereits in den 1930er-Jahren beschrieben die Dermatologen Stokes und Pillsbury erstmals eine sogenannte „Darm-Haut-Achse“ – also die Idee, dass Prozesse im Verdauungstrakt Einfluss auf das Hautbild haben können.

Gut Skin Axis Microbiome Inflammation Connection

Heute ist dieses Konzept aktueller denn je. Im Zentrum steht dabei das Darmmikrobiom, also die Gesamtheit aller Mikroorganismen, die unseren Darm besiedeln. Dieses komplexe Ökosystem ist weit mehr als nur ein „Verdauungshelfer“. Es steht in engem Austausch mit dem Immunsystem, beeinflusst Entzündungsprozesse im Körper und ist sogar maßgeblich in die Produktion einiger Hormone involviert.

Doch was hat das konkret mit Akne zu tun?

Ein Blick in die aktuelle Forschung liefert erste Antworten. In einer Studie von Yongqiong Deng und Kollegen aus dem Jahr 2018 wurde das Darmmikrobiom von Akne-Betroffenen mit dem gesunder Menschen verglichen. Das Ergebnis: Es zeigten sich deutliche Unterschiede in der Diversität der Darmbakterien. Bestimmte, schädliche Bakteriengruppen waren bei Akne-Patienten häufiger vertreten, während andere, als förderlich angesehene reduziert waren.

Eine weitere Untersuchung von Naoko Hitosugi und ihrem Team aus Japan kam zu einem ähnlichen Schluss. Auch hier zeigte sich, dass die Vielfalt der Darmbakterien bei Menschen mit Akne verändert war. Und genau diese Vielfalt scheint entscheidend zu sein: Ein ausgewogenes Mikrobiom zeichnet sich normalerweise durch eine hohe Diversität aus. Geht diese verloren, spricht man von einer sogenannten Dysbiose, also einem Ungleichgewicht im Darm.

Warum ist das relevant?

Ein gestörtes Mikrobiom kann im Körper unterschwellige Entzündungsprozesse fördern. Diese sogenannten „low-grade inflammations“ laufen oft unbemerkt ab, können aber langfristig verschiedene Systeme beeinflussen, darunter auch die Haut. Entzündungen spielen eine zentrale Rolle bei der Entstehung von Pickeln und Pusteln, da sie die Reaktion des Immunsystems verstärken.

Hinzu kommt ein weiterer spannender Mechanismus: der Einfluss auf den Hormonhaushalt. Studien deuten darauf hin, dass das Mikrobiom an der Regulation bestimmter Signalstoffe beteiligt ist, etwa des insulinähnlichen Wachstumsfaktors (IGF-1). Dieser wiederum steht im Verdacht, die Talgproduktion anzukurbeln, ein entscheidender Faktor bei der Entstehung von Akne.

Auch die sogenannte Darm-Hirn-Haut-Achse rückt zunehmend in den Fokus. Sie beschreibt das Zusammenspiel zwischen Darm, Nervensystem und Haut. Stress etwa kann die Zusammensetzung des Mikrobioms verändern und gleichzeitig entzündliche Prozesse fördern. Beides zusammen kann sich negativ auf das Hautbild auswirken.

Die Forschung steht hier noch am Anfang, doch die Richtung ist klar: Der Darm ist kein isoliertes Organ, sondern Teil eines eng vernetzten Systems. Und dieses System scheint – direkt oder indirekt – auch darüber mitzuentscheiden, wie unsere Haut aussieht.

Wenn also eine verringerte Vielfalt und zu geringe Vielzahl an Darmbakterien all diese negativen Folgen nach sich ziehen kann, müsste es nicht möglich sein, über den Darm an der Haut anzusetzen? Das ist eine Frage, die sich heute immer mehr Wissenschaftler stellen. Und hier kommen sogenannte Probiotika ins Spiel.

Was steckt hinter den sogenannten Probiotika?

