Wer sich für die Abnehmspritze entscheidet, hat meist schon eine lange, mühevolle und größtenteils erfolglose Diät-Odyssee hinter sich. Von FdH über Trennkost, Glyx-, HCG- oder die Schlank-im-Schlaf-Diät – die erwünschten Erfolge stellen sich meist nur kurzzeitig oder überhaupt nicht ein. Die Gründe dafür liegen zum einen in den relativ starken Einschränkungen, die die meisten Diätformen mit sich bringen, zum anderen fehlt bei vielen Mode-Diäten schlicht und ergreifend die wissenschaftliche Basis.

Neben den negativen körperlichen Auswirkungen ständiger Gewichtsschwankungen sind auch die psychologischen Folgen nicht zu unterschätzen: Viele Abnehmwillige schämen sich nicht nur für ihr Gewicht, sondern auch für ihre vermeintlich zu geringe Willenskraft.

Kein Wunder also, dass die Abnehmspritze bei ihrer Markteinführung für Furore gesorgt hat. Menschen berichten begeistert von schmelzenden Pfunden und einem neuen Lebensgefühl, ganz ohne Hungern und Einschränkungen – zumindest, solange das Präparat verwendet wird. Was aber passiert, wenn die Diätspritze abgesetzt wird? Kann das erreichte Gewicht gehalten werden, oder kehren Heißhungerattacken und damit auch die verlorenen Kilos wieder zurück? Müssen sich Benutzer gar darauf einstellen, das Präparat auf ewig zu verwenden; und geht das überhaupt?

Zusammenfassung

  • Weltweit leiden Millionen Menschen unter Gewichtsproblemen. Die Ursachen waren jedoch lange unklar.
  • Inzwischen sind sich Wissenschaftler weltweit einig: Der Darm und die in ihm lebenden Bakterien haben großen Einfluss auf den ganzen Körper.
  • Aus diesem Grund erfreuen sich sogenannte Probiotika wachsender Beliebtheit.
  • Trotz ihrer Unterschiedlichkeit gibt es einige fundamentale Qualitätskriterien, anhand derer wir beliebte Produkte getestet haben.

Zusammen mit unseren medizinisch-wissenschaftlichen Experten nehmen wir das Thema Abnehmspritze im Hinblick auf den langfristigen Gewichtsverlust genau unter die Lupe, untersuchen, welche alternativen Ansätze erfolgversprechend sind, und welche der damit verbundenen Produkte tatsächlich ihr Geld wert sind. Doch zuerst müssen wir uns dafür die Frage stellen: Worum handelt es sich bei der Diätspritze eigentlich?

Abnehmspritze – was ist das eigentlich genau?

Vorneweg: Es gibt nicht „die eine“ Abnehmspritze. Stattdessen handelt es sich dabei um eine Gruppe von Präparaten verschiedener Hersteller. Sie basieren auf einem Wirkstoff, der bisher hauptsächlich für die Behandlung von Diabetes eingesetzt wurde. Dieser imitiert das Hormon GLP-1, welches für sich gesehen eher unbekannt ist.

Dabei erfüllt es die wichtige Aufgabe, die Ausschüttung von Insulin anzuregen, die bei Diabetikern eingeschränkt ist. Doch neben dieser für Diabetiker so entscheidenden Wirkung hat dieser Wirkstoff noch zwei weitere Effekte: Zum einen sorgt er dafür, dass das Gehirn schneller ein Gefühl von Sättigung signalisiert; mit dem Resultat, dass weniger gegessen wird.

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Auf den ersten Blick nicht ersichtlich: Hinter Erschöpfungssymptomen kann auch eine Dysbiose stecken.

Zum anderen verlangsamt der Stoff die Entleerung des Magens, wodurch das verfrühte Sättigungsgefühl auch noch länger anhält; außerdem gelangen die in der Nahrung enthaltenen Nährstoffe zeitversetzt ins Blut. Das ist vor allem bei stark zucker- bzw. traubenzuckerhaltigen Lebensmitteln relevant, denn nach ihrem Verzehr steigt der Blutzucker normalerweise sprunghaft an, was uns einen kurzen Energiekick verpasst. Gleichzeitig bewirkt der hohe Blutzucker aber eine schnelle und starke Ausschüttung von Insulin, das ihn nun ebenso schnell wieder abbaut.

Die Folge: ein Energietief, oft verbunden mit Heißhungerattacken.

