Neue Forschungsergebnisse deuten nun auf eine Verbindung zwischen dem Darmmikrobiom und neurologischen Störungen wie ADHS hin. Welche neuen Möglichkeiten sich dadurch erschließen, welche Rolle sogenannte Probiotika in diesem Zusammenhang spielen können und welche dieser Produkte tatsächlich ihr Geld wert sind, untersuchen wir zusammen mit Experten.

Ein Zuviel an Aktivitätendrang und Energie und ein Zuwenig an Ruhe und Konzentration – mittlerweile ist es zur Mode geworden, auch kleinere und mittlere Verhaltensabweichungen bei Kindern schnell mit ADHS zu etikettieren. Die ohnehin bereits besorgten Eltern setzt das einem erheblichen gesellschaftlichen Druck aus, etwas gegen das vermeintliche Problem zu unternehmen.

Aber welche Möglichkeiten gibt es?

Zusammenfassung

  • Wissenschaftler weltweit sind sich einig: Der Darm und die in ihm lebenden Bakterien haben großen Einfluss auf die kindliche Entwicklung.
  • Aus diesem Grund erfreuen sich sogenannte Probiotika für Kinder wachsender Beliebtheit.
  • Trotz ihrer Unterschiedlichkeit gibt es einige fundamentale Qualitätskriterien, anhand derer wir beliebte Produkte getestet haben.

Die herkömmliche Behandlung von ADHS konzentriert sich meist auf die Verwendung von Medikamenten, die die Konzentration von Neurotransmittern, also Botenstoffen wie Dopamin und Noradrenalin, im Gehirn erhöhen. Dadurch sollen Aufmerksamkeit, Impulskontrolle und Motivation reguliert werden.

Jedoch sollten die potenziellen Nebenwirkungen solcher Medikamente nicht unterschätzt werden: Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Schlafstörungen oder Kopfschmerzen sind nur einige der möglichen Begleiterscheinungen, die die Betroffenen zusätzlich im Alltag belasten können.

In der aktuellen Forschung tritt ein überraschender Zusammenhang verstärkt in den Fokus, der ADHS von einer anderen Richtung aus „anpackt“: die Beziehung zwischen ADHS und dem Darm. Könnte also eventuell ein Ansatz, der dieses Organ in den Mittelpunkt der Behandlung rückt, ein vielversprechender alternativer Weg sein, ADHS zu begegnen?

Um dieser Frage nachzugehen, müssen wir zuerst einmal genauer beleuchten, was eigentlich genau hinter dem Begriff „ADHS“ steckt.

Durchblick im Darm: Eine neue Perspektive auf ADHS, das Mikrobiom sowie seine Zusammenhänge mit Verhalten und Gehirnfunktionen

Die Aufmerksamkeitsstörung (ADS) oder Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) ist eine der häufigsten psychiatrischen Erkrankungen des Kindes- und Jugendalters; betroffen sind etwa 2 bis 6 Prozent aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland. Im Volksmund oft auch als „Zappelphilipp-Syndrom“ bekannt, äußert sich ADHS hauptsächlich durch Hyperaktivität, Aufmerksamkeitsprobleme und Impulsivität.

Von Schwierigkeiten im Kindergarten und in der Schule über Herausforderungen in zwischenmenschlichen Beziehungen bis hin zu Problemen mit Organisation und Zeitmanagement im Alltag sowie im Arbeitsleben – Menschen mit ADHS können eine große Bandbreite an Hindernissen erleben.

Aber auch kleinere Verhaltensauffälligkeiten wie übermäßige Energie, leichte Unaufmerksamkeit oder gelegentliche Impulsivität können Eltern vor Fragen und Herausforderungen stellen.

ADHS gilt als komplexe Störung, die durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst wird, darunter genetische, neurobiologische und Umweltfaktoren.

Child Running With Glowing Gut

Trotz langjähriger Forschung ist die genaue Abfolge der pathologischen Ereignisse, die ADHS zugrunde liegen, noch nicht vollständig geklärt. In jüngster Zeit haben Forscher die Suche nach den Ursprüngen von ADHS noch einmal intensiviert. Dabei sind sie auf einen überraschenden sowie bisher vernachlässigten Zusammenhang gestoßen: die Beziehung zwischen ADHS und dem Darm bzw. seinem Mikrobiom!

Unter dem Darmmikrobiom versteht man das faszinierende Ökosystem aus Billionen von Bakterien, das unseren Darm bevölkert.

In den letzten Jahren wurde durch unzählige Studien immer deutlicher, wie groß die Bedeutung des Darmmikrobioms für viele Körperfunktionen ist. Neben dem Immunsystem beeinflusst das Darmmikrobiom auch zahlreiche Organe, so auch das Gehirn.