Bei sogenannten Probiotika handelt es sich um Präparate, welche lebende Bakterien enthalten. Die Idee: Die Bakterien sollen sich im Darm ansiedeln, dort das Mikrobiom bereichern und eine eventuell vorliegende Dysbiose ausgleichen.

Anders als bei der berühmt-berüchtigten Stuhltransplantation werden die Bakterien für diese Präparate jedoch in pharmazeutischen Anlagen kultiviert – eine weitaus günstigere, sicherere und nicht zuletzt appetitlichere Vorstellung. Also – Problem gelöst?

Dafür ist ein ausgeglichenes Mikrobiom wichtig:

Unterstützung des Immunsystems

Vermeidung von Allergien

Metabolism Circle

Regulierung des Stoffwechsels

Erhalt der mentalen Gesundheit

Skin Problems

Förderung der Hautgesundheit

Vitamine

Aufnahme von Vitaminen

Vitalität im Alter

und viele weitere

Nicht unbedingt, denn um tatsächlich eine Stuhltransplantation imitieren zu können, muss ein Präparat eine Reihe spezifischer Kriterien erfüllen, welche nur wenige Hersteller beherrschen und welche zudem die Produktion stark verteuern. Der Markt ist jedoch sehr intransparent und wird von billigen Produkten geradezu überschwemmt.

Um Kunden in ihrer Kaufentscheidung zu unterstützen, haben wir zusammen mit einem Expertenteam fünf besonders verbreitete Produkte genauer unter die Lupe genommen.

Was macht ein Mikrokulturenpräparat aus?

Hinweis: Der Begriff „Probiotikum“ ist zwar weit verbreitet, darf zur Bewerbung eines entsprechenden Produktes jedoch nicht mehr verwendet werden.

Die Redaktion hat sich stattdessen für den passenderen Begriff „Mikrokulturenpräparat“ entschieden.

Nach eingehender Recherche haben unsere Experten die 5 wichtigsten Qualitätsmerkmale identifiziert und im Anschluss daran 5 aktuell sehr bekannte Produkte auf diese Merkmale hin geprüft.

Qualitätsmerkmal 1: Die Anzahl der enthaltenen Bakterienstämme

Ein gutes Mikrokulturenpräparat versucht, in seiner Zusammensetzung der eines ausgeglichenen menschlichen Darmmikrobioms möglichst nahezukommen. Im Prinzip soll es quasi eine Stuhltransplantation imitieren – jedoch ohne den Ekelfaktor. Nun beherbergt ein menschlicher Darm aber nicht nur 3 bis 10 verschiedene Bakterienstämme, sondern weitaus mehr. Entsprechend sollten mindestens 50 verschiedene Stämme enthalten sein.

Qualitätsmerkmal 2: Die Dosierung der koloniebildenden Einheiten

Zwar klingen Zahlen wie 2, 4 oder 10 Mrd. KBE zuerst einmal sehr beeindruckend, jedoch enthält ein gesunder Darm nach aktueller Forschungslage 10 bis 100 Billionen Bakterien. Präparate mit einer zu geringen Dosierung fallen dadurch nicht genügend ins Gewicht, um tatsächlich eine Veränderung bewirken zu können. Experten empfehlen aktuell Produkte mit mindestens 20 Mrd. KBE.

Qualitätsmerkmal 3: Die Unterstützung der Darmschleimhaut

Damit sich die Mikrokulturen überhaupt im Darm ansiedeln und dort ihre Arbeit verrichten können, brauchen sie einen entsprechenden Nährboden: eine intakte Darmschleimhaut. Das Problem: Diese ist gerade bei Darmproblemen oft bereits in Mitleidenschaft gezogen, was die Ansiedelung der guten Bakterien erschwert. Mikrokulturenpräparate sollten daher neben Bakterien auch Stoffe enthalten, welche die Darmschleimhaut unterstützen, wie zum Beispiel die B-Vitamine Niacin und Biotin.