Genau auf dieser Kombination beruht der Erfolg der besagten Präparate im Bereich Gewichtsmanagement: Kurz und knapp gesagt werden wir durch die Diätspritze schneller satt, bleiben es anschließend länger und reduzieren lästige Heißhungerattacken.

Dadurch essen wir automatisch weniger – ganz ohne Hunger – und das so entstandene Kaloriendefizit lässt die Pfunde purzeln. So weit, so gut – aber was sind nun die langfristigen Auswirkungen?

Diätspritze und Jojo-Effekt – darauf müssen sich Anwender einstellen

Hier kommt nun das große Manko der Abnehmspritze: Ihre Wirkung hält nur so lange, wie sie auch verwendet wird – und das bedeutet nicht nur, dass die Gewichtsabnahme nach dem Absetzen einfach nur aufhört, sondern dass das verlorene Gewicht in den meisten Fällen wieder zugenommen wird.

Das zeigt auch eine Studie1, in der die Teilnehmer nach einer 20-wöchigen Behandlung mit einem entsprechenden Präparat nach dem Zufallsprinzip in zwei Gruppen aufgeteilt wurden: Während eine Gruppe weiterhin den Wirkstoff erhielt, erhielt die andere ein Placebo.

Das Ergebnis: Die Wirkstoffgruppe verlor weiterhin an Gewicht, während die Placebo-Gruppe im Laufe der nächsten Wochen wieder zunahm. Eine weitere, längerfristig angelegte Studie2 konnte sogar zeigen, dass die Teilnehmer ein Jahr nach Beendigung der Behandlung ganze zwei Drittel des verlorenen Körpergewichts wieder zugenommen hatten.

Die wahrscheinliche Erklärung für diese erneute starke Gewichtszunahme lässt sich leicht erahnen, liest man einige der online zahlreich vertretenen Erfahrungsberichte ehemaliger Anwender: Diese berichten oft von starken Heißhunger-Attacken, sobald das jeweilige Präparat abgesetzt wurde, wodurch viele wieder in alte Ernährungsmuster verfielen – der typische Jojo-Effekt.

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Die Lösung für dieses Problem scheint im ersten Moment so einfach wie logisch: Das Präparat wird dann eben langfristig angewandt. Doch möglicherweise ist dies nicht für jeden Anwender eine Option.

Zuallererst: Da die Abnehmspritze erst seit wenigen Jahren auf dem Markt ist, gibt es logischerweise auch keine Studien darüber, mit welchen Nebenwirkungen eventuell bei einer langfristigen Verwendung – zum Beispiel mehrere Jahrzehnte, wie es bei vielen Nutzern perspektivisch der Fall sein dürfte – zu rechnen ist. Denn bereits jetzt wächst die Liste möglicher und bezeugter Nebenwirkungen stetig: Neben den bekannten Darm- bzw. Verdauungsstörungen werden verwandte Wirkstoffe mittlerweile auch mit einer ganzen Reihe von weiteren Nebenwirkungen in Verbindung gebracht.

Viele Anwender schreiben online auch, dass ihnen die Aussicht, das Präparat den Rest ihres Lebens verwenden zu müssen, ein „ungutes Gefühl der Abhängigkeit“ vermittle. Das ist insbesondere in der Hinsicht verständlich, dass durch immer wieder auftretende Engpässe bzw. Unsicherheiten bezüglich der Kostenübernahme unfreiwillige Unterbrechungen aktuell noch relativ häufig sind – mit oft erschreckenden Folgen. So finden sich immer wieder Berichte von starken Heißhungerattacken während einer solchen Pause.

Ein rein praktisches Problem liegt zusätzlich im Preis: Je nach Präparat müssen Abnehmwillige bisher mit durchschnittlich 328 Euro im Monat rechnen – pro Jahr werden also knapp 4000 Euro fällig! Für viele ist diese finanzielle Belastung zu hoch, um sie langfristig stemmen zu können. Viele Interessenten verlegen ihre Suche daher ins Internet und landen über diverse Foren teilweise auf dubiosen Schwarzmarkt-Seiten. Das Problem: Mittlerweile sind durch die hohe Nachfrage Fälschungen des Produkts im Umlauf, die gefährliche Nebenwirkungen haben können.

Was bedeutet das nun aber für Menschen, die endlich die überschüssigen Pfunde loswerden müssen? Müssen sie sich damit abfinden, entweder ihr Leben lang auf eine teure Behandlung, deren langfristige potenzielle Nebenwirkungen noch nicht bekannt sind, angewiesen zu sein – oder das mühsam verlorene Gewicht aller Wahrscheinlichkeit nach wieder zuzunehmen?