Darüber hinaus ist das Darmmikrobiom mit anderen Organsystemen verbunden: Über die sogenannte Darm-Hirn-Achse hat es sogar Auswirkungen auf unsere psychische Gesundheit! Dabei stehen Gehirn und Darm stets in engem Austausch und kommunizieren über neurologische (also nervliche) und hormonelle Kanäle, aber auch über Immunreaktionen miteinander.

Diese Verbindung ist bidirektional: Einerseits steuert das Gehirn die Darmfunktionen, andererseits zeigen neuere Studien1, dass der Darm Einfluss auf die Stimmung, kognitive Funktionen sowie die psychische Gesundheit nehmen kann.

Gut Brain Axis Illustration

Darm-Hirn-Achse

Gleichzeitig wurde in der Wissenschaft in den letzten zehn Jahren auf vielfältige Art und Weise gezeigt, dass Störungen im Darmmikrobiom auch Auswirkungen auf unterschiedlichste Funktionen des Körpers haben.

Dabei rückte insbesondere die Beschaffenheit der im Darm lebenden Bakterien in den Mittelpunkt. Wenn diese Vielfalt und Vielzahl eingeschränkt ist, spricht man von einer Dysbiose. Diese, so konnte gezeigt werden, kann sich auf so unterschiedliche Bereiche wie Müdigkeit und Erschöpfung, Übergewicht, Allergien und einiges mehr negativ auswirken.

Könnte dies eventuell auch ein Faktor bei ADHS sein?

Um diesem Zusammenhang genauer auf den Grund zu gehen, führte ein deutsches Forschungsteam der Universität Kiel eine Studie durch, in der anhand von Stuhlproben das Darmmikrobiom von Kindern mit ADHS untersucht wurde. Um ein möglichst klares Ergebnis zu erhalten, stellten die Wissenschaftler unter der Leitung des Professors und Psychologen Alexander Prehn-Kristensen sicher, dass alle Kinder vergleichbare Voraussetzungen erfüllten hinsichtlich ihrer demographischen Daten wie Alter, Gewicht, Herkunft oder Wohnort, aber auch in Bezug auf ihre Ernährungsgewohnheiten sowie Medikamenteneinnahme gegen die ADHS-Symptome.

Das Ergebnis: Die Forscher konnten zeigen, dass Kinder mit ADHS im Vergleich zu Kindern ohne ADHS eine signifikant geringere Vielfalt und ein Ungleichgewicht im Darmmikrobiom aufweisen.1

Kann es denn wirklich sein, dass Bakterien „schuld“ an Verhaltensabweichungen sind? Dafür geben Wissenschaftler eine plausible Erklärung: Das Darmmikrobiom produziert verschiedene Neurotransmitter, die einen direkten Einfluss auf die Gehirnfunktion haben. Neurotransmitter sind chemische Botenstoffe im Körper, die Signale von Nervenzellen zu Zielzellen übertragen. Sie spielen damit eine entscheidende Rolle im Nervensystem und regulieren zahlreiche Körperfunktionen wie Verdauung, Stimmung, Konzentration, Appetit oder Muskelbewegung.

Zu diesen gehört auch Serotonin, auch bekannt als „Glückshormon“. Es spielt bei sozial-emotionalem Verhalten eine große Rolle – unter anderem ist es für die Regulation der Stimmung, Informationsverarbeitung und unser Wohlbefinden verantwortlich. Wenn wir zu wenig Serotonin produzieren, können entsprechend Probleme in der Emotionsregulierung und im allgemeinen Wohlbefinden die Folge sein.

Da das Darmmikrobiom maßgeblich an der Produktion von Neurotransmittern wie Serotonin beteiligt ist, kann eine Dysbalance des Darmmikrobioms also auch die Gehirnfunktion und das Verhalten beeinflussen – und damit eine Rolle bei Entwicklungs- bzw. Verhaltensstörungen wie ADHS spielen.

Der Zusammenhang zwischen einem Ungleichgewicht des Darmmikrobioms und Veränderungen in Körperfunktionen rückt international immer stärker in den Fokus.

So führten Forscher rund um den renommierten Professor Tomokazu Hata an der Kyushu Universität in Japan ein Experiment durch. Sie verglichen Mäuse, die ein intaktes Darmmikrobiom aufweisen, mit sogenannten „germ-free“ (GF) Mäusen, also Mäusen, die über kein eigenes Mikrobiom verfügen. Das Ergebnis: Bei den bakterienfreien Mäusen stellten sie fest, dass der Neurotransmitter Serotonin stark reduziert war.