Qualitätsmerkmal 4: Die Stabilität der Verpackung

Die Bakterien in einem Mikrokulturenpräparat werden bei der Herstellung durch Gefriertrocknung in eine Art Winterschlaf versetzt. Kommen sie in Kontakt mit Feuchtigkeit, „erwachen“ sie. Liegen dann geeignete Nahrungsquellen vor – was im Darm der Fall ist –, gedeihen die Bakterien. Das Problem: Viele Verpackungsformen schützen die Präparate nicht ausreichend vor Feuchtigkeit.

Sind Kapseln zum Beispiel nicht einzeln, sondern zusammen in einer Plastikdose oder einem Glas verpackt, kommen die Produkte bei jedem Öffnen in Kontakt mit Luft beziehungsweise Feuchtigkeit. Die Folge: Die Bakterien können zu früh erwachen, finden dann jedoch in der Kapsel keine Nahrung – und verhungern.

Bei Plastikverpackungen kommt erschwerend hinzu, dass das Material Feuchtigkeit nicht vollständig abhält: Winzige Mengen an Feuchtigkeit können die Verpackung passieren. In diesen Fällen sind bei Einnahme daher nicht selten schon alle enthaltenen Bakterien abgestorben.

Als Verpackungsgoldstandard gelten sogenannte Alu-Alu-Blister, bei denen jede Kapsel einzeln in eine Aluminiumkammer gebettet ist und somit optimal geschützt ist.

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Alu-Alu-Blister schützen Bakterien in ihren Kapseln optimal vor Feuchtigkeit.

Qualitätsmerkmal 5: Qualitätsstandards und Zertifizierung

Leider gibt es von gesetzlicher Seite kaum Vorgaben zur Herstellung von Mikrokulturenpräparaten. Aus diesem Grund werben viele Hersteller mit Zertifizierungen – die oft aber nur einen Mindeststandard abdecken. Deshalb ist es besonders wichtig, die ausgelobten Zertifizierungen genauer zu betrachten.

Den höchsten Standard sichert die Produktion nach GMP (Good Manufacturing Practice), dem Arzneimittelproduktions-Standard. Nur bei GMP-zertifizierten Herstellern können Verbraucher sicher sein, dass die Mikrokulturenpräparate nach diesem besonders hohen Standard gefertigt wurden.

Entsprechend diesen Kriterien haben wir fünf aktuell weit verbreitete Produkte untersucht und sind zu folgendem Ergebnis gekommen:

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Unser Testsieger

Kijimea K53 Advance

95/100
Kijimea K53 Advance online kaufen
Platz1

K53 Advance

Kijimea K53 Advance
Gesamtwertung
95
Anzahl an Stämmen
100
Dosierung
75
Darmschleimhaut
100
Verpackung
100
GMP-zertifiziert
100

Vorteile

Der Hersteller ist in medizinischen Kreisen für seine Forschung und Innovationen bekannt.

Mit bereits einer leicht zu schluckenden Kapsel ist die Tagesdosis abgedeckt.

Das Produkt ist gluten-, fruktose- und laktosefrei sowie frei von Zusatz-, Konservierungs- und Aromastoffen und Süßungsmitteln.

Nachteile

Cross Black

Zwar sind die Kapseln sowohl über den eigenen Shop als auch über Amazon und diverse Online-Apotheken bestellbar, doch hatte der Hersteller zuletzt aufgrund der großen Nachfrage offenbar Schwierigkeiten mit der Verfügbarkeit.

K53 Advance stammt von dem in der Bakterienforschung etablierten deutschen Unternehmen SYNformulas. Diese Firma erfreut sich dank eigener wissenschaftlicher Forschung, die sogar schon im weltweit renommierten Fachjournal „The Lancet“ publiziert wurde, eines großen Ansehens in medizinischen Fachkreisen.

Das zeigt sich auch bei der genaueren Betrachtung des Produkts: K53 Advance bietet mit 53 enthaltenen Bakterienstämmen die größte Vielfalt. Außerdem weist das Mikrokulturenpräparat die höchste Dosierung auf und enthält zusätzlich sowohl Biotin als auch Niacin für die Unterstützung der Darmschleimhaut.