Oder gibt es eventuell noch einen anderen Weg, die Entzugserscheinungen nach dem Absetzen – überwiegend Heißhunger – in den Griff zu bekommen? Die neuere Forschung beschäftigt sich in diesem Zusammenhang seit einigen Jahren mit einem ganz bestimmten Ansatzpunkt: dem Darmmikrobiom.

Mit Bakterien das Wunschgewicht erhalten?

Als Darmmikrobiom wird die Gesamtheit aller lebenden Organismen bezeichnet, die sich in unserem Darm befinden. Dabei handelt es sich überwiegend um Bakterien; ein gesundes Darmmikrobiom enthält bis zu 100 verschiedene Stämme! Wichtig dabei: Damit der Darm seine Aufgaben erfüllen kann, braucht es ein genau austariertes Verhältnis der einzelnen Bakterienstämme zueinander.

Ist der eine Stamm überrepräsentiert oder gibt es vom anderen zu wenig oder sind gar insgesamt nicht genügend Bakterien vorhanden, gerät das Mikrobiom ins Ungleichgewicht. Ein solches Ungleichgewicht, auch Dysbiose genannt, kann vielfältige Auswirkungen haben – nicht nur auf offensichtliche Bereiche wie die Verdauung, sondern auch auf unsere Stimmung, unser Immunsystem und offenbar auch unser Gewicht.

Das konnte der ehemalige Harvard-Forscher P. J. Turnbaugh durch einen Versuch an Mäusen eindrucksvoll zeigen: Er pflanzte dafür übergewichtigen Mäusen das Mikrobiom schlanker Artgenossen ein – woraufhin diese signifikant an Gewicht verloren!3 Das zeigte, dass die veränderte Bakterienwelt einen erheblichen Beitrag zum Gewichtsverlust der untersuchten Mäuse leistete.

Die Bakterien in unserem Darm beeinflussen nicht nur den Darm selbst, sondern unseren ganzen Körper. Forscher entdeckten Verbindungen zu unserem Immunsystem, zu anderen Organen, zu Abgeschlagenheit und Müdigkeit, ja sogar zu Übergewicht, Hauterkrankungen und Allergien.

Dr. Gschwender

Aber nicht nur das: Weitere Studien konnten darüber hinaus feststellen, dass die Zusammensetzung des Darmmikrobioms einen spürbaren Einfluss auf unser Hungerempfinden, das Sättigungsgefühl und sogar auf das Auftreten von Heißhunger-Attacken hat 4 – also genau die Bereiche, die auch die Abnehmspritze adressiert!

Dabei stellt sich nun also die Frage: Lassen sich diese Symptome eventuell durch die gezielte Beeinflussung des Darmmikrobioms verhindern oder zumindest vermindern? Und wie kann das überhaupt funktionieren?

Hier kommen die sogenannte Probiotika ins Spiel: Diese Präparate enthalten lebendige Mikroorganismen, welche sich im Darm ansiedeln und vermehren sollen, um so das Darmmikrobiom in seiner Vielfalt sowie Vielzahl zu unterstützen. So weit, so gut – doch kann es wirklich sein, dass solche Präparate einen direkten Einfluss auf unser Hungerempfinden haben?

Dafür ist ein ausgeglichenes Mikrobiom wichtig:

Unterstützung des Immunsystems

Vermeidung von Allergien

Metabolism Circle

Regulierung des Stoffwechsels

Erhalt der mentalen Gesundheit

Skin Problems

Förderung der Hautgesundheit

Vitamine

Aufnahme von Vitaminen

Vitalität im Alter

und viele weitere

Die Wissenschaft macht Hoffnung: In einer 2017 erschienenen Studie erhielten die Teilnehmer neben einem personalisierten Diätplan auch entweder eine probiotische Zubereitung oder ein Placebo. Nach dem Testzeitraum zeigte sich, dass die Teilnehmerinnen, welche das Probiotikum erhalten hatten, deutlich mehr Gewicht verloren als die der Placebo-Gruppe. Aber nicht nur das: Auch konnten die Wissenschaftler bei der Probiotikum-Gruppe positive Effekte auf das Hungerempfinden, Heißhungerattacken sowie die Fähigkeit, diesen zu widerstehen, feststellen.5

Diese Studie scheint also die Annahme, dass Probiotika eine wertvolle Stütze nach dem Absetzen der Abnehmspritze sein können, zu unterstützen. Nur, welches ist ein geeignetes Präparat?