Researchers Observing Lab Mice

In weiterer Folge des Experiments führten die japanischen Wissenschaftler den darmbakterienfreien Mäusen Darmbakterien zu, woraufhin ihre Serotonin-Werte nach nur drei Tagen anstiegen. So konnten sie zeigen, dass Veränderungen des Darmmikrobioms auf den Serotoninhaushalt wirken und damit am Ausbruch und der Ausprägung von Verhaltensabweichungen, die mit ADHS in Verbindung gebracht werden, mitbeteiligt sein können.2

Einen etwas anderen Ansatz verfolgte die Wissenschaftlerin Anouk Tengeler. Gemeinsam mit ihrem niederländischen Forschungsteam an der Radboud University führten sie eine weitere Studie an Mäusen durch. Dabei manipulierten sie das Darmmikrobiom von Mäusen, indem sie ihnen das Darmmikrobiom von Menschen mit ADHS transplantierten. Die Forscher verglichen daraufhin die Auswirkungen auf den Darm der Mäuse, ihr Gehirn und ihr Verhalten mit der Gruppe der Kontrollmäuse.

Das Ergebnis war verblüffend: Die Mäuse mit ADHS-Mikrobiom zeigten weniger intakte Hirnregionen der weißen und grauen Substanz, insbesondere im Bereich der Capsula interna („innere Kapsel“) und des Hippocampus. Diese Hirnregionen sind maßgeblich bei der Signalübertragung im Gehirn beteiligt. Während die innere Kapsel unter anderem für die Koordination von Bewegung und Sinneseindrücken verantwortlich ist, reguliert der Hippocampus kognitive Prozesse wie Lernen und Gedächtnis, Stimmung oder Anpassungsfähigkeit.

Wenn diese Signalübertragungen gestört sind, können Probleme bei der Kommunikation zwischen verschiedenen Hirnregionen die Folge sein.3 Vereinfacht gesagt zeigten die Mäuse mit dem Darmmikrobiom von Menschen, welche an ADHS litten, also Auffälligkeiten in der Signalübertragung im Gehirn, die typisch für ADHS sind.

Es zeigt sich also: Auch wenn aktuell noch verschiedene Wirkmechanismen untersucht werden, scheint doch festzustehen, dass das Darmmikrobiom eine wichtige Rolle bei neuropsychiatrischen Entwicklungs- bzw. Verhaltensstörungen, wie etwa ADHS, spielt. Zahlreiche Studien unterstreichen diesen Zusammenhang, was die Frage aufwirft: Gibt es Ansätze, die direkt auf das Mikrobiom abzielen und somit das Krankheitsbild der Betroffenen positiv beeinflussen könnten?

Das Darmmikrobiom verstehen: Wie alte Methoden bis hin zu moderneren Ansätzen helfen können, das Gleichgewicht im Darm wiederherzustellen

Zuallererst muss man wissen: Für ein gesundes Darmmikrobiom müssen die einzelnen Bakterienstämme in einem gesunden Verhältnis zueinanderstehen. Denn jeder Bakterienstamm erfüllt ganz spezielle „Aufgaben“: Nimmt ein bestimmter Stamm überhand und verdrängt damit einen anderen, bleiben dessen Aufgaben unerledigt.

Ähnlich wie eine Wildblumenwiese, auf der sich verschiedene Pflanzen, Kräuter, Insekten und Tiere tummeln, ist das Mikrobiom jedes Menschen eine einzigartige Mischung aus Bakterien, die in einem empfindlichen Gleichgewicht zueinanderstehen.

Dafür ist ein ausgeglichenes Mikrobiom wichtig:

Unterstützung des Immunsystems

Vermeidung von Allergien

Metabolism Circle

Regulierung des Stoffwechsels

Erhalt der mentalen Gesundheit

Skin Problems

Förderung der Hautgesundheit

Vitamine

Aufnahme von Vitaminen

Vitalität im Alter

und viele weitere

Dieses harmonische Zusammenspiel unterliegt während unseres Lebens in einem gewissen Rahmen natürlichen Schwankungen. Wie die Blumenwiese im Wandel der Jahreszeiten durchläuft auch das Mikrobiom ständig Veränderungen.

Doch anhaltende negative Einflüsse können dieses Ökosystem aus der Bahn werfen: Dies äußert sich insbesondere in einer reduzierten Vielfalt und Vielzahl der Bakterien – Experten sprechen von einer sogenannten Dysbiose. Die Landschaft liegt quasi brach.

Scientists Analyzing Gut Model

Wie durch die oben angeführten Studien dargelegt wurde, weist die Forschung darauf hin, dass eine Dysbiose mit Verhaltensabweichungen wie ADHS in Zusammenhang steht. Doch wie lässt sich ein Gleichgewicht des Darmmikrobioms wiederherstellen, um Betroffene unterstützen zu können?