Die Verpackung im Alu-Alu-Blister entspricht dem Goldstandard, denn sie schützt jede Kapsel von der Herstellung bis zum Verzehr optimal vor Luft und Feuchtigkeit. Außerdem sind sowohl der Herstellungsprozess als auch die Anlagen, auf denen das Präparat hergestellt wird, nach dem strengen Arzneimittel-Standard GMP-zertifiziert.

Damit erreicht K53 Advance einen Durchschnitt von 95 von 100 Punkten und ist unser Testsieger.

Was uns speziell bei unseren Recherchen zu diesem Produkt in besonderem Maße ins Auge gestochen ist, sind die zahlreichen überaus positiven Kundenbewertungen, die unseren eigenen Eindruck von dem Präparat unterstreichen. Hier einige Beispiele:

Paul B.

„Ich bin begeistert über die positive Veränderung. Jedem nur zu empfehlen. Angefangen von schnellem Versand bis zur schnellen Wirkung TOP!“

Mathilda M.

„Ich habe lange nach einem Probiotika gesucht das nach den höchsten wissenschaftlichen Standards produziert und verpackt wird. Wenn man sich mit dem Thema ein wenig beschäftigt, wird schnell klar, dass Kijimea hier einfach einen anderen Qualitätsanspruch hat als andere – ich bin super zufrieden!!!“

Anita Z.

„Nehme das Produkt jetzt seit einigen Wochen und fühle mich bereits deutlich besser. Habe es auch bereits an eine Freundin weitergegeben.“

Kijimea K53 Advance

Kijimea K53 Advance konnte auf ganzer Linie überzeugen und landet daher mit 95 Punkten verdient auf dem 1. Platz.

Besonders beeindruckend: Das Produkt enthält ganze 53 verschiedene Bakterienstämme, weitaus mehr als das zweitplatzierte Präparat.

Kijimea K53 Advance online kaufen

Flora Intenso

Floraintense Tp
Gesamtwertung
65
Anzahl an Stämmen
50
Dosierung
50
Darmschleimhaut
100
Verpackung
25
GMP-zertifiziert
100

Vorteile

Modernes, farbenfrohes Verpackungsdesign.

Akazienfaser als Präbiotikum auch bei Fruktoseintoleranz geeignet.

Riboflavin (Vitamin B2) unterstützt die Darmschleimhaut.

Nachteile

Cross Black

23 Bakterienstämme reichen nicht ganz aus.

Cross Black

Die Dosierung fällt zu gering aus.

Mit großem Abstand auf dem zweiten Platz landet Flora Intenso von Scheunengut. Die Anzahl der Bakterienstämme liegt mit 23 im Durchschnitt; dagegen kann die Dosierung mit gerade einmal 10,5 Milliarden KBE je Tagesdosis nicht überzeugen.

Erfreulich ist hingegen die Zugabe von Akazienfaser, das den Bakterien als Nahrung im Darm zur Verfügung steht und auch bei Fruktoseintoleranz geeignet ist. Zur Unterstützung der Darmschleimhaut greift der Hersteller auf das B-Vitamin Riboflavin zurück. Das hübsch gestaltete Fläschchen täuscht allerdings nicht darüber hinweg, dass die Bakterien kaum vor dem Eindringen von Luftfeuchtigkeit geschützt sind. Erfreulich ist dagegen die Qualitätssicherung: Scheunengut produziert auf GMP-zertifizierten Anlagen.

Floraintense Tp

Mit 65 Punkten sichert sich Flora Intenso den 2. Platz, allerdings mit großem Abstand.

Zwar kann das Produkt mit der Zugabe von Riboflavin zur Unterstützung der Darmschleimhaut sowie einer GMP-Zertifizierung aufwarten, doch lassen sowohl Dosierung als auch Diversität zu wünschen übrig.

Supermikroben

Fairment Supermikroben
Gesamtwertung
55
Anzahl an Stämmen
0
Dosierung
25
Darmschleimhaut
100
Verpackung
50
GMP-zertifiziert
100

Vorteile

Das moderne, farbenfrohe Verpackungsdesign sorgt für gute Laune.