Dieser Frage hat sich unser Expertenteam angenommen: Sie erklären hier genau, auf welche Qualitätsmerkmale beim Kauf geachtet werden sollte, und unterziehen im Anschluss daran fünf aktuell besonders verbreitete Produkte dem Qualitäts-Check.

Was macht ein Mikrokulturenpräparat aus?

Hinweis: Der Begriff „Probiotikum“ ist zwar weit verbreitet, darf zur Bewerbung eines entsprechenden Produktes jedoch nicht mehr verwendet werden.

Die Redaktion hat sich stattdessen für den passenderen Begriff „Mikrokulturenpräparat“ entschieden.

Nach eingehender Recherche haben unsere Experten die 5 wichtigsten Qualitätsmerkmale identifiziert und im Anschluss daran 5 aktuell sehr bekannte Produkte auf diese Merkmale hin geprüft.

Qualitätsmerkmal 1: Die Anzahl der enthaltenen Bakterienstämme

Ein gutes Mikrokulturenpräparat versucht, in seiner Zusammensetzung der eines ausgeglichenen menschlichen Darmmikrobioms möglichst nahezukommen. Im Prinzip soll es quasi eine Stuhltransplantation imitieren – jedoch ohne den Ekelfaktor. Nun beherbergt ein menschlicher Darm aber nicht nur 3 bis 10 verschiedene Bakterienstämme, sondern weitaus mehr. Entsprechend sollten mindestens 50 verschiedene Stämme enthalten sein.

Qualitätsmerkmal 2: Die Dosierung der koloniebildenden Einheiten

Zwar klingen Zahlen wie 2, 4 oder 10 Mrd. KBE zuerst einmal sehr beeindruckend, jedoch enthält ein gesunder Darm nach aktueller Forschungslage 10 bis 100 Billionen Bakterien. Präparate mit einer zu geringen Dosierung fallen dadurch nicht genügend ins Gewicht, um tatsächlich eine Veränderung bewirken zu können. Experten empfehlen aktuell Produkte mit mindestens 20 Mrd. KBE.

Qualitätsmerkmal 3: Die Unterstützung der Darmschleimhaut

Damit sich die Mikrokulturen überhaupt im Darm ansiedeln und dort ihre Arbeit verrichten können, brauchen sie einen entsprechenden Nährboden: eine intakte Darmschleimhaut. Das Problem: Diese ist gerade bei Darmproblemen oft bereits in Mitleidenschaft gezogen, was die Ansiedelung der guten Bakterien erschwert. Mikrokulturenpräparate sollten daher neben Bakterien auch Stoffe enthalten, welche die Darmschleimhaut unterstützen, wie zum Beispiel die B-Vitamine Niacin und Biotin.

Qualitätsmerkmal 4: Die Stabilität der Verpackung

Die Bakterien in einem Mikrokulturenpräparat werden bei der Herstellung durch Gefriertrocknung in eine Art Winterschlaf versetzt. Kommen sie in Kontakt mit Feuchtigkeit, „erwachen“ sie. Liegen dann geeignete Nahrungsquellen vor – was im Darm der Fall ist –, gedeihen die Bakterien. Das Problem: Viele Verpackungsformen schützen die Präparate nicht ausreichend vor Feuchtigkeit.

Sind Kapseln zum Beispiel nicht einzeln, sondern zusammen in einer Plastikdose oder einem Glas verpackt, kommen die Produkte bei jedem Öffnen in Kontakt mit Luft beziehungsweise Feuchtigkeit. Die Folge: Die Bakterien können zu früh erwachen, finden dann jedoch in der Kapsel keine Nahrung – und verhungern.

Bei Plastikverpackungen kommt erschwerend hinzu, dass das Material Feuchtigkeit nicht vollständig abhält: Winzige Mengen an Feuchtigkeit können die Verpackung passieren. In diesen Fällen sind bei der Einnahme daher nicht selten schon alle enthaltenen Bakterien abgestorben.

Als Verpackungsgoldstandard gelten sogenannte Alu-Alu-Blister, bei denen jede Kapsel einzeln in eine Aluminiumkammer gebettet ist und somit optimal geschützt ist.

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Alu-Alu-Blister schützen Bakterien in ihren Kapseln optimal vor Feuchtigkeit.