Hier versprechen sogenannte „Probiotika“ Abhilfe. Diese erlebten in den letzten Jahren einen wahren Hype. Dabei handelt es sich um Präparate, die das menschliche Darmmikrobiom auf natürliche Weise nachahmen. So sollen spezifische Darmbakterien gezielt zugeführt werden, wodurch das Darmmikrobiom in seiner Vielfalt gefördert werden soll und der Darm in der Erfüllung seiner Aufgaben optimal unterstützt werden soll – für rundum mehr Wohlbefinden. Doch worauf kommt es bei Probiotika an?

Was macht ein Mikrokulturenpräparat aus?

Hinweis: Der Begriff „Probiotikum“ ist zwar weit verbreitet, darf zur Bewerbung eines entsprechenden Produktes jedoch nicht mehr verwendet werden.

Die Redaktion hat sich stattdessen für den passenderen Begriff „Mikrokulturenpräparat“ entschieden.

Nach eingehender Recherche haben unsere Experten die 4 wichtigsten Qualitätsmerkmale identifiziert und im Anschluss daran 5 aktuell sehr bekannte Produkte auf diese Merkmale hin geprüft.

Qualitätsmerkmal 1: Die Anzahl der enthaltenen Bakterienstämme

Ein gutes Mikrokulturenpräparat versucht, in seiner Zusammensetzung der eines ausgeglichenen menschlichen Darmmikrobioms möglichst nahezukommen. Im Prinzip soll es quasi eine Stuhltransplantation imitieren – jedoch ohne den Ekelfaktor. Nun beherbergt ein menschlicher Darm aber nicht nur 3 bis 10 verschiedene Bakterienstämme, sondern weitaus mehr. Entsprechend sollten mindestens 50 verschiedene Stämme enthalten sein.

Qualitätsmerkmal 2: Die Stabilität der Verpackung

Die Bakterien in einem Mikrokulturenpräparat werden bei der Herstellung durch Gefriertrocknung in eine Art Winterschlaf versetzt. Kommen sie in Kontakt mit Feuchtigkeit, „erwachen“ sie. Liegen dann geeignete Nahrungsquellen vor – was im Darm der Fall ist – gedeihen die Bakterien.

Das Problem: Viele Verpackungsformen schützen die Präparate nicht ausreichend vor Feuchtigkeit.

Sind Kapseln zum Beispiel nicht einzeln, sondern zusammen in einer Plastikdose oder einem Glas verpackt, kommen die Produkte bei jedem Öffnen in Kontakt mit Luft beziehungsweise Feuchtigkeit.

Die Folge: Die Bakterien können zu früh erwachen, finden dann jedoch in der Kapsel keine Nahrung – und verhungern. Noch einfacher passiert das, wenn es sich nicht um Kapseln handelt, deren Hülle zumindest ein geringes Maß an Schutz bietet, sondern um offenes Pulver, bei dem die Bakterien bei jedem Öffnen in direkten Kontakt mit Luft kommen. Ideal sind daher Einzelverpackungen, die mit einer geeigneten Schutzhülle versehen sind.

Qualitätsmerkmal 3: GMP-Zertifizierung

Leider gibt es von gesetzlicher Seite kaum Vorgaben zur Herstellung von Mikrokulturenpräparaten. Aus diesem Grund werben viele Hersteller mit Zertifizierungen – die oft aber nur einen Mindeststandard abdecken. Deshalb ist es besonders wichtig, die ausgelobten Zertifizierungen genauer zu betrachten.

Den höchsten Standard sichert die Produktion nach GMP (Good Manufacturing Practice), dem Arzneimittelproduktions-Standard. Nur bei GMP-zertifizierten Herstellern können Verbraucher sicher sein, dass die Mikrokulturenpräparate nach diesem besonders hohen Standard gefertigt wurden.

Qualitätsmerkmal 4: Minimalistische Formulierung

Insbesondere bei (Klein-)Kindern sollte sichergestellt sein, dass das Produkt nur Stoffe enthält, die wirklich nötig sind. Leider finden sich jedoch in zahlreichen Produkten Zuckerarten. Auch, wenn die enthaltene Menge meist gering ist, sollte der Zuckerkonsum, vor allem bei Kleinkindern, möglichst weit begrenzt werden.

Doch auch Zuckeraustauschstoffe bringen ihre Probleme mit sich, da sie sich oft negativ auf die Verdauungsorgane auswirken und zum Beispiel Blähungen auslösen können. Ein Pluspunkt ist darüber hinaus eine vegetarische oder vegane Formulierung, sodass Kinder mit verschiedenen Ernährungsformen oder Unverträglichkeiten von dem Produkt profitieren können.