Akazienfasern liefern als hochwertiges Präbiotikum Nahrung für die Bakterien.

Zink soll das Immunsystem noch weiter unterstützen.

Nachteile

Cross Black

3 Bakterienstämme sind für ein solches Präparat leider nicht ausreichend.

Cross Black

Die Dosierung fällt zu gering aus.

Die viel beworbenen Supermikroben landen mit gerade einmal 3 Bakterienstämmen in unserem Test auf dem dritten Platz. Die Dosierung ist mit lediglich 6 Mrd. KBE eher am unteren Ende des Spektrums zu verorten.

Zur Unterstützung der Schleimhäute sind sowohl Niacin als auch Riboflavin enthalten. Mit Akazienfasern wurde ein hochwertiges Präbiotikum zugesetzt. Die Kapseln werden allerdings in einem Beutel geliefert und können anschließend in ein Glas umgefüllt werden. Idealer wäre die Verpackung in einem Alu-Alu-Blister aufgrund des besseren Schutzes.

Die Herstellung erfolgt nach GMP-Standards, was Vertrauen schafft.

Fairment Supermikroben

Die „Supermikroben“ landen mit 55 Punkten im Mittelfeld. Einige sehr positive Aspekte können jedoch nicht das zentrale Manko dieses Produktes aushebeln: die geringe Diversität an Bakterienstämmen sowie die eher enttäuschende Dosierung.

Probaflor
Probaflor Tp
Gesamtwertung
35
Anzahl an Stämmen
25
Dosierung
75
Darmschleimhaut
0
Verpackung
50
GMP-zertifiziert
25

Vorteile

Inulin dient den enthaltenen Bakterien als Präbiotikum.
Die Kapseln sind über den eigenen Onlineshop, Amazon sowie Online-Apotheken bestellbar und damit gut verfügbar.

Nachteile

Cross Black
Die Anzahl der Bakterienstämme ist eher gering.
Cross Black
Das Produkt enthält keine zusätzlichen Inhaltsstoffe, um eine geschädigte Darmschleimhaut zu unterstützen.
Cross Black
Insbesondere in Bezug auf die 3-Monats-Dose ist aufgrund der Verpackung die Stabilität der Kapseln fraglich.

Probaflor liefert leider nur 11 Bakterienstämme und liegt damit im hinteren Feld. Erfreulich sind dagegen die hohe Dosierung von 20 Mrd. KBE sowie die Zugabe von Inulin.

Bei der Verpackung macht der Hersteller wiederum Abstriche: Zwar ist die Plastikdose mit einer speziellen Schicht ausgestattet, welche eingedrungene Feuchtigkeit binden soll, jedoch liegen der Redaktion keine überprüfbaren Daten vor, inwieweit dies über die gesamte Dauer des Gebrauchs gewährleistet ist. Der Hersteller gibt an, nach ISO- und FDA-Standards zertifiziert zu sein, macht aber keine Angaben zu einer GMP-Zertifizierung.

Probaflor Tp

Mit 35 Punkten landet Probaflor von Nupure auf dem 4. Platz.

Positiv hervorzuheben ist dabei die Dosierung, leider enttäuscht das Produkt dafür in Bezug auf Vielfalt der Bakterienstämme sowie bei der Verpackung.

Mighty Biotics

Mightyelements Mightybiotics Pulver
Gesamtwertung
30
Anzahl an Stämmen
50
Dosierung
75
Darmschleimhaut
0
Verpackung
25
GMP-zertifiziert
0

Vorteile

Vegan und in Bio-Qualität.

Akazienfasern liefern als hochwertiges Präbiotikum Nahrung für die Bakterien.

Hohe Dosierung.

Nachteile

Cross Black

23 Bakterienstämme sind für ein solches Präparat leider nicht ausreichend.

Cross Black

Überlebensfähigkeit der Bakterien über Anwendungszeitraum fraglich.