Qualitätsmerkmal 5: Qualitätsstandards und Zertifizierung

Leider gibt es von gesetzlicher Seite kaum Vorgaben zur Herstellung von Mikrokulturenpräparaten. Aus diesem Grund werben viele Hersteller mit Zertifizierungen – die oft aber nur einen Mindeststandard abdecken. Deshalb ist es besonders wichtig, die ausgelobten Zertifizierungen genauer zu betrachten.

Den höchsten Standard sichert die Produktion nach GMP (Good Manufacturing Practice), dem Arzneimittelproduktions-Standard. Nur bei GMP-zertifizierten Herstellern können Verbraucher sicher sein, dass die Mikrokulturenpräparate nach diesem besonders hohen Standard gefertigt wurden.

Leider gibt es von gesetzlicher Seite kaum Vorgaben zur Herstellung von Mikrokulturenpräparaten. Aus diesem Grund werben viele Hersteller mit Zertifizierungen – die oft aber nur einen Mindeststandard abdecken. Deshalb ist es besonders wichtig, die ausgelobten Zertifizierungen genauer zu betrachten.

Den höchsten Standard sichert die Produktion nach GMP (Good Manufacturing Practice), dem Arzneimittelproduktions-Standard. Nur bei GMP-zertifizierten Herstellern können Verbraucher sicher sein, dass die Mikrokulturenpräparate nach diesem besonders hohen Standard gefertigt wurden.

Entsprechend diesen Kriterien haben wir fünf aktuell weit verbreitete Produkte untersucht und sind zu folgendem Ergebnis gekommen:

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Unser Testsieger

Kijimea K53 Advance

95/100
Kijimea K53 Advance online kaufen
Platz1

K53 Advance

Kijimea K53 Advance
Gesamtwertung
95
Anzahl an Stämmen
100
Dosierung
75
Darmschleimhaut
100
Verpackung
100
GMP-zertifiziert
100

Vorteile

Der Hersteller ist in medizinischen Kreisen für seine Forschung und Innovationen bekannt.

Mit bereits einer leicht zu schluckenden Kapsel ist die Tagesdosis abgedeckt.

Das Produkt ist gluten-, fruktose- und laktosefrei sowie frei von Zusatz-, Konservierungs- und Aromastoffen und Süßungsmitteln.

Nachteile

Cross Black

Zwar sind die Kapseln sowohl über den eigenen Shop als auch über Amazon und diverse Online-Apotheken bestellbar, doch hatte der Hersteller zuletzt aufgrund der großen Nachfrage offenbar Schwierigkeiten mit der Verfügbarkeit.

K53 Advance stammt von dem in der Bakterienforschung etablierten deutschen Unternehmen SYNformulas. Diese Firma erfreut sich dank eigener wissenschaftlicher Forschung, die sogar schon im weltweit renommierten Fachjournal „The Lancet“ publiziert wurde, eines großen Ansehens in medizinischen Fachkreisen.

Das zeigt sich auch bei der genaueren Betrachtung des Produkts: K53 Advance bietet mit 53 enthaltenen Bakterienstämmen die größte Vielfalt. Außerdem weist das Mikrokulturenpräparat die höchste Dosierung auf und enthält zusätzlich sowohl Biotin als auch Niacin für die Unterstützung der Darmschleimhaut.

Die Verpackung im Alu-Alu-Blister entspricht dem Goldstandard, denn sie schützt jede Kapsel von der Herstellung bis zum Verzehr optimal vor Luft und Feuchtigkeit. Außerdem sind sowohl der Herstellungsprozess als auch die Anlagen, auf denen das Präparat hergestellt wird, nach dem strengen Arzneimittel-Standard GMP-zertifiziert.

Damit erreicht K53 Advance einen Durchschnitt von 95 von 100 Punkten und ist unser Testsieger.

Was uns speziell bei unseren Recherchen zu diesem Produkt in besonderem Maße ins Auge gestochen ist, sind die zahlreichen überaus positiven Kundenbewertungen, die unseren eigenen Eindruck von dem Präparat unterstreichen. Hier einige Beispiele:

Paul B.

„Durch eine Lebensmittelvergiftung ist mein Gleichgewicht sehr außer Kontrolle geraten. Auf der Suche nach Hilfe fand ich dieses Produkt und bin bis jetzt sehr zufrieden.“

Mathilda M.

„Ich habe lange nach einem Probiotika gesucht das nach den höchsten wissenschaftlichen Standards produziert und verpackt wird. Wenn man sich mit dem Thema ein wenig beschäftigt, wird schnell klar, dass Kijimea hier einfach einen anderen Qualitätsanspruch hat als andere – ich bin super zufrieden!!!“

Anita Z.