Welche Produkte erfüllen unsere Ansprüche?

Entsprechend dieser Kriterien haben wir 5 aktuell weit verbreitete Produkte untersucht und sind zu folgendem Ergebnis gekommen:

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Unser Testsieger

Kijimea K53 Advance Kids

100/100
Kijimea K53 Advance Kids online kaufen
Platz1

K53 Advance Kids

Kijimea K53 Advance Kids
Gesamtwertung
100
Anzahl an Stämmen
100
Verpackung
100
GMP-zertifiziert
100
Minimalistische Formulierung
100

Vorteile

Der Hersteller ist in medizinischen Kreisen für seine Forschung und Innovationen bekannt.

Enthält Kamillenextrakt und Folsäure.

Das Produkt ist gluten-, fruktose- und laktosefrei sowie frei von Zusatz-, Konservierungs- und Aromastoffen und Süßungsmitteln.

Nachteile

Cross Black

Zwar sind die Sticks sowohl über den eigenen Shop als auch über Amazon und diverse Online-Apotheken bestellbar, doch hatte der Hersteller zuletzt aufgrund der großen Nachfrage offenbar Schwierigkeiten mit der Verfügbarkeit.

Kijimea K53 Advance Kids stammt von dem in der Bakterienforschung etablierten deutschen Unternehmen SYNformulas. Diese Firma erfreut sich dank eigener wissenschaftlicher Forschung, die sogar schon im weltweit renommierten Fachjournal „The Lancet“ publiziert wurde, eines großen Ansehens in medizinischen Fachkreisen.

Das zeigt sich auch bei der genaueren Betrachtung des Produkts: K53 Advance Kids enthält 53 verschiedene, sorgfältig auf die kindlichen Bedürfnisse abgestimmte Bakterienstämme und verfügt damit über die mit weitem Abstand höchste Diversität in diesem Test. Um die Darmschleimhaut und damit die Ansiedelung der zugeführten Bakterien zu unterstützen, wurden zusätzlich sowohl Biotin als auch Niacin beigefügt. Darüber hinaus enthält Kijimea K53 Advance Kids Folsäure, welche das Immunsystem unterstützt.

Das Produkt liegt als geschmackloses Pulver vor, das einfach in Getränke oder Brei eingerührt werden kann. Das ist vor allem für kleine Kinder praktisch, die Probleme damit haben, Kapseln zu schlucken. Jede Tagesdosis ist in einen separaten Stick verpackt, wodurch die wertvollen Bakterien von der Herstellung bis zum Verzehr optimal vor Luft und Feuchtigkeit geschützt werden. Außerdem sind sowohl der Herstellungsprozess als auch die Anlagen, auf denen das Präparat hergestellt wird, nach dem strengen Arzneimittel-Standard GMP-zertifiziert.

Kijimea K53 Advance Kids ist für eine vegetarische Ernährung geeignet und ist frei von Zucker sowie Zuckeraustauschstoffen, zugesetzten Aromen, Konservierungsmitteln und Gluten. Damit ist das Produkt bereits für Kinder ab einem Jahr geeignet.

Ein weiteres Plus: Als einer von nur zwei Herstellern im Test gibt Kijimea die genaue Stammspezifität der enthaltenen Bakterienstämme an. Dies ist insofern wichtig, als sich verschiedene Stämme einer Gattung (z.B. B. infantis) in ihrer Wirkung stark voneinander unterscheiden können. Für Verbraucher und Eltern ist es daher wichtig zu wissen, was wirklich in ihrem Produkt steckt.

Damit erreicht K53 Advance Kids die volle Punktzahl und ist unser Testsieger.

Kijimea K53 Advance Kids

Kijimea K53 Advance Kids konnte auf ganzer Linie überzeugen und landet daher mit 100 Punkten verdient auf dem 1. Platz.

Besonders beeindruckend: Das Produkt enthält ganze 53 verschiedene Bakterienstämme, weitaus mehr als alle anderen Präparate.

Kijimea K53 Advance Kids online kaufen

lovebug Kids Probiotic Pearls

Lovebug Kids Probiotic Pearls
Gesamtwertung
56
Anzahl an Stämmen
0
Verpackung
50
GMP-zertifiziert
100
Minimalistische Formulierung
75

Vorteile

Modernes, farbenfrohes Verpackungsdesign.

Enthält mit FOS ein hochwertiges Präbiotikum.

Nachteile

Cross Black

5 Bakterienstämme sind zu wenig.

Cross Black

Wird erst ab 4 Jahren empfohlen.