Leider sind die Mighty Biotics von Mighty Elements nicht ganz so kraftvoll, wie der Name vermuten lässt. Mit 23 Stämmen ist die Diversität respektabel, aber dennoch nicht hoch genug. Dafür hat der Hersteller mit Bio-Akazienfaser an ein Präbiotikum gedacht. Inhaltsstoffe zur Unterstützung der Darmschleimhaut fehlen hingegen vollends – ebenso wie eine Vertrauen-schaffende GMP-Zertifizierung.

Weniger überzeugen konnte uns die Verpackung: Nicht nur kommt der wertvolle Inhalt bei jedem Öffnen des Glasfläschchens mit Luftfeuchtigkeit in Kontakt. Die im losen Pulver enthaltenen Bakterien sind dieser ohne schützende Kapsel ausgesetzt.

Mit der Dosierung von 20 Mrd. KBE reichen die Mighty Biotics immerhin an den Testsieger heran. Dennoch reicht es in der Gesamtwertung lediglich für Platz 5.

Mightyelements Mightybiotics Pulver

Bei Mighty Biotics reicht es nur für 30 Punkte und damit den 5. Platz. Die Darmschleimhaut unterstützende Stoffe fehlen ebenso wie eine GMP-Zertifizierung. Und auch die Verpackung überzeugt kaum. Das kann leider nicht einmal die hohe Dosierung auffangen.

Fazit

Der Darm steht in der Haut-Forschung aktuell im Fokus – wir meinen: zu Recht! Bereits jetzt lassen neuere Forschungsergebnisse darauf schließen, dass Akne in vielen Fällen in Zusammenhang mit einem gestörten bzw. geschwächten Darmmikrobiom steht.

Für Betroffene, welche mit Mikrokulturenpräparaten im Darm ansetzen wollen, bietet sich die Qual der Wahl. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich, dass sich zwischen den auf dem Markt befindlichen Produkten doch enorme Qualitätsunterschiede ausmachen lassen.

Daher ist es besonders wichtig, sich vor dem Kauf umfassend zu informieren.

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Kijimea K53 Advance

Bewertung im Vergleich: 95/100
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Wissenschaftliche Quellen

Deng, Y. (2018): “Patients with Acne Vulgaris Have a Distinct Gut Microbiota in Comparison with Healthy Controls”, Acta Dermato-Venereologica, 98(8), pp. 783–790. doi: 10.2340/00015555-2968.

Hitosugi N., et al. (2020): “Dysbiosis of Gut Microbiota and Acne Vulgaris: The Role of Short-Chain Fatty Acids Gut in Pathogenesis”, Clinical Dermatology Open Access Journal, 5(3), doi: 10.23880/cdoaj-16000218.

Über den Verfasser

Frank Mehrbach

Frank Mehrbach wurde 1965 in Hamburg geboren und lebte seine Leidenschaft für das Schreiben schon früh durch sein Mitwirken in diversen Studentenzeitungen aus. Nach seiner akademischen Laufbahn besuchte er zahlreiche Seminare und Vorträge rund ums Thema Gesundheit, durch die er sein journalistisches Handwerk mit seiner Leidenschaft für Medizin kombinieren konnte. Mehrbach schrieb für verschiedene medizinische Fachzeitschriften und Gesundheitsmagazine.

2005 trat Frank Mehrbach schließlich dem Redaktionsteam von Spiegel der Gesundheit bei. Dank seiner fundierten Kenntnisse aus dem Gesundheitssektor und seinem Talent für präzise und verständliche Wissenschaftskommunikation stieg er schnell die Karriereleiter hoch. Im Jahr 2015 übernahm er die Position des Chefredakteurs.

Unter Mehrbachs Leitung veröffentlicht Spiegel der Gesundheit eine Vielzahl von Artikeln und Reportagen, die sich sowohl an medizinisches Fachpublikum als auch interessierte Laien richtet. Sein Ziel ist es, komplexe medizinische Themen verständlich darzustellen und gleichzeitig den neuesten Stand der Forschung zu präsentieren. Frank Mehrbach ist bekannt für seine sorgfältige Recherche und sein Engagement für qualitativ hochwertigen Journalismus.

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