„Kijimea hat mich überzeugt wegen der hohen Anzahl der Bakterienstämme. Ich möchte meine Darmgesundheit damit untterstützen.Ich bin froh das ich mich für dieses Proudkt entschieden habe.“

Kijimea K53 Advance

Kijimea K53 Advance konnte auf ganzer Linie überzeugen und landet daher mit 95 Punkten verdient auf dem 1. Platz.

Besonders beeindruckend: Das Produkt enthält ganze 53 verschiedene Bakterienstämme, weitaus mehr als das zweitplatzierte Präparat.

Kijimea K53 Advance online kaufen

Flora Intenso

Floraintense Tp
Gesamtwertung
65
Anzahl an Stämmen
50
Dosierung
50
Darmschleimhaut
100
Verpackung
25
GMP-zertifiziert
100

Vorteile

Modernes, farbenfrohes Verpackungsdesign.

Akazienfaser als Präbiotikum auch bei Fruktoseintoleranz geeignet.

Riboflavin (Vitamin B2) unterstützt die Darmschleimhaut.

Nachteile

Cross Black

23 Bakterienstämme reichen nicht ganz aus.

Cross Black

Die Dosierung fällt zu gering aus.

Mit großem Abstand auf dem zweiten Platz landet Flora Intenso von Scheunengut. Die Anzahl der Bakterienstämme liegt mit 23 im Durchschnitt; dagegen kann die Dosierung mit gerade einmal 10,5 Milliarden KBE je Tagesdosis nicht überzeugen.

Erfreulich ist hingegen die Zugabe von Akazienfaser, die den Bakterien als Nahrung im Darm zur Verfügung steht und auch bei Fruktoseintoleranz geeignet ist. Zur Unterstützung der Darmschleimhaut greift der Hersteller auf das B-Vitamin Riboflavin zurück. Das hübsch gestaltete Fläschchen täuscht allerdings nicht darüber hinweg, dass die Bakterien kaum vor dem Eindringen von Luftfeuchtigkeit geschützt sind. Erfreulich ist dagegen die Qualitätssicherung: Scheunengut produziert auf GMP-zertifizierten Anlagen.

Floraintense Tp

Mit 65 Punkten sichert sich Flora Intenso den 2. Platz, allerdings mit großem Abstand.

Zwar kann das Produkt mit der Zugabe von Riboflavin zur Unterstützung der Darmschleimhaut sowie einer GMP-Zertifizierung aufwarten, doch lassen sowohl Dosierung als auch Diversität zu wünschen übrig.

Supermikroben

Fairment Supermikroben
Gesamtwertung
55
Anzahl an Stämmen
0
Dosierung
25
Darmschleimhaut
100
Verpackung
50
GMP-zertifiziert
100

Vorteile

Das moderne, farbenfrohe Verpackungsdesign sorgt für gute Laune.

Akazienfasern liefern als hochwertiges Präbiotikum Nahrung für die Bakterien.

Zink soll das Immunsystem noch weiter unterstützen.

Nachteile

Cross Black

3 Bakterienstämme sind für ein solches Präparat leider nicht ausreichend.

Cross Black

Die Dosierung fällt zu gering aus.

Die viel beworbenen Supermikroben landen mit gerade einmal 3 Bakterienstämmen in unserem Test auf dem dritten Platz. Die Dosierung ist mit lediglich 6 Mrd. KBE eher am unteren Ende des Spektrums zu verorten.

Zur Unterstützung der Schleimhäute sind sowohl Niacin als auch Riboflavin enthalten. Mit Akazienfasern wurde ein hochwertiges Präbiotikum zugesetzt. Die Kapseln werden allerdings in einem Beutel geliefert und können anschließend in ein Glas umgefüllt werden. Idealer wäre die Verpackung in einem Alu-Alu-Blister aufgrund des besseren Schutzes.

Die Herstellung erfolgt nach GMP-Standards, was Vertrauen schafft.

Fairment Supermikroben

Die „Supermikroben“ landen mit 55 Punkten im Mittelfeld. Einige sehr positive Aspekte können jedoch nicht das zentrale Manko dieses Produktes aushebeln: die geringe Diversität an Bakterienstämmen sowie die eher enttäuschende Dosierung.