Mit großem Abstand auf dem zweiten Platz landen die Kids Probiotic Pearls des amerikanischen Herstellers lovebug. Die kleinen „Perlen“ sind vergleichsweise einfach zu schlucken oder zu zerkauen und sind dementsprechend jedoch erst für Kinder ab 4 Jahren geeignet. Ob das zugesetzte Orangenaroma dem Kindergeschmack auch wirklich entspricht, bleibt offen. Die Perlen befinden sich offen in einer Plastikdose, leider ist damit der optimale Schutz für die enthaltenen Bakterien nicht gewährleistet.

Leider fällt die Diversität bei diesem Produkt deutlich geringer aus als beim Testsieger: Lediglich 5 verschiedene Bakterienstämme sind enthalten, deren genaue Stammspezifität nicht angegeben wird. Löblich ist dagegen die Zugabe von FOS, einem hochwertigen Präbiotikum, das als Bakterienfutter fungieren soll.

Die aktuell auf Amazon in Deutschland erhältliche Version enthält Sucralose, einen künstlichen Süßstoff, welcher sich laut Studien negativ auf die Darmflora auswirken kann – alles andere als ideal für ein Probiotikum. Mittlerweile scheint zumindest direkt über die amerikanische Herstellerseite jedoch auch eine Version mit Stevia als Süßungsmittel verfügbar zu sein. Sobald diese auch auf Amazon verfügbar ist, werden wir unsere Bewertung entsprechend anpassen. Positiv ist dagegen die GMP-Zertifizierung.

Lovebug Kids Probiotic Pearls

Mit 56 Punkten landen die Kids Probiotic Pearls auf dem 2. Platz.

Zwar kann das Produkt mit der Zugabe von FOS als Präbiotikum sowie einer GMP-Zertifizierung aufwarten, doch lassen sowohl Diversität als auch Verpackung zu wünschen übrig.

Carnium Botanicals Kids Biotic

Carnium Botanicals Kids Biotic
Gesamtwertung
50
Anzahl an Stämmen
0
Verpackung
0
GMP-zertifiziert
100
Minimalistische Formulierung
100

Vorteile

Sehr cleane Formulierung ohne zugesetzten Zucker, Süßungsmittel oder künstliche Aromen.

Enthält FOS und Inulin als Bakterienfutter.

Nachteile

Cross Black

Enthält die geringste Diversität im Test.

Cross Black

Verpackungsform ist für ein Mikrokulturenpräparat ungeeignet.

Der slowenische Hersteller Carnium Botanicals erreicht knapp hinter dem Zweitplatzierten den dritten Platz. Das liegt vor allem daran, dass das Produkt nicht nur für eine vegane Ernährung geeignet ist, sondern auch weder Zucker, Zuckerersatzstoffe oder zugesetzte Aromen enthält – ähnlich wie der Erstplatzierte. Ebenfalls wie der Erstplatzierte verfügt der Hersteller über eine GMP-Zertifizierung, die das Vertrauen in die Herstellungsprozesse stärkt. Leider enden die Gemeinsamkeiten an dieser Stelle jedoch.

Lediglich 3 verschiedene Bakterienstämme sind in dem Produkt enthalten. Damit verfügt Carnium Botanicals über die geringste Diversität aller getesteten Produkte. Noch dazu wird das Produkt als offenes Pulver in einer Plastikdose angeboten. Das bringt gleich zwei Nachteile mit sich: Zum einen kann die Dosierung (trotz beigelegtem Dosierlöffel) in der praktischen Anwendung schwanken, zum anderen sind die wertvollen Bakterien so bei jedem Öffnen schutzlos der Umgebungsluft und damit Feuchtigkeit ausgesetzt. Wie viele Bakterien zum Zeitpunkt des Verzehrs wirklich noch lebensfähig sind, darf daher angezweifelt werden.

Immerhin enthält das Produkt jedoch mit FOS und Inulin gleich zwei präbiotische Stoffe, die den Bakterien als Futter dienen sollen. Dabei soll jedoch nicht unerwähnt bleiben, dass Inulin teilweise zu Blähungen führen kann. Daneben wurde Vitamin C ergänzt, welches das Immunsystem unterstützen soll.

Carnium Botanicals Kids Biotic

Mit 50 Punkten erreicht Carnium Botanicals einen respektablen dritten Platz.

Überzeugen kann das Produkt vor allem mit seiner GMP-Zertifizierung, die geringe Diversität und die Verpackungsform kosten jedoch wertvolle Punkte.

PEDIAKID Bakto Gums

Pediakid Bakto Gums
Gesamtwertung
44
Anzahl an Stämmen
0
Verpackung
50
GMP-zertifiziert
100
Minimalistische Formulierung
25

Vorteile

Nennt die genauen Bakterienstämme.

Ist gluten- und laktosefrei.

Nachteile

Cross Black

Enthält Zucker.

Cross Black

Die Dosierung fällt zu gering aus.

Die Bakto Gums des französischen Herstellers PEDIAKID erreichen gerade einmal 44 Punkte und damit den 4. Platz. Die Gummies sind für Kinder ab drei Jahren und enthalten natürliches Apfelaroma. Der Hersteller gibt an, keine künstlichen Süßstoffe zu verwenden, erwähnt jedoch nicht, dass stattdessen der Hauptbestandteil der Gummibärchen Zucker (Glukosesirup und Rohrzucker) ist. Das ist für Kinder in diesem Alter ein echter Nachteil. Zwar enthält das Produkt keine Gelatine, doch gibt es keinen Hinweis darauf, dass es vegan ist.

Enttäuschend fällt daneben auch die Diversität von nur 5 verschiedenen Bakterienstämmen auf, auch wenn diese zumindest mit ihrer genauen Stammspezifität genannt werden. Auch die Verpackung in einer einfachen Plastikdose lässt zu wünschen übrig. Immerhin verfügt der Hersteller über eine GMP-Zertifizierung.

Pediakid Bakto Gums

Die Bakto Gums können sich mit 44 Punkten noch auf den vorletzten Platz in unserem Test retten.

Das verdanken sie insbesondere der GMP-Zertifizierung. Enttäuschend sind dagegen der hohe Zuckeranteil sowie die Verpackungsform.

Mium Lab Probiotika

Mium Lab Probiotika
Gesamtwertung
38
Anzahl an Stämmen
0
Verpackung
50
GMP-zertifiziert
25
Minimalistische Formulierung
75

Vorteile

Gummies ohne Zucker.

Enthält Vitamin B12 und Zink.

Nachteile

Cross Black

Enthält Mannitol, einen Zuckeralkohol, welcher abführend wirken kann.

Cross Black

Keine GMP-Zertifizierung.

Für die Gummies des ebenfalls französischen Herstellers Mium Lab, früher Les Miraculeux, reicht es leider nur noch für den 5. und damit letzten Platz in unserem Test. Zwar ist die Formulierung zumindest vegan und frei von Zucker, doch enthält sie Mannitol. Dabei handelt es sich um einen Zuckeralkohol, der in größeren Mengen abführend wirken kann. Insbesondere Kinder können empfindlich darauf reagieren, weshalb dieser Inhaltsstoff für ein Produkt, das für Kinder ab 4 Jahren empfohlen wird, ungeeignet ist.

Auch dieser Hersteller setzt auf eine einfache Plastikdose, die genaue Stammspezifität der gerade einmal vier verschiedenen Bakterienstämme wird nicht genannt. Positiv hervorzuheben ist lediglich die Zugabe von Vitamin B12 sowie Zink, wobei insbesondere letzteres das Immunsystem unterstützen kann. Zwar gibt der Hersteller an, ISO-zertifiziert zu sein, bezüglich einer GMP-Zertifizierung konnten wir jedoch keine Angaben finden.

Mium Lab Probiotika

Mit 38 Punkten landet Mium Lab auf dem 5. und letzten Platz.

Positiv hervorzuheben ist lediglich die Zugabe von Vitamin B12 und Zink, ansonsten enttäuscht das Produkt auf ganzer Linie.

Fazit

ADHS bleibt ein Dauerthema, und die Suche nach effektiven Behandlungsmethoden führt immer wieder zu neuen Erkenntnissen. Während herkömmliche Medikamente häufig starke Nebenwirkungen mit sich ziehen, eröffnet die aktuelle Forschung mit dem Fokus auf dem Darmmikrobiom eine vielversprechende Perspektive. Studien zeigen, dass das Gleichgewicht der Darmbakterien maßgeblich Einfluss auf die Gehirnfunktion und das Verhalten nehmen kann.

Die Erkenntnisse legen nahe, dass Probiotika, oder genauer gesagt Mikrokulturenpräparate, eine unterstützende Rolle bei der Behandlung von ADHS spielen könnten. Solche Präparate zielen darauf ab, das Darmmikrobiom ins Gleichgewicht zu bringen, was indirekt einen Einfluss auf ADHS-Symptome haben könnte.

Doch nicht alle Mikrokulturenpräparate am Markt erfüllen die wichtigsten Qualitätskriterien. Produkte wie Kijimea K53 Advance Kids setzen hier Standards und bieten durch ihre sorgfältige Zusammensetzung und Verpackung eine vielversprechende Unterstützung im Umgang mit ADHS.