Probaflor
Probaflor Tp
Gesamtwertung
35
Anzahl an Stämmen
25
Dosierung
75
Darmschleimhaut
0
Verpackung
50
GMP-zertifiziert
25

Vorteile

Inulin dient den enthaltenen Bakterien als Präbiotikum.
Die Kapseln sind über den eigenen Onlineshop, Amazon sowie Online-Apotheken bestellbar und damit gut verfügbar.

Nachteile

Cross Black
Die Anzahl der Bakterienstämme ist eher gering.
Cross Black
Das Produkt enthält keine zusätzlichen Inhaltsstoffe, um eine geschädigte Darmschleimhaut zu unterstützen.
Cross Black
Insbesondere in Bezug auf die 3-Monats-Dose ist aufgrund der Verpackung die Stabilität der Kapseln fraglich.

Probaflor liefert leider nur 11 Bakterienstämme und liegt damit im hinteren Feld. Erfreulich sind dagegen die hohe Dosierung von 20 Mrd. KBE sowie die Zugabe von Inulin.

Bei der Verpackung macht der Hersteller wiederum Abstriche: Zwar ist die Plastikdose mit einer speziellen Schicht ausgestattet, welche eingedrungene Feuchtigkeit binden soll, jedoch liegen der Redaktion keine überprüfbaren Daten vor, inwieweit dies über die gesamte Dauer des Gebrauchs gewährleistet ist. Der Hersteller gibt an, nach ISO- und FDA-Standards zertifiziert zu sein, macht aber keine Angaben zu einer GMP-Zertifizierung.

Probaflor Tp

Mit 35 Punkten landet Probaflor von Nupure auf dem 4. Platz.

Positiv hervorzuheben ist dabei die Dosierung, leider enttäuscht das Produkt dafür in Bezug auf Vielfalt der Bakterienstämme sowie bei der Verpackung.

Mighty Biotics

Mightyelements Mightybiotics Pulver
Gesamtwertung
30
Anzahl an Stämmen
50
Dosierung
75
Darmschleimhaut
0
Verpackung
25
GMP-zertifiziert
0

Vorteile

Vegan und in Bio-Qualität.

Akazienfasern liefern als hochwertiges Präbiotikum Nahrung für die Bakterien.

Hohe Dosierung.

Nachteile

Cross Black

23 Bakterienstämme sind für ein solches Präparat leider nicht ausreichend.

Cross Black

Überlebensfähigkeit der Bakterien über Anwendungszeitraum fraglich.

Leider sind die Mighty Biotics von Mighty Elements nicht ganz so kraftvoll, wie der Name vermuten lässt. Mit 23 Stämmen ist die Diversität respektabel, aber dennoch nicht hoch genug. Dafür hat der Hersteller mit Bio-Akazienfaser an ein Präbiotikum gedacht. Inhaltsstoffe zur Unterstützung der Darmschleimhaut fehlen hingegen vollends – ebenso wie eine vertrauenschaffende GMP-Zertifizierung.

Weniger überzeugen konnte uns die Verpackung: Nicht nur kommt der wertvolle Inhalt bei jedem Öffnen des Glasfläschchens mit Luftfeuchtigkeit in Kontakt. Die im losen Pulver enthaltenen Bakterien sind dieser ohne schützende Kapsel ausgesetzt.

Mit der Dosierung von 20 Mrd. KBE reichen die Mighty Biotics immerhin an den Testsieger heran. Dennoch reicht es in der Gesamtwertung lediglich für Platz 5.

Mightyelements Mightybiotics Pulver

Bei Mighty Biotics reicht es nur für 30 Punkte und damit den 5. Platz. Die Darmschleimhaut unterstützende Stoffe fehlen ebenso wie eine GMP-Zertifizierung. Und auch die Verpackung überzeugt kaum. Das kann leider nicht einmal die hohe Dosierung auffangen.

Fazit

Die Abnehmspritze bietet vielen Menschen die Möglichkeit, endlich die überschüssigen Pfunde loszuwerden – solange die Verwendung andauert. Leider zeigen Studien, dass viele Nutzer nach dem Absetzen einen großen Teil des verlorenen Gewichts wieder zulegen. Da die langfristige Nutzung jedoch aus unterschiedlichen Gründen für viele Abnehmwillige keine Option ist, stellt sich die Frage: Wie geht es nach dem Absetzen weiter?

Mittlerweile werden viele der Symptome, die die Gewichtszunahme nach dem Absetzen begünstigen, mit einem gestörten Darmmikrobiom in Verbindung gebracht; die Idee, mit einem Mikrokulturenpräparat zu unterstützen ist daher sehr vielversprechend – und wird auch von der Forschung unterstützt!