Daher ist es besonders wichtig, sich vor dem Kauf umfassend zu informieren, um die bestmögliche Unterstützung zu gewährleisten.

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Kijimea K53 Advance Kids

Bewertung im Vergleich: 100/100
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Platz1Kijimea K53 Advance Kids

Wissenschaftliche Quellen

1 Prehn-Kristensen A, Zimmermann A, Tittmann L, Lieb W, Schreiber S, Baving L, et al. (2018) Reduced microbiome alpha diversity in young patients with ADHD. PLoS ONE 13(7): e0200728. https://doi.org/10.1371/journal. pone.0200728

2 Hata T, Asano Y, Yoshihara K, KimuraTodani T, Miyata N, Zhang X-T, et al. (2017) Regulation of gut luminal serotonin by commensal microbiota in mice. PLoS ONE 12(7): e0180745. https://doi.org/10.1371/journal.pone.0180745

3 Tengeler, A.C., Dam, S.A., Wiesmann, M. et al. Gut microbiota from persons with attention-deficit/hyperactivity disorder affects the brain in mice. Microbiome 8, 44 (2020). https://doi.org/10.1186/s40168-020-00816-x

Banerjee E, Nandagopal K. Does serotonin deficit mediate susceptibility to ADHD? Neurochem Int. 2015 Mar;82:52-68. doi: 10.1016/j.neuint.2015.02.001. Epub 2015 Feb 12. PMID: 25684070.

Bundesministerium für Gesundheit. Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom. Stand Januar 2024. https://www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/praevention/kindergesundheit/aufmerksamkeitsdefizitsyndrom

Checa-Ros, A.; Jeréz-Calero, A.; Molina-Carballo, A.; Campoy, C.; Muñoz-Hoyos, A. Current Evidence on the Role of the Gut Microbiome in ADHD Pathophysiology and Therapeutic Implications. Nutrients 2021, 13, 249. https://doi.org/10.3390/nu13010249

Frémont, Marc et al. “High-throughput 16S rRNA gene sequencing reveals alterations of intestinal microbiota in myalgic encephalomyelitis/chronic fatigue syndrome patients.” Anaerobe vol. 22 (2013): 50-6. doi:10.1016/j.anaerobe.2013.06.002

Hua, X., Goedert, J. J., Pu, A., Yu, G., & Shi, J. (2015). Allergy associations with the adult fecal microbiota: Analysis of the American Gut Project. EBioMedicine, 3, 172–179. https://doi.org/10.1016/j.ebiom.2015.11.038

Kim, Sangman M et al. “Fecal microbiota transplant rescues mice from human pathogen mediated sepsis by restoring systemic immunity.” Nature communications vol. 11,1 2354. 11 May. 2020, doi:10.1038/s41467-020-15545-w

MedicalNewsToday. What are neurotransmitters? Last medically reviewed on May 9, 2022. https://www.medicalnewstoday.com/articles/326649

Turnbaugh, P et al. An obesity-associated gut microbiome with increased capacity for energy harvest. Nature 444, 1027–1031 (2006). https://doi.org/10.1038/nature05414

Über den Verfasser

Frank Mehrbach

Frank Mehrbach wurde 1965 in Hamburg geboren und lebte seine Leidenschaft für das Schreiben schon früh durch sein Mitwirken in diversen Studentenzeitungen aus. Nach seiner akademischen Laufbahn besuchte er zahlreiche Seminare und Vorträge rund ums Thema Gesundheit, durch die er sein journalistisches Handwerk mit seiner Leidenschaft für Medizin kombinieren konnte. Mehrbach schrieb für verschiedene medizinische Fachzeitschriften und Gesundheitsmagazine.

2005 trat Frank Mehrbach schließlich dem Redaktionsteam von Spiegel der Gesundheit bei. Dank seiner fundierten Kenntnisse aus dem Gesundheitssektor und seinem Talent für präzise und verständliche Wissenschaftskommunikation stieg er schnell die Karriereleiter hoch. Im Jahr 2015 übernahm er die Position des Chefredakteurs.

Unter Mehrbachs Leitung veröffentlicht Spiegel der Gesundheit eine Vielzahl von Artikeln und Reportagen, die sich sowohl an medizinisches Fachpublikum als auch interessierte Laien richtet. Sein Ziel ist es, komplexe medizinische Themen verständlich darzustellen und gleichzeitig den neuesten Stand der Forschung zu präsentieren. Frank Mehrbach ist bekannt für seine sorgfältige Recherche und sein Engagement für qualitativ hochwertigen Journalismus.

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