Das Problem: Viele der auf dem Markt vertretenen Produkte erfüllen nicht die nötigen Voraussetzungen, um das Darmmikrobiom wirklich nachhaltig beeinflussen zu können.

Interessierte sollten sich daher vor dem Kauf genau informieren.

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Kijimea K53 Advance

Bewertung im Vergleich: 95/100
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Platz1Kijimea K53 Advance

Wissenschaftliche Quellen

1 Rubino D, Abrahamsson N, Davies M, et al. The STEP 4 Randomized Clinical Trial. JAMA. 2021;325(14):1414–1425. doi:10.1001/jam

2 Wilding, John P H et al. The STEP 1 trial extension. Diabetes, obesity & metabolism vol. 24,8 (2022): 1553-1564. doi:10.1111/dom.14725

3Turnbaugh, P et al. An obesity-associated gut microbiome with increased capacity for energy harvest. Nature 444, 1027–1031 (2006). https://doi.org/10.1038/nature05414

4Han, H., Yi, B., Zhong, R. et al. From gut microbiota to host appetite: gut microbiota-derived metabolites as key regulators. Microbiome 9, 162 (2021). https://doi.org/10.1186/s40168-021-01093-y

5Sanchez, Marina et al. “Effects of a Diet-Based Weight-Reducing Program with Probiotic Supplementation on Satiety Efficiency, Eating Behaviour Traits, and Psychosocial Behaviours in Obese Individuals.” Nutrients vol. 9,3 284. 15 Mar. 2017, doi:10.3390/nu9030284

Scholle, K „Umfrage in Deutschland zum Wunsch nach Gewichtsabnahme bis 2021“. (2023). Zitiert nach de.statista.com, https://de.statista.com/statistik/daten/studie/172241/umfrage/ernaehrung-wunsch-nach-gewichtsabnahme/ [12.12.2023]

Wing, R. Phelan, S „Long-term weight loss maintenance“, The American Journal of Clinical Nutrition, Volume 82, Issue 1, 2005, Pages 222S-225S, doi: 10.1093/ajcn/82.1.222S.

Ogawa, Akihiro et al. “Lactobacillus gasseri SBT2055 suppresses fatty acid release through enlargement of fat emulsion size in vitro and promotes fecal fat excretion in healthy Japanese subjects.” Lipids in health and disease vol. 14 20. 20 Mar. 2015, doi:10.1186/s12944-015-0019-0

Osterberg, Kristin L et al. “Probiotic supplementation attenuates increases in body mass and fat mass during high-fat diet in healthy young adults.” Obesity (Silver Spring, Md.) vol. 23,12 (2015): 2364-70. doi:10.1002/oby.21230

Hemarajata, Peera, and James Versalovic. “Effects of probiotics on gut microbiota: mechanisms of intestinal immunomodulation and neuromodulation.” Therapeutic advances in gastroenterology vol. 6,1 (2013): 39-51. doi:10.1177/1756283X12459294

Über den Verfasser

Frank Mehrbach

Frank Mehrbach wurde 1965 in Hamburg geboren und lebte seine Leidenschaft für das Schreiben schon früh durch sein Mitwirken in diversen Studentenzeitungen aus. Nach seiner akademischen Laufbahn besuchte er zahlreiche Seminare und Vorträge rund ums Thema Gesundheit, durch die er sein journalistisches Handwerk mit seiner Leidenschaft für Medizin kombinieren konnte. Mehrbach schrieb für verschiedene medizinische Fachzeitschriften und Gesundheitsmagazine.

2005 trat Frank Mehrbach schließlich dem Redaktionsteam von Spiegel der Gesundheit bei. Dank seiner fundierten Kenntnisse aus dem Gesundheitssektor und seinem Talent für präzise und verständliche Wissenschaftskommunikation stieg er schnell die Karriereleiter hoch. Im Jahr 2015 übernahm er die Position des Chefredakteurs.

Unter Mehrbachs Leitung veröffentlicht Spiegel der Gesundheit eine Vielzahl von Artikeln und Reportagen, die sich sowohl an medizinisches Fachpublikum als auch interessierte Laien richtet. Sein Ziel ist es, komplexe medizinische Themen verständlich darzustellen und gleichzeitig den neuesten Stand der Forschung zu präsentieren. Frank Mehrbach ist bekannt für seine sorgfältige Recherche und sein Engagement für qualitativ hochwertigen Journalismus.

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